kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Grassierende Veruntreuung von Hilfsgeldern in Pakistan 19. August 2010

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 03:23

Korrupte Politiker füllen mit den ausländischen Zahlungen ihre Taschen


Nach wie vor ist die weltweite Spendenbereitschaft für die pakistanischen Hochwasseropfer gering. Islamabad macht dafür den britischen Premier Cameron verantwortlich. Doch verschwindet in Pakistan ein großer Teil der internationalen Hilfsgelder. Rund 1600 Tote, 20 Millionen Betroffene, ein Viertel des Landes überschwemmt: Das Ausmaß der Überschwemmungen in Pakistan ist apokalyptisch. Dennoch hält sich die internationale Spendenbereitschaft nach wie vor in Grenzen. Erst ein Viertel der 459 Millionen Dollar, um die der Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon vergangene Woche als Soforthilfe für die Opfer gebeten hatte, sind bei den Vereinten Nationen eingegangen.

Das Erdbeben in Kaschmir: Politiker und Behördenvertreter in Pakistan machen dafür den neuen britischen Premier David Cameron verantwortlich. Cameron hatte nach der Veröffentlichung von mehr als 70 000 Geheimdokumenten auf der Website Wikileaks Islamabad scharf kritisiert. Denn etliche der Dokumente legen nahe, dass Pakistan weiter die afghanischen Taliban unterstützt. Cameron habe damit, ereifern sich pakistanische Politiker nun, dem Ansehen des Landes geschadet. Wegen Camerons Anschuldigungen zeige sich die Welt so wenig zu Hilfe bereit. Das mag teilweise zutreffen. Doch das Problem sitzt tiefer. Denn Pakistan hängt zu Recht der zweifelhafte Ruf an, eines der korruptesten Länder der Welt zu sein. Schuld daran haben auch die immensen Beträge, die Pakistan seit Jahren als Hilfsgelder erhält. Denn ein großer Teil dieser Gelder landet aufgrund von unzureichender Kontrolle in dunklen Kanälen. Die Organisation Transparency International erklärte kürzlich, dass seit Gründung der staatlichen pakistanischen Hochwasserschutz-Kommission im Jahr 1977 beinahe drei Viertel der Gelder für die Katastrophenvorsorge in den Taschen korrupter Bürokraten und Politiker gelandet seien. Das sei einer der Hauptgründe für das Ausmaß der Katastrophe: Dämme, Brücken und Strassen seien aufgrund der Korruption in derartig schlechter Qualität gebaut worden, dass sie unter den Wassermassen nun nachgegeben hätten.

Berichte pakistanischer Medien deuten ferner darauf hin, dass nach dem schweren Erdbeben im pakistanischen Teil Kaschmirs im Jahr 2005 mit beinahe 80 000 Toten mehr als 300 Millionen Dollar veruntreut worden sind. Dass ausländisches Geld in Pakistan häufig ein Eigenleben entwickelt, ist auch dem Hauptgeldgeber des Landes, den USA, nicht entgangen. Washington hat Islamabad seit 2001 12 Milliarden Dollar an offizieller Hilfe gewährt, den Grossteil davon für den Kampf gegen den Terrorismus. Weitere 10 Milliarden Dollar dürften als verdeckte militärisch-geheimdienstliche Subvention an Pakistan gegangen sein. Eine amerikanische Delegation zeigte sich im vergangenen Jahr bei einem Besuch der Unruhegebiete im Nordwesten des Landes schockiert: Die Grenztruppen waren schlecht ausgestattet, sie trugen auch im Winter offene Schuhe, und ein Teil ihrer Ausrüstung stammte noch aus dem Zweiten Weltkrieg. An der Grenze zu Indien fanden sich indes nagelneue Radaranlagen und Luftabwehrsysteme. Wie viel von dem Geld aus Washington in den Bau von Villen floss oder auf ausländischen Bankkonten landete, weiß niemand. Ernstzunehmende Schätzungen legen nahe, dass allein 2008 zwei Drittel der in diesem Jahr gezahlten 920 Millionen Dollar versickerten.

Forderung nach Kontrollen: Dass Washington darauf reagieren würde, war naheliegend. Doch als die USA im vergangenen Jahr die Zahlung weiterer Milliardenbeträge mit Nachweispflichten und Kontrollen verbanden, war der Aufschrei groß. Die pakistanischen Massenmedien, die häufig als Sprachrohr des Militärs fungieren, prangerten die Forderung nach mehr Transparenz als Eingriff in die staatliche Souveränität Pakistans an. Das Center for Independent Studies, ein Think-Tank in Australien, sieht einen Zusammenhang zwischen internationaler Hilfe und Korruption in Entwicklungsländern. „Ein Hauptgrund für die zunehmende Korruptionswelle ist ausländische Hilfe“, schreibt der emeritierte Wirtschaftsprofessor Wolfgang Kasper in einem Bericht der Organisation. „Hilfe erreicht die Armen nur selten und ist selten kosteneffizient“. Am Ende profitierten nur Despoten und kleptokratische Eliten. {Quelle: NZZ-online – Sascha Zastiral, Bangkok}

 

One Response to “Grassierende Veruntreuung von Hilfsgeldern in Pakistan”

  1. Bazillus Says:

    So kann die Welt nicht zusammen wachsen. Wenn die Hilfe Anderer in die taschen einiger weniger Eliten für deren egoistische Zwecke missbraucht wird. Dann kann und darf sich niemand darüber wundern, dass die Hilfe immer stockender fließt. Das Geld sitzt auch hier nicht mehr so locker und kann mal eben für Korruption der Politik und des Kapitals ausgegeben werden. Pakistan ist ein negatives Vorbild und verhindert durch seine Geschlossenheit in Sachen Hilfsgelderzweckentfremdung, was einem Diebstahl im großen Stil gleichkommt, die Hilfe der Gutwilligen und Wohltäter.

    Wie immer im großen Spiel der Egoisten verlieren Andere, und zwar diejendigen, die schon von Geburts wegen benachteiligt sind. Nebenbei ist leider daran zu erinnern, dass das negative Image gerade auch des fundamentalistischen pakistanischen Islams, der durchsetzt ist von Terror und Taliban nicht gerade ein Vertrauen erweckendes Dreamteam der Annehmenden darstellt. Dabei muss man sich jedoch klar machen, dass die Armen nichts für ihr Denken können. Sie wurden durch Koranschulen in diesen Menschen verachtenden Islama eingeführt und sind, obwohl Täter im Grunde auch gelichzeitig Opfer einer Politreligion, die den Menschen entmenschlicht.

    Ich meine, jeder kann spenden, aber er sollte nur dorthin spenden, wo die Hilfe ankommt. Aber welche Organisationen vor Ort wirklich frei in ihrer Hilfe agieren dürfen, ist fraglich. Selbst bei der Hilfe der existenziellen Not sind kranke islamische Regeln zu beachten, die höher gestellt werden als der hilfsbedürftige Mensch. An Zynismus ist dieses islamische Verhalten nicht mehr zu überbieten.

    Trotz aller Vorbehalte sollte die Spendenbereitschaft nicht versiegen im Namen Jesu, der Menschlichkeit trotz des satanischen Systems, in dem gerade die pakistanischen Menschen gefangen sind in der Hoffnung auf das Wirken des Heiligen Geistes, dass den Geholfenen ein Licht aufgehen möge, wer es vorbildhaft liebevoll ernst mit ihnen meint.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s