kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mariam und Samiria sind wieder zu Hause 7. August 2010

Filed under: Entführung minderjähriger Koptinnen — Knecht Christi @ 01:46

Mariam (15) und Samiria (13)

Mariam ist 15 Jahre alt und ihre Schwester Samiria ist 13 Jahre alt. Ihre Eltern sind einfache Bürger, die nur eine einzige Sorge im Leben haben, und zwar ihre vier Kinder großzuziehen und ihnen alles zu bieten, so gut ihr bescheidenes Einkommen dies erlaubt. Meine Infos habe ich der Homepage „Free Copts“ entnommen, welche in Zusammenarbeit mit dem koptisch-amerikanischen TV-Sender „Hope“ alles haargenau dokumentiert hat. Anhand der Videos auf Youtube wird dem Zweifel keinen Raum gelassen, damit keiner behaupten kann, dass sie mit zwei Moslems freiwillig durchgebrannt hätten, wie die Ordenshüter bei jeder Entführung einer minderjährigen Koptin zu verbreiten versuchen. Vor der Kamera der mutigen koptischen Aktivisten saßen die Eltern wie ein Häufchen Elend. Schluchzend sagte der Vater: „Mein Name ist Fathi Aziz Samaan und ich lebe mit meiner Familie in „Der Mewas“ in Minya. Als Arbeiter bei der Textil-Firma verbringe ich den Rest des Tages unter meinen Kindern. Aus Angst um Mariam habe ich angeordnet, dass sie nicht mehr zur Schule geht, wo sie wegen ihres christlichen Glaubens viel Ärger mit den Mitschülerinnen und Lehrern gehabt hat. Am 21. Juni 2010 kam ich von der Arbeit nach Hause und fand meine Frau außer sich. Als ich sie fragte, was los war, teilte sie mir mit, dass sie Mariam und Samiria auf den Markt schickte, um Gemüse und Obst einzukaufen, weil es ihr durch die Schwangerschaft schlecht ging. Sie kamen aber nicht zurück. Ich habe sie in allen Kirchen gesucht, wo sie immer ihre Freizeit verbringen. Bei all unseren Verwandten, Bekannten und Nachbarn fragte ich nach ihnen. Als ich sie nicht fand, ging ich zur Polizei, weil einige Augenzeugen erzählten, dass sie meine zwei Töchter in einem Auto sahen, dessen Kennzeichentafel Minyas Nummern aufwiesen. Die Offiziere erlaubten mir eine Vermisstenanzeige zu erstatten. Jedoch hat keiner von ihnen mehr als das gemacht. Weder die Kirche noch der Staat wollen mir helfen, meine Töchter zu finden. Jetzt ist ein Monat vergangen und wir erfuhren keine Gewissheit, obwohl wir überall nach ihnen suchen“.

Während der Vater sprach, hielt die Mutter die Bilder ihrer entführten Töchter in den Händen. Als sie zu Wort kam, brach sie zusammen. Mit erstickter Stimme sagte sie: „Ich will, dass meine Töchter die Kinder Christi bleiben. Helfen Sie mir bitte, meine Töchter zu finden“. Auf dem zweiten Video sieht man den Onkel von Mariam und Samiria (väterlicher Seite). Er ging mit den Kopten aus „Der Mewas“ nach Kairo, um in dem Kairoer Dom des Heiligen Markus gegen die Entführung der Gattin eines koptischen Priesters zu demonstrieren. In dem Dom sagte er: „Die Offiziere des Sicherheitsdienstes führen uns in die Irre. Mal sagen sie, dass unsere Mädchen im Süden Ägyptens seien, und mal seien sie in Kairo. Hilfen Sie uns bitte“.

Am 03. August bestätigte Pater Sarabamon Agban, der Hirte der Kirche des Heiligen Georg in „Nazlet Elbadraman“ (bei Der Mewas – Bundesland Minya), die Rückkehr der beiden Mädchen. Der koptische Priester berichtete, dass der Sicherheitsdienst in Malawy den Eltern die beiden Mädchen übergab, und dass er keine Details über die Entführung erfuhr, weil die Mädchen mit ihren Eltern und Verwandten nach Kairo fuhren. Das dritte Video ist ein Telefonat zwischen Mariam Ragy von Free Copts und Hany Samir, dem Cousin der Mädchen. Frau Ragy versuchte zu erfahren, warum die zwei Koptinnen 41 Tage spurlos waren, wo und von wem sie aufgehalten waren, und was sie erlebt haben. Sie fragte, ob sie blaue Flecken oder Schürfwunden am Körper hätten, oder ob man versuchte hat, sie zum Übertritt zum Islam zu zwingen? Herr Samir antwortete immer: „Ich weiß nicht“. Auf dem vierten Video sieht man die Moderatoren des koptisch-amerikanischen TV-Senders „Hope“, welche die Familie der beiden entführten Mädchen am Telefon interviewten. Unter der Familie befand sich der sehr aktive Rechtsanwalt und Menschenrechtler Scherif Ramzy, der sich viele Mühe dabei gab. Im Studio wurde die Verbindung mit dem koptischen Erzpriester Markus Aziz hergestellt, der mit Mariam und Samiria sprach, um nach ihrem Wohlbefinden zu fragen und sie zu stärken.

http://www.youtube.com/watch?v=w8qmkdL_pF4&feature=player_embedded


http://freecopts.net/arabic/2009-06-28-16-57-25/42-rokstories/5339-2010-07-21-19-37-52

http://www.youtube.com/watch?v=teuXS3oDFoc&feature=player_embedded

http://www.youtube.com/watch?v=iTeJRU0fppo&feature=player_embedded

 

One Response to “Mariam und Samiria sind wieder zu Hause”

  1. Bazillus Says:

    Ein Grund Gott zu danken. Tun wir es!


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