kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Man kann nur mit den Mädels tanzen, die da sind“ 23. August 2010

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 04:13

Innenminister de Maizière: Ärgert sich über die Fachkräftedebatte – Die Debatte um ausländische Fachkräfte bekommt emotionale Züge: Innenminister de Maizière warnt vor massiver Anwerbung. Die Wirtschaft fordert er auf, bereits in Deutschland lebende Zuwanderer stärker einzubinden.


Bremen: Braucht Deutschland mehr Zuwanderer? Nein, findet Thomas de Maizière (CDU). Der Bundesinnenminister warnt sogar vor einer massiven Anwerbung. „Wenn ich mir die hohe Zahl der Schulabbrecher und die geringe Zahl der Hochschulabsolventen unter den Migranten ansehe, dann sage ich, wir sollten uns erst einmal um die kümmern, die bereits da sind“, sagte de Maizière in einem Interview des „Weser-Kuriers“ und der „Ostsee-Zeitung“.

Der Minister stellte sich damit klar gegen seinen Kabinettskollegen Rainer Brüderle (FDP). Der Wirtschaftsminister hatte sich nicht nur für eine verstärkte Zuwanderung ausgesprochen, sondern auch eine Lockprämie ins Gespräch gebracht. Doch de Maizière sieht das anders: „Auf einem Fest kann man nur mit den Mädels tanzen, die da sind und nicht von denen träumen, die nicht da sind“. Er ärgere sich auch über Forderungen, Fachkräfte aus Polen ins Land zu holen. Stattdessen könnten diejenigen zurückgeholt werden, die vor Jahren in die westlichen Länder gegangen seien, sagte der Innenminister.  Noch vor wenigen Jahren sei es objektiv so gewesen, dass eine Realschülerin aus Grimmen eine bessere Perspektive im Westen gehabt hätte als in Mecklenburg-Vorpommern. „Aber das hat sich völlig gedreht. Heute muss es heißen: Kommt her, weil es hier besser ist als anderswo. Und für junge Westdeutsche gilt, im Osten gibt es tolle Perspektiven“.

Zuwanderung nur ein Mosaikstein contra den Fachkräftemangel: Die Wirtschaft gibt sich jedoch unbeeindruckt von den Aussagen des Ministers. Die Zahl der fehlenden Fachkräfte werde in den kommenden Jahren „dramatisch“ ansteigen, sagte der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, am Montag im ZDF. Er gehe beispielsweise davon aus, dass in fünf Jahren etwa 200.000 Ingenieure fehlen werden und dass dies zu einem „Schlüsselproblem unseres Arbeitsmarktes“ und zu einem Problem für die Wirtschaftskraft des Landes werde. „Wir sind als Land sehr abhängig von Technik“, sagte Kannegiesser. Wenn es in diesem Bereich einen Rückgang an qualifizierten Arbeitskräften gebe, „dann werden wir an Marktposition verlieren“. Um dem entgegenzusteuern, sei ein „Paket von Maßnahmen“ nötig. Eine Erleichterung der Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte sei da nur „einer der kleineren Mosaiksteine“, sagte Kannegiesser {Quelle: Spiegel.online}.

 

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