kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Fristenregelung schützt Täter, nicht Opfer 2. September 2010

Filed under: Stopp Abtreibung — Knecht Christi @ 03:46

 

Bischof Scharl und Bischof Laun

Jugend für das Leben wanderte von Graz nach Wien, um den bedingungslosen Gesetzesschutz des Lebens von ungeborenen Kindern einzufordern. Bei einer Kundgebung am Wiener Schwedenplatz fordern die Jugendlichen die Abschaffung der Fristenregelung


 

 

Ziel erreicht: Pro Life Marsch 2010 endet in Wien:
Linz (01.09.2010, JfdL-md). Jugend für das Leben beendete am vergangenen Freitag, den 27. August, den diesjährigen Pro Life Marsch in Wien. Zwei Wochen lang waren Jugendliche aus ganz Österreich, Deutschland und sogar Brasilien zu Fuß von Graz nach Wien unterwegs, um für das Recht auf Leben der ungeborenen Kinder einzutreten. Auf ihrem Weg wollte Jugend für das Leben vor allem die ansässige Bevölkerung über das Unrecht der Abtreibung informieren und für einen aktiven Lebensschutz begeistern. Weihbischof Mag. Dr. Franz Scharl zelebrierte am Freitagabend die Abschlussmesse im Wiener Stephansdom und lobte den selbstlosen Einsatz der Jugend für das Leben. An die rund hundertfünfzig Messbesucher richtete er klare Worte: „Wenn Mann und Frau einander leiblich begegnen entsteht ein Mensch. Was sonst? Viele von uns sind unerwartet gekommen. Auf jeden Fall ist zu uns Ja gesagt worden“. Für die musikalische Umrahmung der Messe sorgte der erste Geiger des Philharmonischen Orchesters Augsburg, Thomas Zbiral, mit Stücken von Johann Sebastian Bach.

35 Jahre Frist-gerechte Tötung in Österreich:
Am Samstag, den 28. August, lud Jugend für das Leben anlässlich „35 Jahre Fristenregelung“ zur Kundgebung am Wiener Schwedenplatz. Carina Broucek, Pressesprecherin von Jugend für das Leben, forderte neben wirksamen finanziellen Hilfen für Frauen auch die Schaffung von bedingungslosem gesetzlichem Lebensschutz für ungeborene Menschen. „Wir fordern die Abschaffung der Fristenregelung, weil jeder Mensch ein Recht auf Leben hat“, appellierte Broucek bei der Kundgebung an die ca. 200 Anwesenden. Weihbischof Dr. Andreas Laun bekräftigte die Jugendlichen in ihrem Anliegen am Schwedenplatz: „Wenn da einige sagen ‚Hände weg von der Fristenregelung‘, so entgegnen wir ihnen ‚Hände weg vom Kind‘“. Über die Fristenreglung sagte er: „Dieses Gesetz schützt Täter, nicht Opfer“.

Drei Betroffene berichten am Schwedenplatz:
Unterstützt wurde Jugend für das Leben bei der Kundgebung von drei unterschiedlich von der Thematik betroffenen Frauen. Zunächst berichtete Frau Karin Lamplmair vom seelischen Leid, das sie nach ihrer Abtreibung vor 12 Jahren durchmachen musste – sie litt unter dem „Post Abortion Syndrom“: „Die Auswirkungen – Depressionen bis hin zu Suizid – hätte ich mir nie gedacht. Ich dachte ich wäre nicht mehr normal. Ich dachte ich würde da nie mehr wieder hinausfinden“. Frau Lamplmair fand durch ihren Glauben und gezielte Therapie Heilung und spricht heute offen über ihre Probleme. Als zweite Rednerin sprach die Hebamme Maria Grundberger über ihre Erfahrungen als Schwangerschaftskonfliktberaterin. Sie bietet Frauen direkt vor der Abtreibungsklinik ihre Hilfe an und konnte dadurch schon dutzende Schwangere in Not dazu ermutigen, sich im letzten Augenblick doch noch für ihr Kind und gegen die Abtreibung zu entscheiden. Hoffnung versprühte auch Denise Kerner, eine junge Wienerin, die als Jugendliche schwanger wurde. Trotz einer während der Schwangerschaft diagnostizierten Behinderung beim Kind entschied sich die damals 13jährige ihren Sohn Dominik zur Welt zu bringen: „Ein Kind gibt emotional so viel Halt und Stärke, dass ich mir heute gar nicht vorstellen kann, wie das Leben ohne ihn gegangen wäre. Ich habe meine Entscheidung keine einzige Sekunde bereut“.

 

5 Responses to “Fristenregelung schützt Täter, nicht Opfer”

  1. ReiterRoman Says:

    Die Menschen denken immer alles sei erlaubt denn Gott und die Welt gibt es nicht.Die Menschen richten sich selbst mit Ihren vergehen und denken dazu benötigen sie Gesetze und Gebote durch den Staat.Wurden Sie mit Politkern geboren,oder als Menschen wie Adam und Eva.Darüber hinaus vergessen sie die Folgen. Jeder ist seines Lebens Herr und Meister.

    • GottesAuge Says:

      Wenn eine Frau und ein Mann „ein Fleisch“ geworden sind, also den Geschlechtsakt vollzogen haben, dann sind sie die Ehe eingegangen. Dieses versteht Gott als zusammenfügen von Mann und Frau. Es ist dabei egal, ob dieses Paar zuvor den Willen Gottes für diese Verbindung erfragt hat, oder nicht. Weiter ist es egal, ob dieses Paar vorher auf dem Standesamt war oder nicht, denn die Ehe wird in der Regel im Bett vollzogen und nicht auf dem Standesamt. Jedenfalls habe ich letzteres noch nicht erlebt. Entscheidend ist der Fakt der intimen Beziehung. Diese Beziehung soll nicht geschieden werden, der Mensch hat kein Recht zur Scheidung und Trennung. Die Aussage von Jesus Christus ist eindeutig: „Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.Was sagen Sie dazu?

      Diese Einmaligkeit der Ehe wird bis heute im allgemeinen vom dem Gewissen des Menschen so beurteilt, wie sie Gott gegeben hat. Nur eine verdrehte Argumentation, in Verbindung mit einem unbiblischen Rechtsverständnis von Ehe, Sex und Heirat, rechtfertigen heute ein unmoralisches Verhalten und stumpfen das Gewissen ab. !!Was die Bibel mit Ehe bezeichnet wird heute nur als Sex gesehen. Sex ist erlaubt, sobald der Mensch die Pubertät erreicht hat, so denken heute viele Menschen. Doch ist es auch in diesen Fragen besser, wenn wir unseren Schöpfer fragen, was er unter Sex und Ehe versteht. Mit diesen Ausführungen will ich Anregungen geben, sich mit dem Thema Ehe, das jeden normalen Menschen berührt, auch inhaltlich zu beschäftigen. Jeden Hinweis zur Korrektur nehme ich dankbar an. Als Christ ist für mich die Bibel, das Wort Gottes, die Grundlage für alle Fragen des Lebens(aber leider für wieviele?)

      Dass sich in der Tat die Ehe auf die körperliche Vereinigung von Mann und Frau alleine bezieht, wird gerne abgestritten. Doch Gott bleibt dabei, ebenso das nicht manipuliert Gewissen des Menschen. Die dieses nicht so klar sehen wollen argumentieren u. and. so, dass der körperlichen Vereinigung erst die seelische und geistige Vereinigung vorangehen, der Mann erst wirtschaftlich selbständig sein muss und wenn die Heirat stattgefunden hat, dann erst könne man von der Ehe reden. Das hier einige gute und nützliche Aspekte enthalten sind, wird jeder, der das Leben und das Gebot Gottes (in bezug auf die Heirat) kennt, gerne bestätigen. Doch diese Aspekte sind keine Bewertung bzw. Voraussetzungen für die Ehe nach den Gedanken Gottes
      Wenn ein Mann zu einer Hure geht und intimen Kontakt mit ihr hat, so wird darin das Prinzip der Ehe gesehen: „Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind? Soll ich denn die Glieder Christi nehmen und zu Gliedern einer Hure machen? Das sei ferne! Oder wisst ihr nicht, dass der, welcher der Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist? ‚Denn es werden’, spricht er, ‚die zwei ein Fleisch sein’ Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm. Flieht die Hurerei! Jede Sünde, die ein Mensch begehen mag, ist außerhalb des Leibes; wer aber hurt, sündigt gegen seinen eigenen Leib.“ 1. Korinther 6, 15 -18Wer keinen Glauben hat hurt nicht??

      Es gibt keine „wilde Ehe“, wie in Büchern geschrieben wird, und damit gibt es auch keine „veredelte Ehe“. Wie könnten wir Menschen etwas „veredeln“ wollen, was Gott gegeben hat und was Er als sehr gut bezeichnete?

      Wenn ein Mann und eine Frau, die keusch gelebt haben, sich geschlechtlich vereinigen (Koitus), also ein Fleisch werden, dann ist dieses die Ehe. Sie haben nicht mehr das Recht, auseinander zu gehen, weil Gott darin ein Zusammenfügen dieser Menschen sieht. Sie sollen nicht geschieden werden. Der Mann kann seine Frau dann nicht mehr entlassen und die Frau kann keines anderen Mannes werden. Geht einer dieser beiden Personen mit einem anderen Partner eine intime Beziehung ein, dann ist dieses Ehebruch, weil eine bestehende Ehe gebrochen wurde. Es ist dabei nicht entscheidend, ob dieses Paar vorher verheiratet war oder nicht

  2. GottesAuge Says:

    Dramatische Bewußtseinsveränderung
    In Anspielung auf die laufende politische Debatte über Abtreibungsstationen in Salzburger
    Landeskrankenhäusern sprach Dr. Bernhard Gappmaier von einem praktischen Beispiel
    dramatischer Bewußtseinsveränderung. Als Amtsarzt von Tamsweg im Land Salzburg und
    Schularzt in mehreren Hauptschulen sei ihm die Tätigkeit der „First Love Ambulanz“
    aufgefallen, die bei den 14-jährigen Schülern Aufklärungsunterricht betrieben hatte und dabei
    einschlägige Verhaltensweisen zum Besten gab. „Ich habe mir gedacht, das kann ich auch,
    und habe begonnen, Gegenaufklärung zu betreiben, einen „Crashkurs in Liebe und
    SexualitäGappmaier beginnt seinen Aufklärungskurs mit einer Frage an die Schüler, was sie im Falle
    einer ungewollten Schwangerschaft tun würden. „Vor fünf Jahren passierte folgendes: 90
    Prozent der Jugendlichen hatten klar für die Austragung des Kindes gestimmt. Ein/e
    Schüler/in hat aufgezeigt: „Nein, ich würde das wegmachen.“ Ich frage das jedes Jahr etwa
    100 Schüler. Inzwischen hat sich das umgekehrt: Über 90 Prozent der Schüler zeigen sehr
    rasch und selbständig auf und sagen: „Natürlich, wir würden das Kind wegmachen.“ Und
    einer ist es meistens nur, der zaghaft aufzeigt: „Also nein, das würde ich nicht tun, weil da
    handelt es sich doch um Leben, da handelt es sich um Mord.

    Abtreibung ist Fremdbestimmung
    Als Jurist erläuterte Dr. Stefan Korinek den Grundsatz, dass das Recht dem Leben zu dienen
    das Leben und zu schützen habe. „Das österreichische Recht sieht die Entscheidung über den
    Schwangerschaftsabbruch als höchstpersönliches Recht der Schwangeren an. Aber worin soll
    dieses Recht gründen? Nach Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention hat jeder
    Anspruch auf Achtung seines Privat- und Familienlebens. Zum geschützten Privatleben
    gehört auch die Verfügung über den eigenen Körper und das Sexualverhalten. Dieses
    Selbstbestimmungsrecht darf nur aus ganz bestimmten Gründen eingeschränkt werden:
    Öffentliche Sicherheit, Schutz der Gesundheit aber auch Schutz der Rechte und Freiheiten
    anderer. Ein Kind abtreiben ist meines Erachtens aber nicht Selbstbestimmung, sondern
    eigentlich Fremdbestimmung. Kinder haben Mutter und Vater, auch die Ungeborenen. Väter
    dürfen sich nicht aus der Verantwortung stellen, man muß ihnen aber auch umgekehrt
    Verantwortung zugestehen. Väter haben auch ein Recht auf Familienleben, und gegenüber
    den Kindern haben sie Rechte und Pflichten. Entsprechendes muß logischer Weise auch für
    ungeborene Kinder gelten. Dieser Aspekt kommt eigentlich gar nie vor und wird doch in
    vielen Fällen zu großem Leid !!!und gescheiterten Beziehungen führen.!!!

  3. GottesAuge Says:

    Der Moderator des Studientags, Dipl. Ing. Andreas Kirchmair, forderte ein Nachdenken aller
    Verantwortlichen, warum sich die Abtreibungssituation seit 30 Jahren nur verschlechtert hat
    und überhaupt keine Besserung eingetreten ist. „Wir müssen auch kritisch hinterfragen, ob
    das, was gesagt, geschrieben und gedacht wurde, die angemessenen Mittel waren.“ Eine
    weitere Kritik des DKO- Vorsitzenden ist das Verhalten der katholischen Kirche zum Thema:
    „Warum sprechen Katholiken nicht klarer zu diesem Thema der Abtreibung? Warum äußern
    sich Bischöfe nicht eindeutiger zu diesem Thema? Warum setzt die Kirche neben den Worten
    im geschützten Bereich nicht auch Taten im öffentlichen Bereich, so daß sichtbar wird, wofür
    Katholiken stehen
    J. L, Vorsitzende von Jugend für das Leben erinnerte an eine vergessenen Gruppe, die
    durch Abtreibung Probleme hat, nämlich die überlebenden Geschwister. „Diese Menschen
    müssen mit dem Bewußtsein leben: Es hätte auch mich treffen können. Sie spüren, dass sie
    eigentlich zufällig Überlebende sind. Ein behindertes Kind kann in Österreich bis zur Geburt
    abgetrieben werden. Wie geht es da den lebenden Behinderten? Ich möchte auch dazu ein
    Zitat einer behinderten Frau bringen: „Wenn ich höre, dass sie Kinder abtreiben, die so eine
    Behinderung haben wie ich, empfinde ich Angst, ich fühle mich verfolgt. Ich fühle, dass die
    Menschen beginnen, mich anders anzusehen, als würden sie fragen: Warum ist sie am Leben?
    Hatten sie in jenen Tagen denn keine vorgeburtlichen Tests? Ich schäme mich zu leben, und
    doch liebe ich das Leben.“
    Pfarrer Mag. Florian Parth begann als Vertretung für den kurzfristig erkrankten Weihbischof
    Dr. Andreas Laun sein Referat mit einem Bibelzitat zur Begründung der Würde des
    ungeborenen Kindes aus dem Glauben: „Der Herr hat mich schon im Mutterleib berufen, als
    ich noch im Schoß meiner Mutter war, hat er meinen Namen genannt (Jes. 49,1).“
    Empfängnis ist ein Geschenk Gottes, das wir nur annehmen können, nicht aber darüber
    bestimmen. „Tun wir genug?“ fragt der geistliche Beirat der Vinzenzgemeinschaft, ein
    Mitglied des DKO. „Man erwartet sich immer neu eine Stellungnahme seitens der Kirche.“
    Die Kirche hat eine lebensentscheidende Position wahrzunehmen.
    Ich möchte dazu sagen, dass Stellungnahmen seitens der Kirche nicht ausreichen werden.
    Wir müssen die Wirklichkeit sehen, dass viele eine Abtreibung bereits hinter sich haben.
    Probleme die man sieht, müssen angesprochen werden. Viele verdrängen eine Abtreibung,
    das heißt der Lebensschutz wird immer aktive Gegner haben.“ Mag. Parth nannte priesterliche
    Beiträge zu einer Heilung: „Abtreibung gehört gebeichtet. Abtreibungen muss man immer
    ansprechen, wie es klar ist, dass ich Tötung ansprechen muss und nicht einfach lossprechen
    kann.“ Er forderte auch die Feier der Hl. Messe und die Taufe für das ungeborene Kind. „Ich
    habe dabei nicht selten viel Trost bzw. Erleichterung in den Augen betroffener Frauen
    gesehen.

  4. Bazillus Says:

    Das Problem der Ehe und der Abtreibung muss m. E. ganzheitlich gesehen werden. Wir müssen zunächst einmal ganz trocken feststellen, dass nur noch 10 bis 20 % praktizierende Christen in Deutschland, so nehme ich an, auch in Österreich existieren. 80 % sind somit säkular eingestellt. Der Humanismus prägt somit die Szene. Der Humanismus hat sich aus der Soziallehre der Christentums entwickelt, Gott jedoch aus seiner Ideologie sozusagen „getötet“. Ein Humanist ist im Grunde ein ahteistisch oder agnostisch denkender Mensch, der letztlich sich selbst und seinesgleichen zum Maßstab aller Dinge nimmt und sie aus dieser Sicht beurteilt. Der Christ beurteilt dieselben Dinge immer mit Blick auf Gott und seine Botschaft, allerdings auch nicht immer.

    Und somit existieren zwei sich widersprechende Sichtweisen auf diese Dinge in der Bevölkerung und auch die sind fließend und nicht immer klar umgrenzt:

    Ehescheidung:
    Die christliche Sicht in der Praxis, die nicht der offiziellen Lehre der Kirche entspricht: Ehescheidung gerade noch ja, jedoch keine Wiederverheiratung in der katholischen Kirche, nur dann möglich, wenn im Einzelfall der Papst Erlaubnis erteilt, in der evangelischen Kirche Scheidung möglich, Wiederverheiratung möglich und das mehrere Male.

    Die humanistische Sicht:
    Scheidung und Wiederverheiratung überhaupt kein Problem, warum überhaupt heiraten? Liegt also alles in freier Entscheidung des Menschen.

    Abtreibung:
    Die Kirchen sind da für mich recht eindeutig, zumindest die katholische. Abtreibung nur dann, wenn das Leben der Mutter auf dem Spiel steht, ansonsten nicht und selbst dieser Grund reicht auch nicht aus. Immerhin ist die kath. Kirche aus dem Beratungsscheinsystem in Deutschland ausgestiegen, aber nur auf ausdrückliches Geheiß des Papstes. Blick auf Gottes Gebot des Nichttötensollens ist somit gewährleistet.
    Die evangelische Kirche sieht das evtl. etwas lockerer, bin da aber nicht genau informiert.

    Humanistische Sicht:
    letztlich muss das jede Frau selbst entscheiden, ob sie abtreibt oder nicht.

    Wie wollen wir diese zwei Systeme unter einen politischen Hut bringen? In den Parteien herrscht Konsens, dass die Ehe- und Abtreibungsfrage nicht mit religösen Sichtweisen belastet werden darf. Und somit ist die Ehescheidungs- und Abtreibungsfrage säkular auf humanistischer Ebene herabgestuft und somit klar.

    Bei diesen Mehrheitsverhältnissen werden wir in unserern Demokratien keine Mehrheitsfähigkeit des Abtreibungsverbots durchsetzen können. Das ist die politische Sachlage und bei der Bevölkerungsdenke ist das auch nicht mehr umkehrbar.

    Durch diese gesetzlichen Abtreibungsregeln ist allerdings eines passiert, was ich für eine fatale geistige Irreleitung des Menschen halte:

    Der Embryo wird nicht als Mensch/Kind angesehen, die Hemmungsschwelle bei bevorstehender Abtreibung sinkt. Das Unrechtsbewusstsein ist somit nicht mehr vorhanden, so dass die Meinung der Jugendlichen über eine relativ kurze Zeitspanne sich ins Gegenteil verkehren konnte. Abtreibung wird nicht mehr als Kindstötung angesehen, sondern als Anspruch darauf ohne jedes Schuldbewusstsein seitens der Mutter und deren Umgebung. Die Krankenkasse zahlt ja schließlich kein Unrecht. Was gesetzlich nicht verboten ist, ist erlaubt. Diese fatale Einstellung hat sich in den Köpfen durch so eine atheistisch-humanistische Gesetzgebung festgesetzt.

    Die Bibel bietet Beispiele a) das was der Vorkommentator richterweise gebracht hat und b) der Beginn des AVe Maria, indem Elisatbeth b ei Begrüßung sagt: Gebenedeit sei die Frucht Deines Leibes“ = Jesus, Sie blieb meines Wissens mehere (drei) Monate bei Elisabeth. Das heißt, das der Embryo Jesus erst in einem relativ frühen Existenzstadium war. Maria schaffte es offenbar noch, in ihrem Zustand den beschwerlichen Weg nach Hause zu schaffen. Das deutet darauf hin, dass bis zur Geburt auch noch Zeit blieb. Hier ist ein extrem starker Hinweis darauf gegeben, dass Gott keinen Unterschied macht, zwischen einem geborenen Menschen und einem ungeborenen. Das alttestamentarische Gebot des Nichttötensollens bezieht sich also wie selbstverständlich auf den Embryo.

    Die religiöse Sach- und Rechtslage ist somit klar.

    Die humanistische Sicht übersieht m. E. vielfach, dass eine Mutter, die abtreibt (wir sprechen hier vielfach von Mädchen), dies später oftmals, nicht immer, in extreme Gewissenskonflikte bringen kann.

    Die Mädchen und Frauen werden oftmals von ihren Eltern und Partnern alleingelassen und sogar erpresst nach dem Motto, wenn Du das nicht wegmachen lässt, kannst Du ausziehen oder verlasse ich Dich, denn die Tötung des Embryos ist ja kein Unrecht. Frauen und Mädchen, die das nicht wollen, können sich noch nicht einmal darauf berufen, dass Abtreibung Mord ist. Die Frauen und Mädchen sehe ich persönlich hier nicht als die Hauptschuldige an, eher die kaltherzige Umgebung. Selbstverständlich gibt es auch Frauen, die aus Überzeugung diesen Schritt machen.

    Der erste Kommentator hat somit unbedingt Recht, wenn er schreibt: „Die Menschen richten sich selbst mit Ihren vergehen“, wobei ich zu bedenken gebe, dass die Frauen in dieser Lage sehr labil sind und die Hauptschuld bei der kaltherzigen Umgebung in Person der Eltern und des Partners liegt.


Schreibe eine Antwort zu Bazillus Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s