kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Bürger kämpfen um Erhalt von Kapelle in Geriatriezentrum 25. August 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 02:35

Kundgebung der JUGEND FÜR DAS LEBEN: Diesen Samstag, 28. August, 14 bis 16.30 Uhr am Stock im Eisen Platz vor dem Stephansdom mit anschließender Agape. Alle sind eingeladen, an dieser Kundgebung teilzunehmen und auch Freunde mitzubringen.

Seit einiger Zeit kämpfen wir um „den Bestand der Kapelle im Geriatriezentrum Baumgarten“. Im Zuge eines Neubaues soll der Pavillon 3 samt Kapelle abgerissen werden. Danach wäre bloß ein Mehrzwecksaal geplant, der auch für „multireligiöse Zwecke“ verwendet werden dürfte. Wir wehren uns vehement gegen alle Versuche, das KREUZ zu verdrängen, besonders, wenn es ein geweihter Ort ist, an dem seit mehr als 50 Jahren TÄGLICH die Hl. Messe gefeiert wird. Wenn es nach dem Willen der Stadt Wien und der Gleichgültigkeit der ED Wien geht, besteht zur Erhaltung keine Chance. Mögen sie sich an der Bürgerinitiative die Zähne ausbeißen. Die „offiziell letzte“ Hl. Messe ist Sonntag, 9.30 Uhr. Bitte kommt und unterstützt das Bemühen zur Erhaltung der Kapelle durch Eure Anwesenheit. Geriatriezentrum Baumgarten, Hütteldorferstraße 188, 1140 Wien – Pavillon 3, Eingang Seckendorfstraße

Gottesdienste ade?

Bürger kämpfen um Erhalt von Kapelle in Geriatriezentrum

Engagierte Bürger kämpfen um die Kapelle im Geriatriezentrum Baumgarten, die im September der Abbruchbirne zum Opfer fallen soll. Und das, obwohl sich darin wertvolle Kunstwerke befinden, die unwiederbringlich verloren wären. Zudem würde Pater Ivan Tomazic (91), der seit 55 Jahren hier wirkt und auch wohnt, sein Domizil verlieren – und für die Insassen gibt es im Neubau keine katholische Kapelle mehr, nur einen interkonfessionellen Andachtsraum.

Und hier hakt Anwältin Eva Maria Barki ein: Im Krankenanstaltengesetz wird eine religiöse Betreuung von Patienten garantiert – und die sieht die Juristin in einem Andachtsraum nicht gewährleistet. Außerdem sei der Staat verfassungsrechtlich verpflichtet, das Eigentum der Kirche anzuerkennen. Dazu gehöre die Kapelle im Geriatriezentrum. Pater Tomazic hat übrigens, so die Anwältin, keine persönliche Verständigung vom Abriss erhalten.

Sowohl Gläubige aus dem Geriatriezentrum als auch aus der Umgebung, die in die Kapelle kommen, fürchten bereits, dass nach dem Abriss keine ordentlichen Gottesdienste mehr stattfinden werden. Vorgesehen ist lediglich, dass Messen in den „Tagräumen auf den Stationen“ sowie provisorisch im Pavillon 1 abgehalten werden. Denn im Zuge des Neubaus des Geriatriezentrums sollen die Pavillons 2 und 3, in dem sich die Kapelle befindet, abgerissen werden. Vielen Bürgern erscheint es seltsam, dass ausgerechnet kurze Zeit vor dem Abbruch der Denkmalschutz für die Kapelle aufgehoben wurde. Ein Sprecher von Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely versichert, dass der Abriss rechtlich in Ordnung sei, sowohl das Denkmalamt als auch die Diözese hätten zugestimmt.

Damit würden auch die Altarwand mit Fresken des bekannten Künstlers Sepp Zöchling sowie zwei Reliefbilder desselben Meisters mit Darstellungen des heiligen Joseph und der heiligen Elisabeth vernichtet. Kunsthistoriker Univ.-Prof. Mario Schwarz sieht in diesen Werken einen schützenswerten Kunstschatz. Rechtsanwältin Barki fordert nun Akteneinsicht und hat bereits festgestellt, dass es noch keine Abbruchgenehmigung gibt.  {Kronen Zeitung- von Erich Vorrath}

 

4 Responses to “Bürger kämpfen um Erhalt von Kapelle in Geriatriezentrum”

  1. Bazillus Says:

    Ja, wenn die Menschen des jeweiligen Ortes nicht aufpassen, wird auch die letzte Kirche abgerissen zugunsten ander Religionsgemeinschaften. Wehret den Anfängen. Aber aufzuhalten ist das alles nur, wenn sich die hier lebenden Menschen endlich mal auf ihre christlcihen Wurzeln besinnen und das Christentum neu für sich entdecken und den geistlichen Wert einer hl. Messe erkennen und schätzen lernen.

    • hans maria martens Says:

      hallo mein lieber ‚christ‘,

      gott zu ehren und ihm zu dienen ist allen religionen erlaubt !!!
      da geht es nicht um vormachtsstellungen und wertschaetzungen
      verschiedener glaubensritualien.
      auch denen im ort lebenden menschen, kannst du keine `christliche
      entwurzelung‘ unterstellen und ihnen gleichzeitig deine werte einer
      geistlichen hl. messe abverlangen.
      so dekadent, waere jesus christus selbst am kreuz nicht………
      hatte er doch selbst mit m.magdalena erbarmen….
      die hl.messe zu schaetzen, kann man auch nicht lernen !!!
      achtung und respekt kann nur von innen kommen und niemals
      auferlegt, diktiert, befohlen oder noch schwachsinniger, wie in deiner
      mail, gefordert werden !!!

      wenn irgendwo auf unserer welt eine kirche abgerissen wird,
      brauchen wir keine volkskritiker wie dich, sondern menschen,
      die eine neue kirche bauen !!!
      und wenn die menschen des ‚jeweiligen ortes nicht aufpassen‘,
      solltest du sie nicht verurteilen, vielmehr anleiten zu neuem.
      dann kannst auch du, mit ihnen das christentum neu (und ich
      hoffe in manigfaltigkeit aller christen) entdecken 🙂

      mit lieben gruessen,

      dein hans maria martens

  2. Gottes Auge Says:

    Kardinal Schönborn setzt auf „Wendepunkt der Hoffnung“

    Wiener Erzbischof erhofft sich von Missionsinitiative „Apostelgeschichte 2010“ Änderung der Mentalität – „Auch eine deutlich kleinere Zahl von aktiven Katholiken braucht nicht in Resignation zu verfallen“ – „Ratlose Gesellschaft braucht das Evangelium und das Glaubenszeugnis der Christen“

    Wien, 23.10.09 (KAP) Ein „Wendepunkt der Hoffnung“ soll die 1. Diözesanversammlung zur großen Missionsinitiative „Apostelgeschichte 2010“ in der Erzdiözese Wien werden. Dies betonte Kardinal Christoph Schönborn am Freitagvormittag bei einer Pressekonferenz. Auch eine deutlich kleinere Zahl von aktiven Katholiken brauche nicht in Resignation zu verfallen, sondern könne zum hoffnungsvollen Kern der Erneuerung von Kirche und Gesellschaft werden. Einen solchen „Wendepunkt“ könne man freilich nicht erzwingen, räumte der Wiener Erzbischof ein, letztlich sei dies ein Geschenk Gottes. Aufgabe der Diözesanversammlung und des ganzen Prozesses „Apostelgeschichte 2010“ sei es aber, offen alle Probleme anzusprechen, miteinander zu reden, aufeinander zu hören und den Geist Gottes anzurufen. Das könne eine Änderung der Herzen und der Mentalität bewirken.

    Eine allgemeine Ratlosigkeit in Wirtschaft, Politik, Familie und auch in der Kirche präge die derzeitige Situation, so Kardinal Schönborn. Umso dringlicher brauche die Gesellschaft das Evangelium und das Glaubenszeugnis der Christen.

    Dass einer solchen Verkündigung gerade auch die Wiener Mentalität gegenübersteht, wonach man über den eigenen Glauben nicht redet, wisse er wohl, betonte der Wiener Erzbischof. Doch, diese Mentalität gelte es zu überwinden: „Viele suchende Menschen warten darauf“. Vor allem mit jungen Leuten könne man heute über Religion und Glaube in einer Offenheit reden, wie dies früher nicht möglich gewesen wäre, ortete Schönborn eine gesellschaftliche Veränderung. Gerade auch die verbreitete religiöse Unwissenheit habe Neugier auf den Glauben geweckt.

    Die Diözesanversammlung sei ein sehr „moderner“ Vorgang, unterstrich der Kardinal. Es seien keine Papiere vorbereitet worden und es würden auch keine produziert. Es gehe um die persönliche Begegnung von Menschen. Schönborn: „Mission geschieht ‚face to face‘, von Angesicht zu Angesicht, nicht durch Papier“. Jeder getaufte und gefirmte Christ könne über seinen Glauben reden, dazu brauche man keine besondere Ausbildung.

    Der Wiener Erzbischof verwies auch auf die Apostelgeschichte und die Berichte über die Mission des Paulus. Dieser habe oft einzelne Personen angesprochen, über die dann die christliche Gemeinde wachsen konnte. Schönborn: „So entsteht Kirche; über den Weg der persönlichen Begegnung“.

    In seiner programmatischen Rede zur Eröffnung der Delegiertenversammlung am Donnerstagnachmittag hatte Schönborn wörtlich davon gesprochen, dass man in der Kirche auch „Abschied nehmen muss von vielem, das uns lieb und wichtig war“. Bei der Pressekonferenz erläuterte Kardinal Schönborn auf Anfrage, dass dies auch bedeuten könne, einzelne Gotteshäuser etwa an orthodoxe Gemeinden abzugeben. In Wien gebe es allein 200.000 serbisch-orthodoxe Christen, für die derzeit nur drei Kirchen zur Verfügung stehen.

    Grundsätzlich sei seine Linie, dass keine Pfarren aufgegeben werden, betonte der Wiener Erzbischof. Vorgänge wie in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA, wo zahlreiche Pfarren zusammengelegt und Kirchen verkauft oder abgerissen werden, kämen in der Erzdiözese Wien nicht in Frage. Wohl aber sei es möglich, einzelne Kirchen an die vielen neuen anderssprachigen katholischen Gemeinden zu übergeben, die im Zug der Migrationsbewegung entstehen – und eben auch an orthodoxe Gemeinden. Zugleich bedauerte Kardinal Schönborn neuerlich, dass der Bund die Kirche bei der Erhaltung kulturhistorisch wertvoller Gotteshäuser zuwenig unterstütze. Immer noch müsse die Kirche mehr an Mehrwertsteuer für Restaurierungen von Gotteshäusern zahlen als sie an Subventionen aus dem Denkmalschutzbudget erhalte.

    Kardinal Schönborn sprach zugleich auch von neuen Chancen, die man erkennen und fördern müsse. Dazu gehörten etwa neue geistliche Gemeinschaften und neue Klöster im Bereich der Erzdiözese Wien, aber auch die inzwischen weit über den kirchlichen Kernbereich hinaus etablierte Hospizbewegung oder die „Allianz für den freien Sonntag“. Allianzen wie die für den Sonntag und für die Hospizbewegung seien „Anknüpfungspunkte für echte Hoffnung“.

    „Kein Abriss oder Verkauf von Kirchen“

    In seiner programmatischen Rede zur Eröffnung der Delegiertenversammlung am Donnerstagnachmittag hatte Schönborn wörtlich davon gesprochen, dass man in der Kirche auch „Abschied nehmen muss von vielem, das uns lieb und wichtig war“. Bei der Pressekonferenz erläuterte Kardinal Schönborn auf Anfrage, dass dies auch bedeuten könne, einzelne Gotteshäuser etwa an orthodoxe Gemeinden abzugeben. In Wien gebe es allein 200.000 serbisch-orthodoxe Christen, für die derzeit nur drei Kirchen zur Verfügung stehen.

    Grundsätzlich sei seine Linie, dass keine Pfarren aufgegeben werden, betonte der Wiener Erzbischof. Vorgänge wie in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA, wo zahlreiche Pfarren zusammengelegt und Kirchen verkauft oder abgerissen werden, kämen in der Erzdiözese Wien nicht in Frage. Wohl aber sei es möglich, einzelne Kirchen an die vielen neuen anderssprachigen katholischen Gemeinden zu übergeben, die im Zug der Migrationsbewegung entstehen – und eben auch an orthodoxe Gemeinden. Zugleich bedauerte Kardinal Schönborn neuerlich, dass der Bund die Kirche bei der Erhaltung kulturhistorisch wertvoller Gotteshäuser zuwenig unterstütze. Immer noch müsse die Kirche mehr an Mehrwertsteuer für Restaurierungen von Gotteshäusern zahlen als sie an Subventionen aus dem Denkmalschutzbudget erhalte.

    Kardinal Schönborn sprach zugleich auch von neuen Chancen, die man erkennen und fördern müsse. Dazu gehörten etwa neue geistliche Gemeinschaften und neue Klöster im Bereich der Erzdiözese Wien, aber auch die inzwischen weit über den kirchlichen Kernbereich hinaus etablierte Hospizbewegung oder die „Allianz für den freien Sonntag“. Allianzen wie die für den Sonntag und für die Hospizbewegung seien „Anknüpfungspunkte für echte Hoffnung“.

    Mission geschieht auf Augenhöhe

    Beim ersten gemeinsamen Gottesdienst mit den Delegierten der Diözesanversammlung unterstrich Kardinal Schönborn am Freitagmittag im Stephansdom, dass Mission nur auf Augenhöhe geschehen könne. Niemand dürfe auf die anderen „herunterschauen“, es gehe vielmehr darum, sie höher zu achten als sich selbst, sagte der Kardinal in seiner Predigt: „Mission kann nie von oben herab gelingen, sondern immer nur ‚face to face‘, im ehrlichen Gegenüber“. Die große Achtung vor dem Anderen und das Wissen um die eigenen Schwächen sei unverzichtbar, so Schönborn.

    Der Wiener Erzbischof unterstrich vor den Delegierten die Bedeutung der „Zeichen der Zeit“. Erste Bedingung, frei zu werden, um die „Zeichen der Zeit“ zu erfassen, sei die Selbsterkenntnis, betonte Kardinal Schönborn. Jeder Mensch wolle das Gute und tue dann doch das Böse. „Es ist keine Schande, ehrlich über uns selber zu sein“, ermunterte der Wiener Erzbischof die Delegierten. Die zweite Bedingung sei es, den „Kairos der Versöhnung“ zu erfassen, so Schönborn: „Nützen wir die Zeit, warten wir nicht, bis es zu spät ist“.

  3. Gottes Auge Says:

    Das Österreichische Kirchenoberhaupt miteinbeziehen zu der Erhaltung der Kapelle.


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