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Pakistans Regierung will das Geld für sich 31. August 2010

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 01:50

Spenden an unabhängige Hilfswerke „versickern zu 80%“


Der pakistanische Ministerpräsident Gilani wünscht, dass Hilfsgelder direkt an seine Regierung fliessen und nicht an private Hilfswerke. Aus muslimischen Ländern sollen inzwischen Spendenzusagen über eine Milliarde Dollar vorliegen.


(ddp)/awy: Ministerpräsident Yousuf Raza Gilani warnte am Sonntag davor, Spenden an Nichtregierungsorganisationen zu überweisen. Er erklärte an einer Pressekonferenz in seiner Heimatstadt Multan, 80 Prozent dieser Hilfe komme nicht bei den Bedürftigen an. Deshalb sollten Spendengelder direkt an seine Regierung gehen. Zuvor hatte Gilani die pakistanischen Medien heftig gerügt, weil sie die Glaubwürdigkeit der Regierung in Frage gestellt hatten. „Ihr macht einen Wirbel, erklärte er in einem Fernsehinterview. Ihr helft dem Land nicht. Ihr verhindert, dass Pakistan Hilfe kriegt“, meldete die Agentur ANI. Die Medien sollten aufhören, die Regierung zu kritisieren. Das Vertrauen der Geldgeber in die pakistanische Regierung sei durchaus vorhanden, erklärte er, denn andernfalls würden die maßgeblichen internationalen Organisationen kein Geld spenden.

Eine Milliarde Dollar – keine näheren Angaben: Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) meldet, dass muslimische Länder, Organisationen und Einzelpersonen inzwischen fast eine Milliarde Dollar für die Flutopfer in Pakistan zugesagt haben. Das Geld komme von Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und Spendenaktionen in Saudi-Arabien, der Türkei, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar, sagte der OIC-Vorsitzende Ekmeleddin Ihsanoglu am Sonntag, an einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem pakistanischen Aussenminister Shah Mahmood Qureshi. Die Muslime gehörten zu den größten Spendern, sowohl was Bargeld als auch Hilfsgüter betreffe. Ihsanoglu äußerte sich nicht dazu, wer wie viel Geld zusagte oder dazu, ob das Geld an die Regierung oder an Hilfsorganisationen geht. Die Zahl von einer Milliarde Dollar steht in deutlichem Kontrast mit Angaben des Uno-Büros für die Koordination der humanitären Hilfe (Ocha), das einen viel geringeren Spendenfluss aus muslimischen Ländern verzeichnet. Demnach erreichen die schon geflossenen oder fest zugesagten Spenden für Pakistan gesamthaft 640 Millionen Dollar; der größte Teil davon kommt aus westlichen Ländern. Seit Beginn der Hochwasserkatastrophe durch heftigen Monsunregen im Norden sind weite Landstriche Pakistans überflutet. Nach vorläufigen Schätzungen sind mehr als eine Million Häuser zerstört und mehr als acht Millionen Menschen auf Soforthilfe angewiesen.

{NZZ online: Das Bett als Rettungsinsel: Eine pakistanische Familie auf der Flucht vor dem Wasser. Distrikt Muzaffargarh, Provinz Punjab. (Bild: Reuters)}

 

One Response to “Pakistans Regierung will das Geld für sich”

  1. Bazillus Says:

    Solche Mitteilungen sind dazu angetan, die Spendenbereitschaft gegen Null tendieren zu lassen.


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