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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gaddafi kauft und Berlusconi verkauft 31. August 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 03:00

Die libysche Akademie in Italien

Italien: Aufregung um Missionsversuch Gaddafis
Libyens Staatschef will Italienerinnen zum Islam bekehren

Rom: Aufregung herrscht in Italien um Libyens Staatschef Muammar Gaddafi, der vor 500 jungen Italienerinnen für einen Übertritt zum Islam geworben hat. Früher oder später werde der Islam die Religion ganz Europas, sagte der Revolutionsführer laut italienischen Medien während des Treffens am Sonntagnachmittag in der libyschen Akademie in Rom. Die Teilnehmerinnen waren über eine Hostessen-Agentur bestellt worden. Neben einer Aufwandsentschädigung von 70 Euro erhielten sie von Gaddafi eine Koranausgabe. Drei Frauen entschlossen sich den Berichten zufolge tatsächlich, Musliminnen zu werden.

Die „Union islamischer Gemeinschaften in Italien“ (UCII) relativierte den Missionsversuch Gaddafis. Italiens Muslime strebten keine Islamisierung an, sondern ein friedliches Zusammenleben, sagte der Präsident der Union, Izzedin Elzir, laut dem Sender Radio 24.

Politiker der oppositionellen Demokratischen Partei (PD), der liberalen Partei „Italien der Werte“ und der Christdemokraten (UDC) kritisierten die Aussagen des libyschen Staatschefs. Mario Borghezio, Europaabgeordneter der rechten „Lega Nord“, sprach von „hochgefährlichen Worten“ Gaddafis. Gaddafi hält sich auf Einladung von Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi in Rom auf, um den zweiten Jahrestag eines libysch-italienischen Freundschaftsvertrages zu feiern. Zu dem Anlass ließ Gaddafi 30 Berber-Hengste einfliegen, die am Montagabend bei einem Festakt auftreten sollen. Nach Einbruch der Dunkelheit, wenn das Fastengebot des Ramadan ausgesetzt ist, gibt Berlusconi ein Bankett für Gaddafi und 800 Gäste. Unklar ist laut Medienberichten, ob Gaddafi im Lauf seines Besuchs nochmals Hostessen zu einem Islam-Vortrag einladen wird. Eine ähnliche Aktion hatte er bereits im November unternommen, als der Welternährungsgipfel in Rom tagte. {http://www.kathpress.co.at}

Von Frauen ohne Kopftuch bewacht

Leibwächter, 30 Pferde und über 200 Schönheiten für Gaddafi

Muammar Gaddafi ist in Italien eingetroffen. Der libysche Staatschef hat 30 Pferde aus seiner Heimat mitgenommen. Anlass des Besuchs ist das zweijährige Jubiläum des Freundschaftsvertrags mit Italien – aber es warteten auch wieder über 200 italienische Models auf Gaddafi.

Gaddafis hat nicht nur seine Leibwächter, sondern auch 30 Pferde mit nach Italien genommen. Die Pferde sollen am Montag gemeinsam mit einer Reiterstaffel der Carabinieri eine Parade abhalten. Die jungen Italienerinnen waren der Nachrichtenagentur ANSA zufolge bereits vor der Ankunft Gaddafis mit dem Bus zu einem libyschen Anwesen nahe der Botschafterresidenz gebracht worden sind, in der der libysche Staatschef logiert.

Die italienischen Models warteten vor Gaddafis Residenz geduldig auf dessen Ankunft. Eine Model-Agentur hatte zwischen 200 und 500 Frauen rekrutiert, die eine nicht genannte Summe für die Teilnahme erhielten. „Es war ein wirkliches schönes Treffen“, sagte eine Teilnehmerin der Nachrichtenagentur APTN nach dem Anlass. „Er war sehr locker und gab uns einen Koran“. Andere Frauen erklärten, Gaddafi habe in seiner Rede „das Christentum als unbedeutend“ bezeichnet. Die Models erhielten vom libyschen Staatschef einen Koran geschenkt. Das Treffen sei vom sozialen und kulturellen Standpunkt aus sehr interessant gewesen, erklärte ein weiteres Model.

Bereits der zweite „Model-Anlass“: Bei seinem Besuch im November hatte Gaddafi 200 Models eingeladen. Die jungen Italienerinnen erwartete damals aber nicht das erhoffte Gala-Dinner, sondern eine 45-minütige Lektion Gaddafis über den Islam. In seinem Vortrag über Frauenrechte und Religion ermutigte er die Damen zum Übertritt zum Islam. Die Frauen waren für eine Gage von 50 Euro über eine Model-Agentur gebucht gewesen. Ob den 200 jungen Frauen am Sonntag ein ähnliches Programm bevorstand, war zunächst unklar.

Vierter Italien-Besuch innert 14 Monaten: Mit seinem Besuch wollte Gaddafi den zweiten Jahrestag des mit Italien unterzeichneten Freundschaftsvertrags feiern. In dem Vertrag spricht die frühere Kolonialmacht dem südlichen Nachbarn eine Entschädigung von fünf Milliarden Dollar für die 30 Jahre währende Besatzungszeit zu. Die frühere Kolonialmacht Italien trat Libyen formal 1947 ab. Danach verwaltete die UNO das Land. 1952 wurde Libyen in die Unabhängigkeit entlassen. Es ist bereits Gaddafis vierte Reise zu der früheren Kolonialmacht binnen kurzer Zeit. Im Juni 2009 hatte Gaddafi Italien erstmals besucht und dabei den Beginn einer neuen Ära zwischen beiden Ländern ausgerufen. Die libysch-italienischen Beziehungen haben sich in jüngster Zeit stetig verbessert. Besonders eng sind die Verflechtungen in der Wirtschaft, und hier vor allem im Energiesektor. {http://www.tagesschau.sf.tv}

Gaddafi lädt 100 Italienerinnen zur Islamkunde

Koran-Werbung statt Party: In Erwartung eines Gala-Dinners sind Dutzende junge Italienerinnen einer Einladung des libyschen Staatschefs Gaddafi in Rom gefolgt. Berichten zufolge war der Gastgeber jedoch nicht in Feierlaune – und empfing die Damen mit einer Lektion über den Islam.

Rom: Der libysche Machthaber Muammar Al-Gaddafi ist am Rande des dreitägigen Welternährungsgipfels in Rom mit 100 jungen Italienerinnen zusammengetroffen, um ihnen den Islam nahezubringen. Das berichteten am Montag mehrere italienische Zeitungen. Gaddafi soll demnach den eigens von einer Vermittlungsagentur für Hostessen ausgewählten Frauen empfohlen haben, zum Islam überzutreten. Außerdem überreichte er jeder von ihnen ein Exemplar des Korans. In der Residenz des libyschen Botschafters in Rom legte Gaddafi den überraschten Damen am Sonntagabend in einer einstündigen Rede dar, dass sich der Islam keineswegs gegen Frauen richte, wie der „Corriere della Sera“ unter Berufung auf Teilnehmerinnen berichtete. Jesus sei zudem nicht gekreuzigt worden, sondern lediglich „jemand, der ihm ähnlich sah“, zitierte eine Journalistin der Nachrichtenagentur Ansa, die sich als Hostess verkleidet bei der Veranstaltung eingeschlichen hatte, den libyschen Machthaber.

Essen oder Trinken gab es den Berichten zufolge nicht. Auch wussten die Frauen vorher nicht, wen sie treffen würden, und gingen davon aus, dass sie an einer Party teilnehmen würden. Die Agentur rekrutierte etwa 400 weitere junge Frauen für ähnliche abendliche Treffen mit Gaddafi am Montag und Dienstag. Kriterien dabei waren „angenehme Erscheinung, mindestens 1,70 Meter groß, gut angezogen“. Miniröcke oder Dekolletés für die zwischen 18 und 35 Jahre alten Kandidatinnen waren strikt untersagt. Dafür sollten die Italienerinnen eine Aufwandsentschädigung von 50 bis 60 Euro erhalten. Das Gipfeltreffen der Uno-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) geht am Mittwoch zu Ende.

Gaddafi liebt den Pomp: Im Sommer ließ er mit einer gigantischen Party den 40. Jahrestag seiner Machtübernahme feiern. Das „größte Event Afrikas“ nannten die Veranstalter die Feier. In den Wochen vor der Mega-Party leuchtete auf allen Plakatwänden der libyschen Hauptstadt Gaddafis Konterfei, das die Marketingexperten mit anderen Revolutionären der Weltgeschichte unterlegt haben. Kurz nach der Riesenfeier sorgte Gaddafi mit seinem ersten Auftritt vor der Uno-Vollversammlung in New York für Empörung. Er bezeichnete den Uno-Sicherheitsrat als „Terror-Rat“ und zerriss die Uno-Charta. {http://www.spiegel.de}

Rom-Besuch: Gaddafi gibt Hunderten Models Koran-Lehrstunde

Er ist exzentrisch, machtbewusst und unberechenbar. Muammar Al-Gaddafi hat bei seinem Rom-Besuch mal wieder für Staunen und Aufregung gesorgt. Seinen ersten Auftritt gönnte der libysche Staatschef Hunderten jungen Damen, denen er eine Lektion über den Islam erteilte -in drei Fällen offenbar mit Erfolg. {http://news-de.karameloo.com}

Diktator Gaddafi schlägt sein Zelt in Rom auf

Es ist ein historischer Besuch: Zum ersten Mal überhaupt hat Libyens Staatschef Gaddafi italienischen Boden betreten. Die Reise markiert die Aussöhnung mit der ehemaligen Kolonialmacht. Doch der Besuch des Diktators ist umstritten. Politiker und Organisationen protestieren gegen ihn.

Ministerpräsident Silvio Berlusconi empfing Gaddafi, der derzeit auch Präsident der Afrikanischen Union ist, auf dem römischen Flughafen Ciampino. Der dreitägige Besuch in Italien ist der Höhepunkt der Wiederannäherung zwischen der früheren Kolonialmacht Italien und Libyen. Gaddafi wird in den nächsten Tagen unter anderem vor dem italienischen Parlament sprechen. „Italien hat endgültig mit dem Kolonialismus und dem Faschismus gebrochen“, sagte Gaddafi nach seinem ersten Treffen mit dem italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano, „und deshalb bin ich hierher gekommen.“ Die Italiener hätten mit „extremen Mut die Fragen der Vergangenheit“ gelöst. Im August 2008 hatte sich Berlusconi im Namen aller Italiener beim libyschen Volk für die Vergangenheit entschuldigt. Von 1911 bis 1943 hatte Italien Tripolis und eine Provinz Libyens besetzt, Schätzungen zufolge wurden in dieser Zeit rund Zeit 100.000 Libyer getötet. In Erinnerung an das dunkle Kapitel trug Gaddafi bei der Ankunft in Rom an seiner schwarzen Generalsuniform nicht nur militärische Abzeichen an der Brust, sondern auch ein rot umrandetes Foto. „Es zeigt Omar Al-Mukhtar, den Löwen der Wüste“, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa umgehend. Der „Löwe der Wüste“ leitete eine antiitalienische Revolte in den Jahre 1923 bis 1931 und gilt in Libyen seitdem als Nationalheld. Bei der Begrüßung seines Gastes demonstrierte Berlusconi Nähe. Mehrere Sekunden lang hielt er Gaddafi in den Armen, hierauf gab er ihm einen Kuss auf die linke Wange.

Nun sollen die Beziehungen noch harmonischer werden, es gibt ausreichend gemeinsame Interessen: Für die 3,4 Milliarden Euro, die Italien noch als Entschädigung für die Vergangenheit zu zahlen hat, soll das Land im Ausgleich bei der Vergabe eines wichtigen Bauprojekts bevorzugt werden, dem Bau einer Küstenautobahn, welche Libyen mit den Nachbarn Ägypten und Tunesien verbinden soll. Außerdem setzt Berlusconi auf libysche Hilfe, um afrikanische Bootsflüchtlinge bei der Überfahrt nach Italien zu hindern. Im Mai hatte Italien in Absprache mit Libyen und begleitet vom Protest von Menschenrechtsorganisationen hunderte Einwanderer an die afrikanische Küste zurückgeschickt. Auch in der Privatwirtschaft ist libysches Geld gern gesehen Libyen ist bereits zweitgrößter Aktionär der italienischen Großbank Unicredit und hält Anteile am Öl- und Gas-Konzern Eni. Zur Übernachtung wurde Gaddafi die Parkanlage der römischen „Villa Doria Pamphili“ überlassen, hier wird er sich in seinem Beduinenzelt aufhalten und nachts in einem Gebäude der Renaissanceanlage schlafen.

Gegen die öffentlichen Auftritte Gaddafis wird in den nächsten Tagen mit Protesten zu rechnen sein: Die größte Oppositionspartei will der geplanten Rede Gaddafis im italienischen Senat fernbleiben, einige Abgeordnete kündigten sogar einen Hungerstreik an: „Vor dem Herz der italienischen Demokratie kann kein Diktator sprechen“, sagte ein Abgeordneter der christdemokratischen Partei UDC. Am Freitagmorgen wird der libysche Staatschef mit 700 italienischen Frauen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammentreffen und mit ihnen die Rolle der Frau im Islam und in der lybischen Gesellschaft erörtern. Am Donnerstagabend spricht Gaddafi vor der römischen Universität „La Sapienza“. Zwar kündigten Studentengruppen Protest an, die Universitätsleitung sprach aber von nur „vier Leutchen“. Papst Benedikt XVI. war vergangenes Jahr auf mehr Widerstand gestoßen: Im Januar 2008 hatten dutzende Professoren und Studenten mit Unterschriftenaktionen und Blockaden gegen eine geplante Rede des Papstes protestiert – daraufhin sagte Benedikt XVI. seinen Auftritt ab.

{Diese Umarmung soll die Kolonialzeit vergessen machen: Der libysche Staatschef Muammar Al-Gaddafi besuchte 2009 Italien. Am Flughafen von Rom wird er vom italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi mediterran begrüßt. Zwischen 1911 und 1942 war Libyen italienische Kolonie. Jetzt stehen Gaddafi und Berlusconi Seite an Seite und hören zur Begrüßung die Nationalhymnen. Gaddafi salutiert militärisch, Berlusconi nimmt eine staatstragende Attitüde ein. Die historische Feindschaft der beiden Länder scheint überwunden. Zumindest in Berlusconis Lächeln. Gaddafi hingegen hat an der rechten Tasche seiner Uniformjacke ganz bewusst ein altes Bild angebracht. Das Foto von 1931 zeigt die Verhaftung des Guerilla-Führers Omar al Mukhtar durch italienische Kräfte. Das Protokoll – die Höflichkeitsform der Politiker: Berlusconi zeigt Gaddafi, wo es lang geht, während die weiblichen Leibwächter Gaddafis alles im Blick haben. Frauen und Politik – das kann für Berlusconi nur ein Scherz sein. Oder eine Staatsaffäre. Erst die Siegerpose, dann ab zum nächsten Termin. Gaddafi und Italiens Präsident Giorgio Napolitano bei der Pressekonferenz. Das nordafrikanische Land setzt auf wirtschaftliche Hilfe aus Italien. Welches ist Gaddafis wahre Gesicht? Politiker und Menschenrechtsorganisationen haben gegen das Treffen mit dem libyschen Machthaber protestiert. Ein Senator: „Es ist eine Schande, einen Diktator reden zu lassen, der die Menschenrechte nicht respektiert“. An Tag zwei seiner Reise redete er vor Studenten auch über das Thema Bootsflüchtlinge. Und rief: „Wenn ihr alle tausenden Immigranten hereinlasst, dann werdet ihr schon bald einen Diktator brauchen“. Nicht alle Studierenden waren begeistert von seinem Auftritt. Im Senat in Rom wiederum erklärte er: „Dass der Irak heute der Terrororganisation al-Qaida offen steht, ist allein Schuld der USA“. Die Villa Doria Pamphili wurde für den Gast reserviert doch Gaddafi wohnt – wie immer bei Auslandsreisen – im Zelt. Die Polizei sichert den „Palast to go“ ab}. {Italiens Premier Silvio Berlusconi macht nicht nur regelmäßig durch seine angeblichen Affären mit jungen, attraktiven Damen von sich reden. Er hat auch immer einen flotten Spruch auf Lager. Apropos Lager … Über die Bedingungen der Flüchtlinge auf der Insel Lampedusa sagte der Ministerpräsident: „Alle, die auf der Insel ankommen, dürfen sich frei bewegen, es ist kein Konzentrationslager“. Außerdem stehe es den Flüchtlingen frei, ein Bier trinken zu gehen. Ein paar Wochen später legte er zum Thema Einwanderung provokant nach: Er verglich die Immigrantenzentren seines Landes mit den nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Nazi-Vergleiche haben Tradition bei Berlusconi: Den deutschen Europaabgeordneten Martin Schulz bezeichnete er 2003 nach dessen Kritik an ihm als Idealbesetzung für einen Kapo – das ist ein KZ-Wächter – in einem Film. Auch für die in Zelten untergebrachten Erdbebenopfer von Aquila hatte er seltsame Ratschläge: Die Obdachlosen sollten das Lager wie ein Campingwochenende sehen. Denn in den Lagern fehle es „an nichts“. Zum Thema Zunahme der Gewalt gegen Frauen und deren Schutz hat Berlusconi folgende Erklärung: „Wir müssten so viele Soldaten haben, wie es in Italien schöne Frauen gibt.“ Und das werde niemals zu schaffen sein. Damit löste er eine Protestwelle aus. Berlusconi kritisierte auch schon Spaniens Regierungschef Zapatero dafür, dass er neun Frauen ins Kabinett holte. Dies sei ihm „zu rosa“, urteilte Berlusconi. Die Ministerinnen schäumten vor Wut.  Bei einem Staatsbesuch von Russlands Präsidenten Dmitri Medwedjew nannte Berlusconi Barack Obama „ansehnlich und sogar gebräunt“. Als Angela Merkel mal zu Gast in Triest war, versteckte er sich hinter einer Säule. Bei einem Besuch in den USA zerlegte er aus Versehen ein Rednerpult. Hier hält er die Reste davon in der Hand. George Bush findet das immerhin lustig. „Her mit dem Besen“! Bei seinem Besuch im von Müll-Problemen geplagten Neapel feiert er sich als großer Aufräumer. In den Straßen von Neapel liegt inzwischen kein Müll mehr, die Entsorgungsprobleme der Stadt dürften aber frühestens in drei Jahren behoben sein. Bis dahin kommt der Müll aus Süditalien nach Köln. Auch eine Idee von Berlusconi: Statt Polizisten patrouillieren Inlandssoldaten in den Städten. Das Bild hinter Berlusconi ist eine Reproduktion des Tiepolo-Gemäldes „Die Zeit bringt die Wahrheit ans Licht“. Nicht ans Licht darf die linke Brust der Wahrheit. Die ist im Original nackt, wurde in der Reproduktion für den Presseraum von Berlusconis Amtssitz in Rom aber züchtig übermalt. Kunstfreunde waren entsetzt}.{http://www.welt.de – Von Martin Zöller}

 

One Response to “Gaddafi kauft und Berlusconi verkauft”

  1. ReiterRoman Says:

    Merkmale
    Der Faschismus duldet keine andere Weltanschauung neben sich. Getreu dem Führerprinzip haben sich alle seinen Regeln, die vom Führer sozusagen verkörpert werden, in ihrem Denken und Handeln zu unterwerfen. Das Führerprinzip ist mit allen Mitteln durchzusetzen. Gewalt gilt dabei als absolut legitim. Als ebenso legitim gilt die gewaltsame Machtergreifung, denn der „natürliche“ Anspruch auf die Macht besteht aus der Sicht des Faschisten ohnehin. Diese Macht ist demnach dauerhaft zu sichern. Meinungsfreiheit, demokratische Strukturen, eine funktionierende Opposition oder gar freie Wahlen sind daher in solchen Systemen nicht denkbar.
    Um dem Gedanken der Gleichheit im Volke gerecht zu werden, duldet der Faschismus keine Interessenvertretungen einzelner Gruppen wie beispielsweise Gewerkschaften oder Frauenbewegungen. Die offizielle Partei gilt als einzige Interessenvertretung aller.
    Die eigene Nation bzw. das eigene Volk steht an erster Stelle. Jede Entwicklung, auch im Ausland, wird ausschließlich danach bewertet, ob sie den Bedürfnissen der eigenen Nation dient. Tut sie das nicht, kann dies ein ausreichender Grund für einen Angriff sein.
    Unterfüttert wird diese Denkweise mit einem Rassismus, der das eigene Volk als höherwertig und überlegen gegenüber anderen Völkern betrachtet. Deshalb soll eine Stärkung und Vergrößerung dieses Volkes zu einer Verbesserung der Welt führen. Der Rassismus, oftmals verbunden mit Antisemitismus, entfaltete sich bisher nur im nationalsozialistischen Deutschland in vollem Umfang, allerdings ist jedes faschistische Regime dafür anfällig.
    Zur Reinerhaltung des Volkes erfolgt eine Auslese, in deren Rahmen als minderwertig geltende Gruppen herabgesetzt oder „aussortiert“ werden. Dies kann sich auf Behinderte oder Homosexuelle beziehen, aber

    Herkunft
    Der Faschismus stammt aus Italien und wurde durch die von Benito Mussolini angeführte Massenbewegung der sogenannten Schwarzhemden etabliert. Der Name leitete sich her aus dem lateinischen Wort fasces (Bündel) und sollte an die Rutenbündel erinnern, die im alten Rom die Gerichtsbarkeit symbolisierten. Nach der Französischen Revolution 1789 wurde das Symbol wieder aufgegriffen, dieses Mal als Garant dafür, dass die Macht nun beim Volk lag. Und weil das italienische Wort fasci auch für Bünde bzw. Verbindungen steht, konnte Mussolinis neue Bewegung sich schon ihrem Namen nach auf drei Grundwerte berufen: Recht und Ordnung, Macht des Volkes sowie Zusammenhalt der Massen. Dies ging mit einer starken Mystifizierung und Idealisierung einher.
    Diese Ideologie fand bald Anhänger in allen Teilen der Welt. Sie wurde zwar immer wieder an nationale Bedürfnisse angepasst, blieb jedoch in ihren wesentlichen Merkmalen unverändert


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