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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Peinlicher Ramadan-Auftakt: Saudischer Diplomat betrunken am Steuer 13. August 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 05:22

Lass mal die Pulle rüber wachsen!

Der islamische Fastenmonat Ramadan ist für Muslime angeblich eine Zeit der Enthaltsamkeit, in welcher der Glaube an Allah im Mittelpunkt des Tages stehen sollte. Da kommt die folgende Berichterstattung wohl eher ungelegen: Ein saudischer Diplomat hat nach Angaben dänischer Medien ziemlich tief ins Glas geschaut. Die saudische Botschaft forderte die Journalisten deshalb dazu auf, nicht über den peinlichen Fall zu berichten. Die Dänen haben das einfach ignoriert. Nur deutsche Journalisten haben sich bislang brav an die saudischen Vorgaben gehalten. Ganz anders verhielten sie sich im Falle der alkoholisierten evangelischen Landesbischöfin und Fastenpredigerin Käßmann in Hannover. Da kannte die mediale Meute keine Gnade – schließlich war sie ja auch „nur“ eine Christin.

Man kann derzeit in deutschsprachigen Medien kaum der Zwangsbeglückung durch den Islam entfliehen. Wohin man in den staatlichen Volkserziehungsportalen auch klickt, überall wird derzeit über den Ramadan berichtet (www.dw-world.de). Beim Buhlen um die Gunst der Moslems (www.spiegel.de) machen derzeit (fast) alle mit. Überall erfahren wir, dass man in diesen Tagen als ethnischer Europäer Rücksicht auf Muslime nehmen muss. Ganz besonders viel Rücksicht müssen wir angeblich auf saudische Muslime nehmen. Immerhin sind sie ja die Hüter der Heiligen Stätten in Mekka und Medina. In Saudi-Arabien ist Alkohol nicht nur im Ramadan streng verboten. Dummerweise fallen immer wieder gerade saudische Diplomaten in westlichen Ländern durch Alkoholfahnen auf. Das löst dann immer hektische diplomatische Betriebsamkeit aus. Ein erstes Beispiel: Im Juni 2009 etwa krachte ein angeheiterter saudischer Diplomat im kanadischen Ottawa mit seinem schweren Geländewagen in ein Polizeifahrzeug, das Totalschaden erlitt. Nach den ersten Meldungen musste auf Anweisung der kanadischen Regierung in den Medien dementiert werden, dass der Diplomat Alkohol getrunken hatte. Er war halt einfach so in ein Polizeifahrzeug gefahren und dann am Steuer eingeschlafen. Ein typischer Fall von „Arbeitsüberlastung“. Solche „Arbeitsüberlastung“ hat der Autor dieses Berichts früher in seiner Zeit in Saudi-Arabien auch selbst erlebt, ein Beispiel: Bei einem diplomatischen Empfang in der Residenz des deutschen Botschafters in Riad sprachen saudische Gäste dem Whisky so reichlich zu, dass einer von ihnen mit einer Schubkarre zu seiner Limousine gefahren werden musste. Dutzende Deutsche haben das gesehen, auch Journalisten. Und keiner durfte anschließend darüber berichten.

In unserem Nachbarland Dänemark kann man einen ähnlichen Fall ausgerechnet im Ramadan 2010 allerdings nicht so leicht unter den Teppich kehren. Da hat ein saudischer Diplomat in Amager so richtig getankt. Die Polizei hat ihn dann berauscht am Steuer seines Fahrzeuges angehalten. Doch weil er einen Diplomatenpass hatte, konnte er nicht bestraft werden. Und dummerweise hat eine Zeitung nun ausgerechnet zum Ramadanauftakt über den „Vorfall“ berichtet – und dann gab es auch noch einen Filmbericht dazu (ekstrabladet.tv). Die Zeitung „Ekstra Bladet“ hat die saudische Botschaft mit einer Kamera aufgesucht und um eine Stellungnahme gebeten. Die Saudis haben die Journalisten erst einmal rausgeworfen. Und dann haben die hartnäckigen dänischen Journalisten es telefonisch versucht – und mehr Erfolg gehabt. Die saudische Botschaft hat erst alles dementiert und dann mitgeteilt, wenn Personen diplomatische Immunität haben (wie ihre Mitarbeiter), dann dürfe man als Journalist nicht darüber berichten, wenn sie betrunken am Steuer eines Fahrzeugs aufgegriffen würden. Die Botschaft hat den Journalisten von Ekstra Bladet den Befehl erteilt nicht über den Alkoholmissbrauch saudischer Diplomaten in Dänemark zu berichten. Die Journalisten aber haben sich nicht an diesen „Befehl“ gehalten. Die frechen dänischen Journalisten haben nämlich erwidert, dass sie nach dänischen Gesetzen über den Fall berichten dürfen. Und dann hat ein saudischer Botschaftsvertreter zu den dänischen Journalisten gesagt „fuck Danish law“ – wir übersetzen das an dieser Stelle lieber nicht. Man könnte das höflich formuliert eine ziemlich herbe Kritik der Saudis am dänischen Recht nennen.

Deutsche Journalisten haben den peinlichen Vorfall bislang mit keinem Wort erwähnt. Schließlich ist jetzt Ramadan. Und Berichte über einen besoffenen Vertreter der Heiligen Stätten passen da nicht ins politisch korrekte Bild. Die Dänen gehen derweilen ganz offen damit um. Schließlich sind sie die Europameister beim Thema Alkohol (www.welt.de). Und damit sind sie eigentlich die besten Freunde der Saudis. Denn im Januar 2010 wurde eine Studie der saudischen König Fahd Universität veröffentlicht (www.substanceabusepolicy.com), nach der Alkoholmissbrauch unter jungen Saudis (trotz Alkoholverbots) ein großes Problem in Saudi-Arabien ist. Danach saufen, kiffen und koksen junge Saudis bis zum Umfallen. Deutsche Qualitätsjournalisten haben natürlich nicht über diese saudische Studie berichtet. Sie üben sich lieber im ehrerbietigen politisch korrekten vorauseilenden Gehorsam dem Islam gegenüber. In den nächsten Tagen werden Sie als Bürger nun also wieder einmal eingelullt mit weichgespülter Berichterstattung über Islam, Ramadan und die angeblichen Schönheiten des orientalischen Kulturkreises – derweilen dröhnen sich junge Saudis die Birne voll (hpd.de), um diese „Schönheiten“ einfach zu vergessen. Während also die deutschen Medien den Eindruck erwecken, im Ramadan gebe es bei Moslems kein Essen, keinen Alkohol und keinen Sex (n-tv.de), verursachen Moslems auf europäischen Straßen im Rausch schwerste Verkehrsunfälle – etwa mit Lamborghinis, die sie einfach so zum Spaß zu Schrott fahren.

Die dänischen Journalisten von Ekstra Bladet recherchieren derweilen weiter. Weil in Saudi Arabien auf Alkoholgenuss als Mindeststrafe die Auspeitschung steht, wollen sie nun von der saudischen Botschaft in Kopenhagen wissen, ob die Diplomaten den alkoholisierten Botschaftssekretär zumindest nach ihren eigenen Landesgesetzen bestraft haben. Hat der saudische Botschafter in Kopenhagen also auf dem Botschaftsgelände die Peitsche geschwungen? In dänischen Zeitungen werden sie das wohl bald nachlesen können.
{von Udo Ulfkotte}

 

One Response to “Peinlicher Ramadan-Auftakt: Saudischer Diplomat betrunken am Steuer”

  1. Bazillus Says:

    Frau Bischöfin Käsmann ist bereits zurückgetreten, obwohl Alkohol als solcher für Christen und auch Bischöfe nicht verboten ist, wohl am Steuer.

    Ob dieser Diplomat seine Tat nur durch einen Rücktritt von seinem Amt zu bezahlen hat oder ob er noch ein paar Peitschenhiebe obendrauf bekommt, wäre interessant zu erfahren. Mal schauen, ob die Scharia nur für einfache Gläubige gilt oder auch für höher gestellte Männer.


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