kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Einpeitscher in der Mensa 29. August 2010

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 00:17

Auf Yasin's Brust: Organisation der Moslembrüder

Die weltweit operierende Islamisten-Organisation Hamas unterhält wichtige Stützpunkte in Berlin und in Aachen

 
Der Saal kocht. Immer neue Einpeitscher versetzen die rund 600 Muslime, ein Viertel von ihnen Frauen mit Kopftüchern und weiten Gewändern, in Ekstase. „Juden, wir werden euch vertreiben aus unserem Land“! brüllt ein Aktivist voller Hass: „Wir sind auf dem Weg, mit unseren Gewehren und unseren Selbstmordkommandos“!

 

Keine der üblichen Szenen aus einer Moschee im Gazastreifen. Die hitzige Großveranstaltung der palästinensischen Terrororganisation Hamas fand eine Woche vor Weihnachten in der Alten Mensa der Technischen Universität (TU) Berlin in der Charlottenburger Hardenbergstraße statt. Berlins islamische Fundamentalisten treffen sich dort regelmäßig, geduldet von Senat und TU-Präsidium. Hamas beherrscht die palästinensischen Studenten an der TU. Die „Islamische Widerstandsbewegung“ ist in der Hauptstadt massiv vertreten. Und sie hat sich gut unter Kontrolle: Die rund 70 Mitglieder, so ein Extremismusreport von Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst (BND), sind bisher nicht straffällig geworden.

Ihre Tarnung ist der „Islamische Bund Palästina“ (IBP). Merkwürdig: Obwohl die staatlichen Späher nur etwa 250 Sympathisanten in Deutschland zählen konnten, sind die Veranstaltungen von Hamas jedes Mal überfüllt. In der Alten Mensa heißt der Hauptagitator Assam Tamimi. Er kommt aus England und gehört der frommen Muslimbruderschaft an. Die Waffen der palästinensischen Islamisten, so versichert er, würden bald wieder sprechen, und dann werde der Verräter Arafat seinen Einfluss verlieren. Auch den „Verräter Hussein“, den König von Jordanien, werde man „in Stücke reißen“. Im Vorraum der Alten Mensa bieten Händler Winterbekleidung für palästinensische Kinder, Revolutionsliteratur und Videokassetten an. Die Besucher spenden großzügig. Mit den Geldern werden Kindergärten und Krankenhäuser finanziert, aber auch der Heilige Krieg gegen die Juden. Sein Markenzeichen: Bombenterror in Israel.

Die heimtückischen Strategen der Hamas befehligen ein weltweites, fein gewobenes Netz. Es reicht vom Sonnenstaat Kalifornien bis zum Golfemirat Dubai. Vertreter der derzeit mächtigsten Terrororganisation sind in praktisch allen islamischen Staaten präsent, häufig mit, oft auch ohne Genehmigung der Regierungen. „Hamas ist viel besser organisiert, als es die konkurrierende PLO jemals war“, so eine interne BND-Einschätzung. Ein Verdienst von Musa Abu Marsuk. Der 45jährige Ingenieur aus dem Gazastreifen hat innerhalb weniger Jahre den Hamas-Ableger in den USA aufgebaut. Der bärtige Mann mit Stirnglatze rückte 1989 nach, als Hamas-Gründer Scheich Ahmed Jassin in Israel verhaftet wurde. Schon seit den späten 70er Jahren hatte Marsuk geholfen, eine verschwiegene Gemeinschaft namens „Islamische Vereinigung für Palästina“ (IAP) ins Leben zu rufen. Die ersten Büros entstanden in Indiana, Arizona, Illinois und Kalifornien. Am Pazifik gründete er die Tarnfirma Mecca Investments of California, ein ideales Instrument, um Gelder zu waschen und zu verschieben.

Das Versteck der IAP ist ein unauffälliges, typisch amerikanisches Einkaufszentrum in Richardson/Texas. Von hier werden Erklärungen der Hamas publiziert sowie Videos, Zeitschriften und Bücher vertrieben. Und ein besonders brutaler Film des militärischen Hamas-Flügels „Ezz Eldin Al-Kassem Brigaden“. Der Bestseller des IAP-Ablegers „Aksa-Vision“ dient zur Anwerbung neuer Kämpfer. In Richardson beobachten Ermittler der Bundespolizei FBI und anderer geheimer Dienste auch die Hamas-Geldsammler der „Stiftung für das Heilige Land“. Von hier führen direkte Verbindungen zu dubiosen Instituten wie der „Gemeinsamen Vereinigung für Studien und Forschung“ (UASR) in Springfield/Virginia.

In Washington und Umgebung scheinen islamische Denkfabriken Hochkonjunktur zu haben. Sie heißen „Internationales Institut für islamisches Gedankengut“, „Rat für amerikanisch-islamische Beziehungen“ oder auch „Amerikanisch-islamischer Rat“. In New York existiert ein „Islamischer Kreis für Nordamerika“, in Plainfield/Indiana eine „Muslimisch-arabische Jugendorganisation“ (MAYA). „Es wirkt alles sehr wissenschaftlich“, so der Terrorismusexperte Steven Emerson über die UASR, „und doch ist es nur eine getarnte Filiale, die Hamas-Operationen planen und Propaganda verbreiten soll“.

Musa Abu Marsuk wurde am 28. Juli 1995 bei seiner Ankunft auf dem New Yorker Kennedy-Flughafen als Terrordrahtzieher verhaftet. Israel hat seine Auslieferung beantragt. Die US-Behörden lassen sich Zeit mit der Entscheidung, ob sie ihn selbst vor Gericht stellen. Inzwischen soll Imad Al-Alami, ein 40jähriger Ingenieur aus Gaza, die Funktion Abu Marsuks als politischer Kopf von Hamas übernommen haben. Fieberhaft laufen die amerikanischen Ermittlungen nach Herkunft und Verwendung der Millionenspenden. Mutmaßlich 95 Prozent des auf weltweit 70 Millionen Dollar geschätzten Jahresbudgets der frommen Krieger fließen in das umfangreiche Sozialnetz in den Dörfern, Städten und Flüchtlingslagern der bis vor kurzem von Israel besetzten Palästinensergebiete. Ein Fahnder des amerikanischen Zoll-Geheimdienstes: „Wie sollen wir erkennen, welcher Dollar für Sprengstoff und welcher für Kindergärten verwendet wird? Die größeren Summen werden sowieso cash transportiert und erscheinen nie auf Konten“.

Das kümmert Mira L. Boland von der pro-israelischen „Anti-Defamation-League“ (ADL) in Washington wenig. „In den Schulen und Kindergärten der Hamas wird Hass gepredigt. Die Familien der Selbstmordattentäter werden finanziert“. Da könne es nur von Nutzen sein, wenn erkannte Spendengelder die Empfänger im Nahen Osten nicht erreichten. Immerhin: Seit Januar 1995 wurden 800 000 Hamas-Dollar in den USA blockiert. Wie sich die Weltkarte des islamistischen Terrors verschoben hat, zeigt die Präsenz des noch radikaleren und noch konspirativer arbeitenden „Palästinensischen Islamischen Dschihads“ in den USA. Im Oktober 1995 wurde sein bisheriger Chef, Fahti Schikaki, von Mossad-Agenten auf Malta erschossen.

Sofort rückte Professor Ramadan Abdullah Sallah nach. Er hatte jahrelang in Tampa/Florida gelebt und an der dortigen Universität gelehrt. Seine Tarnorganisation hieß „Islamisches Komitee für Palästina“, sein Deckmantel in Florida „World Islamic Studies Enterprise“. Es existieren viele Kontakte zum Netz des cleveren Glaubensbruders Abu Marsuk. Europäische Ermittler kümmern sich, seit Hamas- und Dschihad-Attentate in Israel in wenigen Wochen mehr als 60 Todesopfer gefordert haben, ebenfalls verstärkt um die stillen Kanäle der Terroristen. Scotland Yard beobachtet den Londoner „Palästina- und Libanon-Hilfsfonds“ – Telexkürzel Interpal. Die französische Terrorabwehr DST observiert das „Wohltätigkeits- und Solidaritätskomitee für Palästina“, das von Paris aus operiert.

Auf besonderes Interesse stößt die Zusammenarbeit der Iraner mit den palästinensischen Islamisten. Der Bundesnachrichtendienst fasste im März alle verfügbaren Informationen zur „Lage der Hamas“ zusammen und stellte dabei „eine zunehmende Kooperation zwischen der Hamas-Diaspora und Teheran fest“. Israelische Sicherheitskreise gaben bekannt, daß der Iran jährlich 30 Millionen Dollar an Hamas bezahle. Dieses Budget solle die Ausbildung von bis zu 3000 neuen Aktivisten ermöglichen. Neueste CIA-Berichte belegen, daß die Iraner enge Verbindungen mit Hamas und dem Islamischen Dschihad über ihre Botschaften in Beirut, Damaskus und Amman unterhalten. Ein Washingtoner CIA-Vertreter zu FOCUS: „Irans Botschafter in Jordanien, Ahmed Dastmalchi, der früher eng mit der libanesischen Hisbollah kungelte, kümmerte sich jetzt um Hamas“. In Damaskus treffe sich der Chef der Revolutionsgarden, Mohsen Resai, offen mit Hamas-Vertretern. Auch Arbeitsbesuche des iranischen Vizepräsidenten Hassan Habibi und des früheren Pasdaran-Ministers Mohsen Rafigdost seien von der CIA bereits registriert worden.

Hamas-Aktivisten in Deutschland leben vorwiegend in Berlin und Aachen. In der Grenzstadt haben sie einen Verein namens „Al-Aksa e.V.“ gegründet, der geräuschlos Spenden zusammenträgt. Auch die Muslime in den Beneluxstaaten werden von hier aus zur Kasse gebeten. Politische Aktivitäten finden in Berlin statt. Ein „Islamischer Verein Berlin“ gilt als von Hamas gesteuert. Seine Mitglieder treffen sich in Gebetshäusern in der Schöneberger Hauptstraße und in der Skalitzer Straße in Kreuzberg – oder in einem zur Moschee deklarierten Leersaal der TU.

Die letzten 60 Minuten des sechseinhalbstündigen Agitationsmarathons in der Alten Mensa gehörte einem Mann aus der internationalen Hamas-Führung, Mohammed Nassal aus Amman. Vom Sudan aus sprach er per Telekom-Standleitung zu den Getreuen an der Spree. Nassals Voraussagen für den Ramadan, die Fastenzeit zum Jahresbeginn 1996, waren deutlich. Entgegen sonstiger Bräuche würden diesmal die Waffen nicht schweigen. Denn auch der Prophet Mohammed habe im Ramadan schwere Kämpfe gegen Feinde gefochten. „Deshalb dürfen und müssen auch wir den Kampf jetzt weiter verstärken“! Nassals Berliner Prophezeiungen erfüllten sich alsbald in den Straßen von Jerusalem, Aschkelon und Tel Aviv.

„Hamas ist viel besser organisiert, als es die konkurrierende PLO jemals war“: Ein Auswerter des Bundesnachrichtendienstes – „Allah Akbar – wir sind an der Spitze von Mohammeds Armee“ HAMAS-PAROLE in der alten Mensa der TU Berlin.

DER HAMAS-TERROR: Selbstmordattentäter zündeten im Februar und März vier Bomben in Israel. Bilanz: In nur neun Tagen wurden 62 Menschen ermordet. Außerdem gab es in Jerusalem, Aschkelon und Tel Aviv 139 Verletze.

DAS WELTWEITE NETZ VON HAMAS:

1 – „Islamische Vereinigung für Palästina“
2 – „Mecca Investments of California“
3 – „United Association of Studies and Research“ (UASR)
4 – „Intern. Institute of Islamic Thought“ „American Muslim Council“
5 – „Islamic Committee for Palestine“ „World Islamic Studies Enterprise“
6 – militärische Ausbildung
7 – militärische Ausbildung „Jerusalem Festival“
8 – Islamic Circle of North America“
9 – „Muslim Arab Youth Association“
10 – „Palestine and Lebanon Relief Fund“
11 – „Wohltätigkeits- und Solidaritätskomitee für Palästina“
12 – „Al Aksa e. V.“
13 – „Islamischer Bund Palästina“ (IBP) „Islamischer Verein Berlin“

Städte/Länder mit weiteren wichtigen Büros und Geldquellen – Zentrum und Herkunft der Hamas-Bewegung

Köpfe und Geschichte der Hamas: Die Wurzeln der palästinensischen Terrororganisation Hamas (Abkürzung für „Islamische Widerstandsbewegung“) reichen bis zur Gründung der ägyptischen Muslimbruderschaft. Die historischen Führer von Hamas waren ursprünglich Muslimbrüder. 1928 mit dem Beginn des palästinensischen Volksaufstands gegen die israelischen Besatzer (Intifada) wird Hamas von Scheich Ahmed Jassin gegründet. Hamas will einen islamischen Staat auf dem Boden des alten Palästina schaffen – vom Jordan bis zum Mittelmeer. 1987 der militärische Flügel nennt sich „Ezz Eldin Al-Kassam Brigaden“ – nach einem islamischen Prediger aus Haifa, der in den 30er Jahren einen Aufstand gegen Engländer und Zionisten anführte und getötet wurde. Er durfte über 100 Mitglieder verfügen. Fanatisch bekämpfen sie den Friedensprozess. Derzeitiger Chef: Mohammed Dif.

1989 Hamas beteiligt sich nicht an den Autonomie-Wahlen, Beobachter gehen davon aus, daß die Islamisten 20 Prozent der palästinensischen Bevölkerung repräsentieren. Sie schwächen Arafats Position. An ihrer Spitze steht derzeit Imad Al-Alami, der überwiegend in Damaskus lebt. 1996 in Deutschland wird Hamas vom „Islamischen Bund Palästina“ (IBP) vertreten. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) schätzte dessen Stärke auf 70 Mitglieder und 250 Symphatisanten. Bisher gab es nur politische Aktionen. Außerdem werden Spenden beschafft. Der IBP hat gute Kontakte zu den türkischen Islamisten in Köln – der „Vereinigung der neuen Weltsicht in Europa e. V.“ (AMGT) und der Organisation von Cemalettin Kaplan.

Spendenzentrale: Kapellenstraße in Aachen: Hier sitzen die Hamas-Geldeintreiber
DER AL AKSA E.V. sammelt Spenden in Deutschland, Holland und Belgien.

FOCUS Magazin | Nr. 16 (1996) – Montag 15.04.1996 – von Wilhelm Dietl
http://www.focus.de/politik/deutschland/terrorismus-einpeitscher-in-der-mensa_aid_159166.html

 

One Response to “Einpeitscher in der Mensa”

  1. Bazillus Says:

    Ja, ja, die Hamas als Verhandlungs- und Vertragspartner für USA und Europa. Ich glaube, die schreckt nichts mehr. Die würden sogar mit Satan persönlich einen Pakt schließen.

    Israel fallen lassen und die Hamas aufwerten. Ja, das passt in das dekadente Politikdenken Europas, ich hoffe nicht, der USA.


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