kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Es wird finster um Israel 27. August 2010

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 03:26

Camp David 1978

Das Folgende ist eher unüblich, aber vor dem Hintergrund des gesagten überrascht es nicht: der ägyptische [Waffen-] Industrieminister Sayed al-Maschal hat vor dem Hintergrund von Buscher und dem darauf follgenden militaristischen Durchfall des iranischen Regimes erklärt, dass, aus seiner Sicht, der Iran keine Gefahr für Israel darstelle – aber „eine direkte und unmittelbare Bedrohung für die Sicherheit der arabischen Staaten“. Er ist der erste ägyptische Regierungsmitglied, der sein Land offen gegen den Iran positioniert.

Seit Mubarak die israelische Kriegsflotte durch den Suez fahren ließ, ist Mubarak ohnehin schon lange auf der „Prioritätenliste“ Ahmadinedschads ganz oben platziert, vielleicht gleich nach dem saudischen König. Zur Begründung führte el-Maschal nicht nur die besagte militärische Begeisterung der IRI an, sondern vor allem die zunehmende Aktivität iranischer Zellen in den arabischen Staaten, allein in Bahrain wurden im vergangenen Monat etwa 250 mutmaßliche iranische Schläfer verhaftet, wonach der Zwergstaat erklärt hatte, wie berichtet, dass man mit dem Krieg gegen den Iran lieber nichts zu tun haben möchte.

Ägypten hat z. B die Sinai-Halbinsel schon längst nicht mehr im Griff, im Jemen ist die Hölle los, die Saudis und VAE schließen dutzende Firmen, die im Verdacht stehen, mit dem Iran Geschäfte zu machen, oder auch nur wohltätig, und kaufen sich alles, was die Waffenpalette des Pentagon so bietet. In seinem Vortrag vor der ägyptischen Journalistenvereinigung sagte el-Maschal, dass der Iran nicht nur für die Araber, sondern auch für Europa eine Gefahr darstelle: „Sollte der Iran mit der Produktion von Raketen mit der Reichweite von 3000 km beginnen, wird dies Europa zwingen, konkrete Schritte zu unternehmen, um die iranischen militärischen Ambitionen abzukühlen“.

Selig ist, wer glaubt, aber wo ist die Garantie, dass der Iran diese Raketen nicht bereits hat, mit seinen Kontakten zu Nordkorea? „Seit der Gründung Israels hat der Iran keinen einzigen Schuss in seine Richtung abgegeben“, so el-Maschal weiter. Auch die Tatsache, dass die Hisbollah sich selbst „nicht als Partei im Konflikt“ während des Gegossenen Bleis gesehen hatte, beweise aus seiner Sicht, dass der Iran und seine Satelliten nicht wirklich gegen Israel Krieg führen wollen. [Die Schiitenmiliz distanzierte sich auch vom Grenzzwischenfall vom 3. August. Red.] Hier ist jede Menge drin, Richtiges wie Falsches.

Die israelischen Journalisten beeilten sich schon zu erklären, dass Israel „einen neuen Verbündeten“ habe. Natürlich ist das ungewöhnlich und man freut sich jedes Mal, wenn ein Vertreter eines arabischen Staates für Israel etwas anderes übrig hat, als Beschimpfungen oder Drohungen. Aber für einen Verbündeten reicht es leider nicht. Denn die Kehrseite dessen, was el-Maschal gesagt hat, ist, dass ja die Araber in ihrer ganzen Geschichte sehr wohl „einige Schüsse“ gegen Israel abgegeben hatten und noch eine ganze Menge auf Lager haben. Dass die gesamte arabische Welt gegenwärtig versucht, hinter dem Rücken Israels die iranische Bedrohung auszusitzen, sollte nicht den Blick darauf verstellen, dass nach der Beseitigung der iranischen Gefahr alles wieder seinen gewohnten Lauf nehmen würde. Und die israelische Regierung, der Freier [Hebr. für Tölpel] der Region, gedenkt nicht einmal, als „Gegenleistung“ zumindest mit den VAE und den Saudis einen Friedensvertrag auszuhandeln, wenn Israel schon ihre Haut retten soll, mit der eigenen zusammen. Sie bereitet sich mit der PA auf ihren Auftritt in der husseinschen Muppet Show am 2. September vor.

Wie am Anfang gesagt, ist die Äußerung el-Maschals keine Überraschung. Warum? Sie ist nichts anderes, als die Antwort auf die Hasspredigt eines anderen Maschals, des Hamas-Oberen in Damaskus, die wir im vorigen Artikel zitierten, soll heißen: Ägypten lässt sich nicht von irgendwelchen Strauchterrorosten drohen – und wird in Washington die Statisten in der Aufführung Husseins spielen oder nicht spielen – aber aus eigenem Entschluss, und nicht, weil es dem Iran oder seinen Satelliten passt oder nicht passt. Mehr hat der ägyptische Minister nicht gesagt. Dann: wenn der Iran bislang keinen Krieg gegen Israel führte, stimmt für die neue Geschichte, aber mit Blick auf die Zukunft heißt das rein gar nichts, Auschwitz war auch etwas Neues.

Und noch etwas: Ägypten hat gestern bekanntgegeben, in der Nähe seiner Mittelmeerküste und nahe der Grenze zu Israel ein AKW zu bauen, das „ausschließlich friedlich“ sein werde. Das Projekt hat bereits einen Namen: „El Daba“. In Jerusalem äußerte man Besorgnis über die Baupläne, berichtet der Armeerundfunk Galej Zahal. Kurzum: für Israel wird aus dem sich anbahnenden schiitisch-sunnitischen Gemetzel nicht das geringste herausspringen, für das Volk Israel haben beide Seiten immer mehr als nur ein Paar Schüsse in Reserve. Ob die Bombe sunnitisch oder schiitisch ist, ist Israel nun wirklich völlig gleich. Nur hat man mit Ägypten einen „Friedensvertrag“. Nach Buscher ist Israels Zukunft finster. {Quelle: Heute in Israel}

 

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