kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Was jetzt? Halleluja oder nicht? 4. August 2010

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 03:54

Wem glauben? Arabic-CNN oder Tagesschau.de?

Einer meiner koptischen Freunde in Holland schickte mir eine Mail mit dem Titel: Hurra! Als ich die Mitteilung öffnete, las ich „New York lehnt die Errichtung der umstrittenen Moschee ab“ und fand den Link: http://arabic.cnn.com/world/8/3/US.Ground.Zero-Mosque/index.html – ich klickte den Link an, und bevor ich mich von dieser Freude anstecken ließ, suchte ich fieberhaft im Internet danach, ob so was wahr sei. Ich fand mich dazu gezwungen, weil die Quelle, welche diese Nachricht veröffentlichte, eine arabische ist. Sowohl die arabische Abteilung von BBC als auch die arabische Abteilung von CNN sind in muslimischen Händen und daher traue ich ihnen beiden nicht. Als ich vor kurzem eine Nachricht ins Deutsche über Henryk Broder übersetzte, nachdem die ägyptische Tageszeitung „Alahram“ darüber berichtet hatte, schrieb ich, dass ich mir nicht sicher war, ob es stimme. Nichtsdestotrotz präsentiere ich dem Leser, was ich las, und übersetze die Nachricht ins Deutsche, wie sie geschrieben ist.

Am Samstag, 24. Juli 2010, hat die arabische Version von CNN eine Nachricht, welch ich von „Radio Vatikan“ bestätigt bekam. Was nur bei der katholischen Presseagentur fehlt, sind die Einzelheiten wie zum Beispiel die Namen: Bischof Timothy Dolan beendete den Leichtsinn des katholischen Priesters Keith Vinzy, welcher den Moslems in Staten Island das alte Kloster verkaufen wollte, damit sie es in eine Moschee verwandeln wollten. Sie wäre die erste Moschee an der südlichen Küste dieser Stadt. Hier haben Sie den kurzen Bericht:

USA: Pfarrgebäude wird nicht zur Moschee

Der Gebäudekomplex einer Pfarrei auf Staten Island in New York wird doch nicht zu einer Moschee. Der Pfarrer hat seine Genehmigung zum Verkauf zurückgezogen. Die „Muslim American Society“ wollte die Gebäude kaufen, um eine Moschee daraus zu machen. Mit der Entscheidung des Priesters geht ein heftiger dreimonatiger Konflikt zu Ende; ursprünglich hatte er nichts dagegen gehabt, den Komplex für 750.000 Dollar an den islamischen Verband zu veräußern. Allerdings hatte sich im Juli der Pfarrgemeinderat dagegen ausgesprochen. Die Berichte über eine mögliche neue Moschee im Viertel hatten in Midland Beach zu Anwohner-Protesten geführt. http://www.oecumene.radiovaticana.org/TED/Articolo.asp?c=412853

Gestern, Dienstag – 03.08.2010, lautete der Bericht über die umstrittene Moschee in der Nähe von „Ground Zero“ folgendermaßen: „New York lehnt den Bau einer Moschee in der Nähe von Ground Zero ab: Die Baubehörde in der amerikanischen Hauptstadt New York lehnte die Errichtung eines islamischen Zentrums auf der Ruine des „World Trade Center“ ab, wo man glaubt, dass es von Al-Kaida am 11.09.2001 zerstört wurde. Die Kordoba-Bewegung hofft darauf, 100 Millionen Doller zu sammeln, um ein 13stöckiges Zentrum zu bauen, welches den Islam in Amerika verbreitet und einen Dialog mit den anderen Religionen ermöglicht“.


Auf der anderen Seite berichtete Tagesschau.de über das Gegenteil! Wem sollen wir glauben?

Denkmalschutzbehörde gibt grünes Licht
Moschee am Ground Zero kann gebaut werden

Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter der New Yorker so sehr wie der geplante Bau einer Moschee am Ground Zero. Eine Verhöhnung der Opfer, meinen die Gegner. Ein Zeichen von Toleranz und Offenheit, sagen die Befürworter. Zumindest von Seiten der Behörden steht dem Bau jetzt nichts mehr im Wege.

„Haben wir denn vergessen, was am 11. September 2001 geschehen ist? Sie setzen die Familien der Opfer noch einmal dem Schmerz aus, das haben sie nicht verdient, sie haben schon genug gelitten“, sagt eine aufgebrachte New Yorkerin. Sie meint damit das Reizthema Nummer Eins in der Stadt, den geplanten Bau eines muslimischen Gemeindezentrums in Sichtweite von Ground Zero – dem Ort, an dem am 11. September 2001 etwa 3000 Menschen von radikalislamischen Terroristen ermordet worden waren. Eine junge Frau aus der muslimischen Gemeinde von Manhattan sieht das anders: „Wenn hier eine Moschee gebaut würde, dann wüsstet ihr endlich, worum es dem Islam eigentlich geht“, sagt sie. Der muslimischen Gemeinde geht es um Brückenbau zwischen den Religionen: Auf 13 Stockwerken soll das Kulturzentrum Platz bieten für ein Theater, ein Schwimmbad, eine Kochschule – es solle wie ein CVJM oder ein jüdisches Gemeindezentrum funktionieren, sagt sie. Der Gebetsraum ist nur ein Teil des 100-Millionen Dollar-Projektes. „Der Vorteil, es gerade hier zu tun, liegt darin, dass es uns hilft, die Anstrengungen um Integration zu verstärken – ein Teil unserer Probleme lag darin, unsere Arbeit der Öffentlichkeit zu präsentieren“, sagt Imam Feisal Abdul Rauf, der Leiter des Projekts.

Verhöhnung der Opfer? Jetzt ist er seinem Ziel einen Schritt näher gekommen: Die Denkmalschutzbehörde der Stadt New York hat grünes Licht für den Abriss des Gebäudes gegeben, das momentan dort steht, eine alte Mantelfabrik. Die Abstimmung war eine Hoffnung der Gegner – bei Denkmalschutz hätte nicht gebaut werden dürfen. Doch der Beschluss der neun Mitglieder des Behörden-Gremiums war einstimmig. „Diese Moschee ist eine Beleidigung aller Opfer von 9/11 und wir dürfen nicht vergessen, dass an diesem Tag Muslime im Nahen Osten und in Amerika jubelnd durch die Straßen gezogen sind“, sagt Feuerwehrmann Jim Bridges, dessen Sohn bei dem Anschlag ums Leben kam. Er spricht vielen Hinterbliebenen aus dem Herzen, aber nicht allen: „Amerika ist entstanden aus dem Prinzip der Religionsfreiheit, warum sollen wir Amerikaner als Nachfahren derer, die religiöser Verfolgung entkommen sind, nun die islamische Lehre verfolgen“, meint Charles Wolf – auch er hat Angehörige bei den Anschlägen verloren. Das überzeugt viele Gegner nicht, eine sehr sehr knappe Mehrheit der New Yorker lehnt das Projekt ab, mal mehr, mal weniger deutlich: Um die Morde von 2001 zu feiern, solle eine gigantische 13-stöckige Moschee auf Ground Zero herabschauen, „auf heiligen Boden“, hetzte eine radikale Aktionsgruppe in einem Fernsehspot. Die Befürworter ätzen: „Schaut doch mal auf den Stadtplan und schaut mal, wie hoch all die Gebäude sind, die zwischen dem Muslimenzentrum und Ground Zero sind – da kann überhaupt nichts herabschauen.“

New York – Synonym für Toleranz und Offenheit: „Schändlich“ nennt Bürgermeister Michael Bloomberg die Hetze der Gegner. Diese Stadt stehe jedem offen, Toleranz und Offenheit, das seien Synonyme für die Vereinigten Staaten und für New York. Nach der Entscheidung der Denkmalschutzbehörde müssen die Bauherren des muslimischen Kulturzentrums jetzt noch einen guten Teil der 100 Millionen Dollar Baukosten zusammenbekommen. Aber eine Hürde ist genommen. Die Wunde des 11. September sitzt noch tief, doch viele Menschen möchten gerne positiv nach vorn blicken. Das zeigen die bewegenden Worten eines Vertreters der Denkmalschutzbehörde: „Die Erinnerung an diesen Tag hängt nicht von einem Gebäude ab, sondern davon, wie man sie im Herzen behält. Wir können den Himmel nicht unter Denkmalschutz stellen, aber ich wünschte, wir könnten es“.

http://www.tagesschau.de/ausland/newyork164.html
Von Lena Bodewein, ARD-Hörfunkstudio New York – Bildunterschrift: Baustelle am Ground Zero: Hier soll auch eine Moschee entstehen – zum Unmut vieler New Yorker.

 

2 Responses to “Was jetzt? Halleluja oder nicht?”

  1. Bazillus Says:

    Wenn die Betreiber der Moschee es ehrlich meinten, würden sie freiwillig auf das Projekt zumindest zum jetzigen Zeitpunkt bei so einem GEgenwind aus der Bevölkerung verzichten. Da hier jedoch die religiöse Ideologie siegt, ist es wieder eines der Beispiele, die zeigen, dass der Begriff „Respekt“ im islamischen Wörterbuch eine andere Bedeutung hat als in der westlichen Welt.

    Wiederum geht es hier um Macht, etwas durchsetzen zu wollen, was zumindest die Hälfte aller US-Bürger ablehnt. Es ist schon eine Pietätlosigkeit der besonderen Art, den Islam gerade an einem solchen Ort als völkerverbindend und friedlich darstellen zu wollen, obwohl genau das Gegenteil in islamischen Ländern und in den islamischen Schriften gelebt und gelehrt wird.

  2. Bazillus Says:

    Kleiner Nachtrag:
    Die Frage:“Wem sollen wir glauben?“, erübrigt sich grundsätzlich bei solchen Problemstellungen in der westlichen Welt. Der vorauseilende Gehorsam des gutmenschlichen Denkens siegt zz. noch immer.

    Diese Frage wäre berechtigt, wenn in Saudi-Arabien eine Kirche oder Synagoge in der Nähe des heiligen Bezirks in Mekka gebaut werden sollte aus den gleichen Gründen, die die Betreiber dieses Moscheekomplexes vorgeben.

    Dieses Denken hat nichts mit Güte zu tun, schon garnicht mit christlicher Nächstenliebe, sondern mit Feigheit, mit Wunschdenken völlig an der Realität vorbei, mit politischer und religiöser Konturlosigkeit und Verantwortungsverweigerung. Wer die Realität in islamischen Ländern nicht zur Kenntnis nehmen will, wer den Gedanken des islamischen Eroberungsdenkens nicht zur Kenntnis nehmen will, zeigt, dass er verantwortungslos handelt.


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