kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wo führt uns deine Gutmütigkeit hin, mein schönes Deutschland? 7. August 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 04:30

Leider kam ich ziemlich alt zu dir und dürfte dich als erwachsener Mann kennenlernen! Trotzdem liebe ich dich mehr als meine Heimat, in der ich geboren bin. Ägypten lehnte mich aufgrund meines christlichen Glaubens ab. Du aber, mein schönes Deutschland, hast mich aufgenommen und mich aufgepäppelt. Daher liebe ich deine Flagge, und wenn dein Name egal wo erwähnt wird, flattert mein Herz vor lauter Freude und Stolz. Fußball gucke ich sehr selten, aber wenn die deutsche Nationalmannschaft oder eine deutsche Mannschaft spielt, muss ich es mir ansehen. Aus Dankbarkeit für alles, was du mir gegeben hast, erlaubte ich mir, dir einen Artikel mit dem Titel „Nur Mut, gutmutiges Deutschland“ zu schreiben. Jetzt muss ich mich bei dir über deine grenzenlose Gutmütigkeit beschweren, die ein Ende nehmen soll.

Ich schäme mich sehr für Ägypten, obwohl ich sehr stolz auf die koptische Kirche bin. Heute (Freitag, den 06. August 2010) machten mich einige Kopten aus verschiedenen Ländern auf den Zirkus aufmerksam, den die ägyptischen Medien veranstalteten, weil man die Denkmäler der ermordeten Kopftuchträgerin Marwa Elscherbiny beschädigt hat. Weil ich dich liebe, mache ich dir nichts vor, und sage, dass mein Blut zum Brodeln anfing? Warum diese Frau bestimmt? Wie viele wurden in Dresden, Chemnitz, Leipzig und Brandenburg von den Glatzköpfen ermordet? Hat jemand ihnen gedacht? Oder weil sie keine Moslems waren? Wer finanziert den Verein „Bürger Courage“? Hat die ägyptische Regierung deinen Kindern gedacht, welche in Ägypten ermordet wurden, während sie ihren Urlaub verbrachten? Hast du einen müden Euro für sie als Entschädigung erhalten? Deine Regierung hat der Familie dieser ermordeten Kopftuchträgerin zwei Millionen Euro als Entschädigung bezahlt. Ihr Sohn darf gebührenfrei studieren. Deine Regierung musste sich mehrmals offiziell entschuldigen, weil der ägyptische Präsident, sein Außenminister, der ägyptische Botschafter in Deutschland und jede Menge Moslems aus allen islamischen Ländern dir an den Kragen gingen. Bis wann?!?

Bis wann wirst du klein beigeben? Es ist schön, dass man sich für die Rechte der Bürger mit Migrationshintergrund einsetzt, während man sie an ihre Pflichten erinnert. Die Gewalt und der Hass sollen aus unserem Alltag verbannt werden. Diese Prinzipien aber gelten für die Menschen, die diese Zivilisation einschätzen und respektieren, was auf die Moslems nicht zutrifft. Hörst du nicht von dem, was sie jeden Tag weltweit anstellen? Wenn du so weiter machst, werde ich eines Tages dich verlassen, wie ich Ägypten verließ, obwohl ich ehrlich nicht weiß, wohin?

Europa wurde vom Islam fast besiegt und Barak Hussein Obama schneidet mir den Weg nach Amerika ab. Dasselbe gilt für Australien! Zurück nach Ägypten geht keineswegs! Denn dort wartet auf mich als Blogger der sichere Tod. Siehst du, in welche Lage du mich gebracht hast? Entweder wachst du endlich auf, oder deine Kultur, Geschichte und Identität werden ausgelöscht, wie die Araber im siebten Jahrhundert mit dem koptischen Ägypten taten. Wach bitte auf, und bete zu Gott, dass er uns ehrliche Politiker schickt, die dich lieben, wie ich es tue.

Denkmal für Marwa El-Sherbini beschädigt

Unbekannte Täter haben laut „Focus-Online“ die Kunstinstallation, die in Dresden in Gedenken an die ermordete Muslimin Marwa El-Sherbini aufgestellt wurde, mutwillig zerstört. Die Sonderkommission Rechtsextremismus hat sich der Tat angenommen.

Der Dresdener Verein „Bürger.Courage“ und der Künstler Johannes Köhler errichteten am ersten Todestag der am Dresdner Landgericht aus islamfeindlichen Motiven ermordeten Marwa El-Sherbini am 1. Juli das erste von insgesamt 18 stilisierten Betonmessern vor dem Gerichtsgebäude. Inzwischen wurden weitere „Stiche“ in der Dresdner Innenstadt aufgebaut, fünf davon allerdings von Unbekannten umgeworfen und zerstört, teilte der Verein mit. Nach Angaben des Vereins wurden zudem Infotafeln gestohlen, „die auf die antirechtsextremistische Intention des Projekts hinweisen“. „Bürger.Courage“ geht daher von einer „mutwilligen, politisch motivierten Zerstörungsabsicht“ aus.

„Wir werden das Projekt fortführen“: Aus finanziellen und sicherheitstechnischen Gründen sei ein Wiederaufbau aller umgeworfenen „Messer“ leider nicht möglich. „Wir werden das Projekt aber fortführen“, so Vereinsvorsitzender Christian Demuth. Die Sonderkommission Rechtsextremismus des Landeskriminalamtes habe in dem Fall die Ermittlungen übernommen, weil ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht ausgeschlossen werden könne. Die schwangere Ägypterin El-Sherbini war unter rassistischen und islamfeindlichen Motiven mit 18 Messerstichen ermordet worden. Die Betonmesser symbolisieren die „kleinen und großen Stiche, die in Dresden Tag für Tag durch versteckten oder offenen Rassismus solchen Menschen widerfahren, die offensichtlich ihre Wurzeln nicht in Deutschland haben“.

http://www.igmg.de/nachrichten/artikel/2010/08/06/denkmal-fuer-marwa-el-sherbini-beschaedigt.html

Das Brachiale ist gewollt

Die Messer-Kunstwerke von Bürger Courage provozieren. Fünf Skulpturen wurden zerstört. Der Verein macht weiter und stellt neue auf.

Eine Betonstele in Form eines Messers vom Kunstprojekt „18 Stiche“ liegt umgeworfen und zerbrochen auf der Prager Straße. Unbekannte haben in Dresden mehrere dieser insgesamt 18 Denkmale zum Teil zerstört. Jedes der stilisierten Messer wog etwa 600 Kilogramm und war zur Erinnerung an die vor rund einem Jahr ermordete Ägypterin Marwa El-Sherbini in der Dresdner Innenstadt verteilt aufgestellt worden.

Die Kunstinstallation „18 Stiche“: Die Kunst hängt am Kran. Ein Lastarm hievt die 600 Kilogramm schwere Messer-Skulptur von einem Transporter durch die Luft. Das wuchtige Monument wirft bizarre Schatten aufs Pflaster. Kurz darauf steht der aus massivem Beton gegossene Messerschaft auf dem Neustädter Martin-Luther-Platz. Es sieht so aus, als ob ein Riese die Waffe mit stumpfer Gewalt in den Dresdner Boden gerammt hätte. Das schockierende Kunstprojekt, das an den Mord an einer Ägypterin in Dresden vor einem Jahr erinnern soll, verursacht teils hitzige Diskussionen. Passanten bleiben stehen, blicken forschend auf das Messer. Manche wenden sich rasch ab und schimpfen. Andere kommentieren es wohlwollend. „Find ich gut. Das rüttelt auf“, sagt Anwohner Carsten Stahlke.

Seit gestern stehen die fast mannshohen Beton-Messer an zwölf Plätzen in der Stadt. „Ein Projekt gegen Alltagsrassismus und Fremdenhass“, erläutern angeschraubte Erklärungstafeln. Die vom Staatsschauspiel-Bühnenbildner Johannes Köhler entworfenen Skulpturen sollen an die Messerstiche erinnern, mit denen die Muslimin Marwa El-Sherbini vor einem Jahr im Dresdner Landgericht getötet wurde. Ein Russlanddeutscher hatte die schwangere 31-Jährige während einer Landgerichtsverhandlung angegriffen und erstochen.

„Wir wollen an den Tod der Frau erinnern“, sagt Jens Wittig. Der Politikstudent ist Sprecher der Initiative Bürger Courage. Der Dresdner Verein versteht sich als „Freundeskreis gegen rechtsextremes Denken“ und hat bereits mit mehreren spektakulären Aktionen wie Videoprojekten und Kunstinstallationen vor Neonazis gewarnt. Doch jetzt geht es nicht vorrangig um Rechtsextremisten – auch nicht nur um das Gedenken an die Getötete. Der Mord soll Anlass dazu sein, sich mit Rassismus im Dresdner Alltag auseinanderzusetzen.

Kleine und große Stiche: „Es gibt genügend Beispiele, dass Menschen mit anderer Hautfarbe und anderer Sprache diskriminiert werden“, sagt Wittig. Die Kunstaktion soll provozieren, zum Nachdenken anregen, auch sticheln. „Die Messer stehen stellvertretend für die kleinen und großen, Stiche‘, die in Dresden Tag für Tag durch versteckten oder offenen Rassismus solchen Menschen widerfahren, die offensichtlich ihre Wurzeln nicht in Deutschland haben“, beschreibt Bürger Courage das Projekt. Das Brachiale ist gewollt. Und ruft Widerstand hervor. Seit dem Beginn der Aktion am 1. Juli – am ersten Todestag der Ägypterin stellte der Verein die erste Messer-Skulptur vor dem Gericht auf – wurden fünf der Mahnmale umgestoßen und beschädigt. Die Sonderkommission Rechtsextremismus des sächsischen Landeskriminalamtes ermittelt. „Das Umstoßen hat etwas sehr Auffälliges“, sagt eine Sprecherin der Behörde. Nicht auszuschließen sei daher eine rechtsextremistische Provokation, obwohl derzeit „in alle Richtungen“ ermittelt werde. Am Landtag und vier weiteren Orten erhielt der Verein keine Genehmigung für das Aufstellen der Skulpturen – unter anderem wegen der „Neutralität“ der Orte.

Vor dem Hauptbahnhof tauschen die freiwilligen Helfer von Bürger Courage bei ihrer gestrigen Tour durch die Stadt ein beschädigtes Messer gegen ein neues Kunstwerk aus. Wieder hievt ein Kran die mit Stahl verstärkten Betonklötze durch die Luft. Wenn die Skulptur mithilfe von Holzstreben befestigt ist, greift Josephine Koch zum Pinsel. Die Studentin streicht das Messer weiß an. „Ich habe dabei schon vieles erlebt“, sagt sie. Der Trupp von Bürger Courage muss sich für seine Messeraktion etlichen Kommentaren stellen. Manchmal wird er beschimpft. Die Aktion sei zu monumental und vermittle, dass ganz Dresden rassistisch sei, lautet der Hauptkritikpunkt. Andere bemängeln, erzählt Josephine Koch, dass nun offenbar Westdeutsche den Ostdeutschen Nachhilfe in Demokratie erteilen wollen. Manche fragen, wer denn etwas gegen kriminelle Ausländer unternehme. Wittig kennt das. „Unsere Truppe ist gemischt. Es sind Leute aus Ost- und Westdeutschland darunter: „Wir haben etwas gegen jede Form von Gewalt“, sagt er dazu. Vor dem Bahnhof bleibt es am Mittwoch ruhig, die meisten Reisenden ignorieren das Messer auf dem Weg zur Bahn.

Die Kunstaktion soll nicht nur in der Öffentlichkeit wirken. Sie soll auch Druck auf die Politik erzeugen. Nach Ansicht der Bürger Courage ist noch unklar, ob Trauer und „Aktionismus“ nach dem Mord nur eine „Eintagsfliege“ bleiben. „Ein seit Jahren diskutiertes Integrationskonzept kommt erst langsam in der Stadtverwaltung an“, heißt es in einer Erklärung des Vereins. „Es scheint auch so, dass oft zwischen, nützlichen‘ und, nicht nützlichen‘ Migrantinnen und Migranten unterschieden wird“. Bis Ende August sollen die Skulpturen stehen bleiben. Zum Jahrestag des Mordes hat die Stadt die ersten 16 000 Euro eines Programmes gegen Fremdenfeindlichkeit freigegeben – für ein Demokratieprojekt in Laubegast. Doch schnelle Erfolge im Kampf gegen Extremismus sind nicht zu erwarten. „Wir werden Puste brauchen“, sagte Oberbürgermeisterin Helma Orosz damals.

Sächsische Zeitung – von Thilo Alexe
http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2528031

 

One Response to “Wo führt uns deine Gutmütigkeit hin, mein schönes Deutschland?”

  1. Bazillus Says:

    Ich danke dem Verfasser für sein Bekenntnis zu diesem Land. Er weist zu Recht auf die Gefahren hin, die Europa und Deutschland in nicht allzuferner Zukunft erwarten können.

    Nur eine kleine Fehleinschätzung in der Überschrift: Gutmütigkeit ist es nicht, sondern zynisch-feiger politischer Wille, von der Mehrheit der Bevölkerung, die diese Politiker wählen, getragen.

    Sie alle wissen die hart erkämpfte Freiheit nicht mehr zu schätzen, die die europäische Kultur hervorgebracht hat. Wir sind auf dem besten Weg in ägyptische Verhältnisse. Sie haben die Familie, den christlichen Glauben und viele damit zusammenhängende Werte bewusst zerstört, um eine andere Republik aufbauen zu können, damit sie von christlichen Zwängen frei werden. Welche Freiheit meinen sie? Die Freiheit des Sexismus, welche in die Sucht führt? Die Freiheit des Islam, die in absolute Gehorsamsstrukturen führt? Die Freiheit des Sozialismus oder des Kommunismus, die in den nächsten GULAG und zu Morden an Grenzen führt? Das werden sie auch bald geschafft haben. Gutmütigkeit darf nicht mit kultur- und konturloser Feigheit verwechselt werden.

    Deutschland muss sich erst wieder seiner tragenden, ja christlichen Werte erinnern und bewusst werden, will es sich aus der Umklammerung eines überdehnten Rechtsverständnisses, welches die Selbstaufgabe des Staates fördert, befreien.

    Nächstenliebe ist u. a. die Liebe, Armen und in Not geratenen zu helfen. Da waren Deutschland und Europa mit einem soliden Asylrecht auf dem besten Weg und sind es immer noch. Dazu stehe ich. Nächstenliebe bedeutet nicht, einigen Menschen aus anderen Ländern eine Rundumversorgung ohne Arbeits- und Integrationswillen, die darüber hinaus noch unsere Kultur und unsere Einwohner als minderwertige Ungläubige, Schweinefleischfresser, Schlampen und Hurensöhne verachten, die nur dazu gut sind, ihnen den Lebensunterhalt zu bezahlen, zu ermöglichen. Frei herumlaufende Intensivtäter, egal aus welchem Land sie kommen oder Einheimische sind mir ein Gräuel. Opfer, die mit Messerstichen und Fußtritten gegen den Kopf massakriert wurden sollten nicht sehen müssen, dass der Täter eine Bewährung nach der anderen bekommt. Vermögensdelikte werden hierzulande teilweise härter bestraft als schwere Körperverletzungsdelikte. Die Relationen stimmen nicht mehr. Das alles meine ich mit Rechtsüberdehnung.


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