kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Russland besteht aus „getauften Gottlosen“ 17. August 2010

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 01:56

Theologe: Wir haben in der Illusion gelebt, ein orthodoxes Volk zu haben

Zürich (kath.net/idea): Die Bevölkerung in Russland ist eine „Gesellschaft von getauften Gottlosen“ mit magischen und heidnischen Vorstellungen. Deshalb muss die Botschaft von Jesus Christus wieder neu verkündigt werden. Diese Überzeugung äußerte der russisch-orthodoxe Erzpriester und Kirchenhistoriker Prof. Georgij Mitrofanov (St. Petersburg) in einem Interview mit dem Magazin „Ogoniok“. Eine Übersetzung veröffentlichte jetzt das Institut „Glaube in der 2. Welt“ (G2W/Zürich). Wie Mitrofanov weiter sagte, sei man in den 80er Jahren von der Illusion ausgegangen, dass die Russen ein orthodoxes Volk seien, das aber wegen der kommunistischen Herrschaft die Kirchen nicht besuchen könne. Doch obwohl sich dies inzwischen grundlegend geändert habe, komme nur ein kleiner Teil des Volkes regelmäßig in die Kirchen. Nach Ansicht des Kirchenhistorikers haben die Kommunisten in der Sowjet-Ära einen neuen Typus Mensch geschaffen – „den neidischen Habenichts“.

Dieser sei mit der Überzeugung aufgewachsen, das Wichtigste im Leben seien materielle Werte: „Und weil er dieser Werte beraubt war, wurde er viel habgieriger und war viel mehr auf den eigenen Vorteil bedacht als ein westlicher Spießer“. Für die heutige Priestergeneration sei die Kirche oftmals nicht eine Gemeinschaft von Menschen, in der man eins in Christus sei. Vielmehr sei sie in erster Linie ein Ort, an dem man mit Geschäftsleuten in Kontakt trete und rituelle Dienstleistungen anbiete: „Hier kriegt man für Geld sein Auto gesegnet, sein Baby getauft, seinen Toten beerdigt. Mehr will man ja nicht von einem Priester“. Der Theologe fragt: „Doch was ist, wenn jemand einem so geschäftstüchtigen, oft sehr jungen Mann sein Leid klagt? Er wird ihm nichts antworten können“.

Ein Drittel der Priester theologisch ausgebildet: Mitrofanov kritisiert ferner den schlechten Bildungsstand der meisten Priester. Um Geistlicher zu werden, brauche man weder eine theologische noch sonst eine Qualifikation. Nur ein gutes Drittel aller Priester habe eine theologische Ausbildung absolviert. Dieser Misstand habe Ende der achtziger Jahre eingesetzt, „als der Staat sich nicht mehr in die Kaderpolitik der Kirche einmischte und die Bischöfe jeden weihen konnten, der das wünschte“. Inzwischen könne jeder Priester werden, der sich einigermaßen mit dem Gottesdienst auskenne und ein Empfehlungsschreiben eines Geistlichen vorlege. Das Ergebnis sei, „dass das theologische, geistliche und kulturelle Niveau auf einem katastrophalen Tiefstand gesunken ist“. Nach Angaben Mitrofanovs hat es zu Sowjetzeiten nur drei Seminare zur Ausbildung russisch-orthodoxer Geistlicher gegeben. Heute seien es 40. Aber nur fünf bis sieben Schulen genügten heutigen Ansprüchen an die geistliche Bildung. In Russland gehört ein Viertel der 145 Millionen Einwohner zu einer Kirche. Neben 35 Millionen Orthodoxen gibt es 500.000 Katholiken, 250.000 Lutheraner, 150.000 Baptisten, 150.000 Charismatiker, 120.000 Pfingstler und 70.000 Adventisten.

 

5 Responses to “Russland besteht aus „getauften Gottlosen“”

  1. Bazillus Says:

    Ich denke, nicht nur Russland hat dieses Problem, sondern gerade auch Europa. Das Christentum wurde politisch gewollt,. letztlich von allen Parteien und von den eigenen Theologen der Indifferenz und dem Synkretismus preisgegeben, verraten und verkauft. Christliche Werte der Theologie wurden in Schulen kaum mehr besprochen und bewusst vernachlässigt, um den Christen vom eigenen Glauben zu entfremden.

    Die Ursachen mögen in Russland und Europa unterschiedliche sein. Jedoch der Erfolg einer gewaltsamen atheistischen Politik in Russland und einer das Christentum diskreditierenden Politik der Beliebigkeit ist in etwa der Gleiche, nämlich die Gottlosigkeit und, was noch schlimmer ist, das bewusst herbeigeführte Desinteresse am christlichen Glauben durch das System der sexualisierten „Fungesellschaft“.

    Ein mangelnder gemeinsamer Glaube lässt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen sinken. Und genau das wollten die Politiker erreichen. Zerstörung der Familie, Ausschaltung der christlichen Grundsätze. Wir sind ein Volk von egoistischen Lobbyisten (=Individualisten) geworden, denen er letztlich ausreicht, sich hier im Diesseits gemütlich einrichten zu können.

    Eine alternde und kinderlose Gesellschaft, in der die individuelle Einsamkeit zur Realität geworden ist, hat ihre Ursachen im übertriebenen Kolledenken, im maßlosen Schwarzereffekt, im fast grenzenlosen Spaß- und Funkonsum. Eine übertriebenes Emanzipationdenken führt halt zum gesellschaftlichen Suizid ohne Kinder. Wer die Finanzpolitik als Wert an sich und die Arbeit wertfrei stellt und als Belastung ansieht, als Kostenfaktor, der Kinder nicht mehr als gesellschaftsfähig ansieht, der führt in den Kapitalismus pur mit all seinen Schattenseiten.

    Das ehemals die Menschen verbindende Christentum wurde abgewrackt und muss genau wie in Russland nun wieder mühsam aufgepäppelt werden, falls überhaupt der Wille dazu vorhanden ist.

  2. Gottes Auge Says:

    Jesus Christus gab uns bereits den Leitfaden:

    Wenn wir diesen tiefen Frieden in uns erreichen, sind wir genauso wie Jesus nicht mehr angreifbar. Keine noch so große Störung von Außen oder Verletzung kann uns auf unserem auf Liebe gegründeten Weg aus dem Gleichgewicht bringen. Wir werden in der Lage sein, die andere Wange hinzuhalten (siehe Matth.5,39). Wir sind dann wirklich wahre Lichter, die in der Welt scheinen.

    Welch eine riesengroße Freiheit können wir in uns wecken, wenn wir uns von der Welt nicht abhängig machen, die um uns herum ist. Jesus blieb unbeirrbar auf Gottes Wegen. Er ruhte total in sich, weil er Gott vertrauensvoll alles übergeben konnte. Er hatte persönlich kein Problem damit, geächtet oder Außenseiter zu sein, dass konnte ihn alles nicht angreifen und berühren. Durch dieses Vertrauen in Gott strahlte er so viel Frieden und Liebe aus und dieser Friede und diese Liebe sprang auf andere Mitmenschen in seinem sozialen Umfeld über. Im Epheserbrief, Kap. 2,14 steht, dass Jesus unser Friede ist. Schauen wir uns also Jesu Leben an. An seinem Beispiel können wir viel lernen. Jesus kann nur in uns wirken, wenn wir auf ihn schauen und uns seine Tugenden zu eigen machen, sie ins Herz hineinlassen, somit werden wir befreit von unseren egoistischen Verhaltensmustern. Wir hören auf, in der Gesellschaft eine bestimmte Rolle spielen zu müssen. Wir werden befreit von den Zwängen in der Gesellschaft mithalten zu müssen, gesellschaftliche Anerkennung hat für uns keine Bedeutung mehr. Wir steigen aus. – Wenn wir das versuchen zu beherzigen, dürfte es für uns in unserem Leben eigentlich keine Probleme mehr geben. Wir ruhen in GOTT, kehren zu seiner Ruhe ein, siehe Jes. 63,14 „So brachte der Geist des HERRN uns zur Ruhe.“

    Voraussetzungen für Weltfrieden
    Erst wenn die Menschheit befriedet ist, wenn die Extreme von Armut und Reichtum beseitigt sind, die Menschheit als eine Einheit, ja als eine einzige Familie gesehen und verstanden wird und eine neue Weltordnung errichtet worden ist, kann die Menschheit als ganzes „eine immer fortschreitende Kultur vorantragen“ und den eigentlichen Sinn ihres Daseins verwirklichen, der in einer zunehmenden Vergeistigung besteht und nicht etwa in immer weiterem Anhäufen von materiellen Gütern. „Das Wohlergehen der Menschheit, ihr Friede und ihre Sicherheit sind unerreichbar, wenn und ehe nicht ihre Einheit fest begründet ist .
    Neue Weltordnung und neues Bewusstsein
    Beim Aufbau einer neuen Weltordnung und streben gleichzeitig nach Entwicklung eines neuen, der Menschheit dienenden Menschen. Beide Prozesse bedingen einander, greifen daher ineinander, verstärken sich gegenseitig, erfahren in diesem Aufbau auch Rückschläge, machen aber dennoch beständige Fortschritte. Das hohe Ziel wird umso eher erreicht werden, je schneller die Menschen alte Vorurteile ablegen, sich dem göttlichen Willen unterordnen und die von Gott vorgesehenen Schritte ihrer weiteren Entwicklung gehen. Eine reale Zukunftsperspektive.

  3. Bazillus Says:

    Ja, Jesus hat uns den Weg vorgemacht. Jesus war aber auch der Sohn Gottes nach christlichem Verständnis..

    „…Er hatte persönlich kein Problem damit, geächtet oder Außenseiter zu sein, dass konnte ihn alles nicht angreifen und berühren.“

    Ich glaube, diese Einschätzung trifft stellenweise nicht zu. Denn Jesus hat sich nicht nur am Kreuz sehr verlassen gefühlt, sondern auch vor seinem schweren Gang den Vater gebeten, dass dieser Kelch (des Leidens) an ihm vorübergehen möge. Angstschweiß, der in der Bibel mit Blut schwitzen umschrieben wird, lässt nicht auf fehlende Probleme schließen.
    Mehrfach verbarg er sich vor den Angriffen der Pharisäer und war enttäuscht, selbst von seinen Jüngern, denen er mangelnden Glauben vorwarf und sie aufforderte, doch wenigstens seinen Taten zu glauben, wenn es seinen Worten schon nicht glauben würden.

    Das alles als der Sohn Gottes. Wenn dieser schon Angstgefühle, selbst die kurz gerissene Verbindung zu seinem Vater am Kreuz beklagt, dann haben die Menschen es noch schwerer. Jesus wusste, die Menschen müssen glauben.

    Der Vorkommentator hat im Übrigen in allem vollkommen Recht. Allerdings ist die Menschheit weiter denn je entfernt von dem Idealzustand, den das „Auge Gottes“ beschreibt, entfernt.

    Allein die Vorstellung, dass jeder Einzelne sich soweit in Gott versenken kann, dass er in der Lage ist, die andere Wange hinzuhalten, ist zwar wirklich von ganzem Herzen erstrebenswert, aber für die wenigsten Menschen leb- und durchführbar. Damit fehlt schon eine wichtige Voraussetzung für den Weltfrieden. Jeder einzelne Mensch hat andere Wertvorstellungen selbst in den Vorstellungen eines jeden Glaubens.

    Jesus sagte, dass wir allezeit Arme unter uns haben werden. DAs will er nicht, sondern das prophezeit er uns, weil er die Menschen kennt. Wie oft war er enttäuscht von den Menschen, hat sie jedoch nie aufgegeben. Den Zustand, den der Vorkommentator wie ich und auch jeder Leser herbeisehnt, sind himmlische Zustände, die auf Erden nicht erreichbar sind. DA die Menschen eben aus Körper = Material , Seele = Gemüt, Seelenzustände (nicht nur Glücks und Friedensgefühle, sondern auch intensive Angst und Zerstörungsgefühle) und Geist = eben auch nicht nur in positiver Form, besteht, wird der Selbsterhaltungstrieb des materiellen Teils des Menschen immer die Oberhand gewinnen und somit den perönlichen Egoismus nie ganz ausschalten können. Die Beschaffenheit des Menschen auf Erden ist auf Gut und Böse hin ausgerichtet. Es wird ein ewiger geistlicher und geistiger Kampf bleiben. So wie es für den einzelnen Menschen fast unmöglich ist, sein Ego zu überwinden (dass sollte Zielvorgabe einer jeden Religion sein) und sein Leben auf einen allliebenden Gott hin ausrichten zu versuchen, so ist es ungleich schwerer bei 6 Milliarden Menschen, Einzelwesen, da einen Gleichklang herstellen zu wollen, eine Aufgabe, die selbst Jesus zur damaligen Zeit, zu der noch erheblich weniger Menschen hier auf Erden lebten, nicht schaffen konnte.

    Da klaffen halt der ernstzunehmende Seelenwunsch aller Leser, vom Vorkommentator exzellent ausgedrückt und auch so gemeint, und die Realiät sehr weit auseinander.

  4. Von Anfang der urchristlichen Gemeinde,
    gab es schon den „Simon den Zauberer“
    der obwohl er an Christus glaubte und auch getauft war,
    vom Geist des Teufes und der Finsternis, immernoch besetzt war.
    Denn er wollte en Geschäft machen mit der Gabe des Heiligen Geistes!

    Wenn wir uns umschauen in der Welt der „frommen Sünder und Heuchler“
    So werden wir alsbald feststellen, dass diesem Geist der Finsternis,
    alle mit christlichen Namen sich schmückenden Religionen, Kirchen, Tempeln, Gemeinde und Sekten verfallen sind.
    UND warum: Christus antwortet!
    „Weil sie die Finsternis mehr leiben als das Licht Gottes!
    „Weil sie immernoch ihre fleischlichen Lüste und Begierden
    befriedigen wollen und die >Reiche dieser Welt und ihre HerrlichkeitGötzentempeln <du hast spricht Gott der Herr!!!

    1."Wisset ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid
    und der GEIST GOTTES in euch wohnt?

    2."Oder wisset ihr nicht, dass euer Leib ei nTempel des Heiligen Geistes ist,der in euch ist,welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst?

    3."Was hat der Tempel Gottes für Gleichheit/Bewandtnis mit den Götzen
    und ihren Götzenanbeter?
    1.Korinther Kapitel 3,/Kapitel 6,/2.Korinther Kapitel 6, 14- 18
    (Der Wiedergeburtschrist Gottes!)

  5. Gottes Auge Says:

    Jesus lehrte seine Jünger:
    {jl.ev02.032,08} »(Jeder) … tue und glaube, was ihn gut und recht dünkt! Denn dereinst wird jeder seines Glaubens leben, und die Taten, die er nach dem Glauben aus seiner Liebe verrichtet hat, werden seine Richter sein!
    {jl.ev02.032,09} Denn Ich werde niemanden richten, sondern jedes Menschen Richter wird seine eigene Liebe sein – nach diesem Meinem Worte, das Ich nun zu euch geredet habe!«

    SEINE EIGENE LIEBE SEIN, wer lebt seine EIGENE LIEBE


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s