kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Europa 2050 islamisch? 2. September 2010

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 03:02

Pater Samir: “Wir müssen aufwachen!  Welches Europa wollen wir”?


Rom: Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi predigte in Rom den Islam und sagte Europa eine islamische Zukunft voraus. Der italienische Journalist Luigi Geninazzi (Avvenire) führte dazu ein Interview mit dem international renommierten Islamexperten Pater Samir Khalil Samir. Der Jesuit ägyptischer Herkunft ist Dozent am Päpstlichen Orientinstitut in Rom, an der Katholischen Universität von Mailand und an der Universität von Beirut sowie Berater des Vatikans.

= Gaddafi kommt nach Rom und sagt, daß der Islam früher oder später die Religion Europas sein wird. Wenn einer nach Tripolis ginge und die libyschen Bürger einladen würde, sich taufen zu lassen, was würde geschehen?
Pater Samir: Es gäbe einen fürchterlichen Aufstand und der arme Prediger würde sofort verhaftet und wegen des Verbrechens des Proselytismus verurteilt. Libyen, wie jedes andere islamische Land, darf man nicht einmal betreten, wenn auch nur der Verdacht besteht, man wolle missionieren. Aber das, was den Christen verboten ist, ist die Pflicht der Moslems. Nicht nur für jeden einzelnen Gläubigen, sondern auch für die Staaten.

= Manche halten den Auftritt Gaddafis für einen lächerlichen Blödsinn, andere für eine Provokation. Wie sehen Sie den Vorfall?
Pater Samir: Erinnern wir zunächst daran, daß Gaddafi es gewohnt ist, solche Reden zu halten. Das letzte Mal tat er dies vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 23. September des vergangenen Jahres (2009). Die islamischen Völker bewundern ihn, weil er auf der ganzen Welt den Islam predigt. Bei seinen römischen Treffen behauptete er, daß der Islam die letzte Offenbarungsreligion ist und daher das Judentum und das Christentum ersetzt habe. Kein Moslem kann ihm widersprechen.

= Er fügte aber auch hinzu, daß Europa dazu bestimmt ist, islamisch zu werden. Ist das ernst zu nehmen?
Pater Samir: Sagen wir so, es handelt sich keineswegs um eine aus der Luft gegriffene Vorhersage. Ich wäre vorsichtig, dies einfach als einen hingeworfenen Satz abzutun. Die Europäer haben eine sehr niedrige Geburtenrate, mit einem Schnitt von 1,38 Geburten. Das entspricht der Hälfte der Geburtenrate der Einwanderer aus Nicht-Eu-Staaten, und das sind zu einem großen Teil Moslems.

Die Demographen sagen voraus, daß bis 2050 ein Viertel der Bevölkerung Europas Moslems sein werden. Wenn der Trend sich nicht ändert, wird Europa in absehbarer Zeit mehrheitlich von Moslems bewohnt sein. Sollte die Türkei Mitglied der EU werden, würde dies bedeuten, daß ein erheblicher Teil der islamischen Welt, zumindest soziologisch betrachtet, Teil Europas wäre. Und dann ist da noch der kulturelle Faktor: In Europa nimmt das praktizierte Christentum ab, während religiöse Gleichgültigkeit um sich greift. Das Christentum wird häufig belächelt oder behindert, während der Islam in Europa immer lautstarker und intoleranter auftritt.

= Während wir einen schönen Beweis unserer Toleranz geliefert haben, indem wir Gaddafi in Rom seine Reden halten ließen!
Pater Samir: So ist es und ich sage das ohne jede Ironie. Auch wenn ich mir erlaube hinzuzufügen, daß Rom nicht der Hyde Park ist, sondern das Zentrum der katholischen Christenheit. Deshalb bin ich der Meinung, daß wir uns den von Gaddafi ausgesprochenen Provokationen stellen werden müssen. Wir müssen aufwachen! Die Frage muss lauten: Welches Europa wollen wir? Hat Europa nur wirtschaftlich betrachtet Wert und Einfluss?

= Vielleicht kann Gaddafi gerade deshalb in Rom über den Islam sagen, was er will: Libyen ist ein wichtiger Wirtschaftspartner, da ist es besser sich nicht querzulegen.
Pater Samir: Ich verstehe solche Überlegungen. Wir müssen aber kohärent handeln. Wenn er zu uns kommt, dann spricht er nicht nur von Geschäften, sondern tritt auch mit der Haltung eines islamischen Predigers auf. Jemand sollte ihm zu verstehen geben, daß Geschäfte nicht alles für uns sind. (Avvenire/GN, Bild: Asianews)

Gaddafis Islam-Predigt in Rom: “Europa wird islamisch” – Eine Lehre für den Westen

Rom: 2007 durfte Papst Benedikt XVI. 2007 nicht an der römischen Universität La Sapienza sprechen, obwohl eingeladen, weil einige Studenten und Dozenten im Namen des Laizismus gegen seine Anwesenheit protestierten. In diesen Tagen erhob sich nicht der geringste Protest derselben Studenten und Dozenten gegen die Verletzung der damals propagierten Laizität, als der libysche Staatschef und Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi dem nichtmuslimischen Westen Nachhilfeunterricht in Sachen Islam und Koran erteilte. Dies geschah nicht etwa bei einem Privatbesuch, sondern im Rahmen eines offiziellen Staatsbesuchs in Italien, und nicht irgendwo, sondern in Rom, dem Zentrum der katholischen Christenheit mit den Gräbern der Apostelfürsten.

Die Tageszeitung Avvenire der italienischen Bischofskonferenz nahm mit eindeutigen Worten Stellung gegen Gaddafis “Show”. Der Chefredakteur der Tageszeitung schrieb in seinem Leitartikel: “Man möchte sich fragen, welchem Staatsvertreter eines christlichen Staates erlaubt würde, in einem mehrheitlich muslimischen Land zu predigen und zu taufen. Die Frage ist natürlich unsinnig. Vor allem, weil es keinen christlichen Politiker gibt, dem in den Sinn käme, so etwas zu tun. Solches ist nicht einmal christlichen Missionaren und Priestern erlaubt, während es einfachen Christen – mit Ausnahmen – sogar verboten ist, sich überhaupt als Christen erkennen zu geben oder zu bekennen. Im toleranten Italien mit seiner tiefverwurzelten christlichen Tradition und der Fähigkeit zu einer positiven Laizität war es Gaddafi hingegen möglich, der “Pflicht” eines jeden Moslems zur “Bekehrung der anderen” nachzukommen. Der Auftritt Gaddafis erbrachte jedenfalls den Beweis, wie sehr selbst in einem als moderat eingestuften Islam die politische und religiöse Ebene miteinander verwoben sind. Das allerdings ist wirklich eine Lehre für den Westen”. {Giuseppe Nardi}

 

4 Responses to “Europa 2050 islamisch?”

  1. Bazillus Says:

    Gaddafi sagt nichts anderes als die Wahrheit. Er ist kein Verrückter.

    Er handelt ganz nach seinem prophetischen Vorbild. Entweder Milliarden aus Europa oder Einwanderungsschwemme nach Europa. Einfach und klar: eine islamisch gerechtfertigte lupenreine Erpressung.

    Nichts desto trotz: Es wird an der Zeit, dass sich Europa – auch aller Atheistenpropaganda zum Trotz – endlich wieder auf seine christlichen Wurzeln besinnt und aufhört, der Spaß- und Fungesellschaft als dem herrschenden Zeitgeitst nachzulaufen. Erst die Schwäche Europas ist die Stärke eine politisch-religiösen-Irrlehre, der alle Mittel recht sind, ihren Machtbereich zu erweitern. Will Europa das? Mit unseren charakterlosen Politikern ist das islamische Ziel durchaus in greifbare Nähe gerückt.

  2. GottesAuge Says:

    Gaddafi:was legten seine Ahnen ab?

    die Frage nach den vorislamischen Religionen müßte man aufteilen in die Mesopotamiens (Sumer, Akkad, Babylon, Assur, Urartu und andere), Altsyriens (Syrien, Ugarit) und Altarabiens (Saba, Qataban, Ma’in, Hadramaut, und dann Zentral und Nordarabien …). Diese Gebiete sind aber so reichhaltig an Religionen, daß es fast unmöglich ist, das hier kurz zusammenzufassen.

    Von speziellem Interesse für deine Frage dürfte daher vor allem das Gebiet Altarabiens sein. Hier gab es reichhaltige Kulte, in denen vor allem der Sternengott ‚Attar verehrt wurde, aber auch sehr zahlreiche andere Götter und Göttinnen. Es gab Kultorte, in denen Steinstelen und Steingruppen eine besondere Rolle spielten, es gab weniger Tempel als Gebäude als vielmehr Tempel in Form sakraler, tabuisierter Bezirke (was ja eh die Vorform der Tempel ist),und es gab Gräber und Totenkulte (aus ihrer Form kann man darauf schließen, daß ein Leben nach dem Tod gedacht wurde).

    In Zentral und Nordarabien gab es einen Hauptgott namens ‚Allah, der als Schöpfergott und als Regengott verehrt wurde. Aber auch andere Götter waren mit von der Partie: z.B. die drei Göttinnen Manat, ‚Allat und al-‚Uzza, die in ganz Arabien Kulte hatten und teilweise als „die Töchter ‚Allahs“ bezeichnet wurden.

    Mohammed brauchte so bei seiner Verkündung einer monotheistischen Lehre keinen neuen Gott einzuführen, es machte einfach den eh schon veehrten ‚Allah zum Hauptgott – wobei die dort verehrten Göttinnen auf der Strecke blieben.

    Der schwarze Stein (vermutlich ein Meteor) in der Ka’ba in Mekka ist ein uralter Kultort gewesen, den Mohammed lediglich „umdefinierte“. Übrigens ist auch der Ritus des „Umlaufs“ um einen sakralen Stein oder eine Steinstele aus den früheren arabischen Kulten übernommen worden

  3. Bazillus Says:

    Gottes Auge: Danke für die Infos.
    Der Prophet brauchte also noch nicht einmal Phantasie aufzubringen, um einen neue Religion zu gründen. Alles war bereits vorhanden. Es wurde nur umstrukturiert. Selbst der Gang um die Kaaba ist geblieben. Eine gewisse Schläue ist ihm da wohl zu bescheinigen.

    Dass bei dem Frauenbild im Islam die drei Töchter diese Gottes auf der Strecke bleiben mussten, ist wohl nur zu verständlich.

  4. ReiterRoman Says:

    Gut definiert Bazillus

    In Zentral und Nordarabien gab es einen Hauptgott namens ‘Allah, der als Schöpfergott und als Regengott verehrt wurde
    Etwas zynistisch gemeint ,haben die deswegen so wenig Regen,weil sie ihren Gott verloren haben?
    Mohammed brauchte so bei seiner Verkündung einer monotheistischen Lehre keinen neuen Gott einzuführen, es machte einfach den eh schon veehrten ‘Allah zum Hauptgott – wobei die dort verehrten Göttinnen auf der Strecke blieben.

    Also so gesehen konnte Mohammed keinen Regen machen und wandelte den Glauben um zum Islam.
    Ahnenforschung täte gut.


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