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Die biblische Sintflut in 1. Mose: Gab es sie wirklich? 1. August 2010

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 00:19

Können wir Beweise dafür finden, daß die Sintflut zur Zeit Noahs wirklich stattgefunden hat?

Nach der Bibel war die Sintflut von katastrophaler Wirkung und führte, bis auf die Insassen der Arche, zur völligen Vernichtung allen menschlichen und tierischen Lebens auf der Erde. Hat sich die Sintflut jedoch wirklich ereignet? Können wir Beweise dafür finden?

 

Lassen Sie uns bei der Beantwortung dieser Frage mit der Bibel beginnen und uns kurz den Bericht über die Sintflut ansehen: „In dem sechshundertsten Lebensjahr Noahs am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf und taten sich die Fenster des Himmels auf “ (1. Mose – Genesis: 7,11).

Beachten Sie diesen wichtigen Umstand: All das Wasser entstammte sowohl aus der Atmosphäre („Fenster des Himmels“) als auch aus unterirdischen Wasserspeichern („Brunnen der großen Tiefe“). Der Bericht in 1. Mose deutet an, daß ein großer Teil des Wassers aus dem Erdinneren hervorkam. Sogar heute noch existieren riesige unterirdische Wasserspeicher, und eine erstaunliche Anzahl von unterirdischen Strömen durchzieht überall die Erde. In der Zeit vor der Sintflut waren diese wahrscheinlich noch häufiger vorhanden.

Was bedeutet nun der Ausdruck „brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf“? Der Bible Knowledge Commentary bemerkt zu 1. Mose 7, Vers 11: „Es gab damit einhergehende gigantische Umbrüche und Verschiebungen der Erdkruste, die überall zu einem Anstieg des Meeresbodens und zu einem Aufbrechen von unterirdischen Wasserspeichern führte“. Dieser Kommentar über das Aufbrechen der „Brunnen der großen Tiefe“ deutet an, daß es enorme Verschiebungen von Landmassen – möglicherweise sogar von Kontinenten – gab, was wahrscheinlich auch zu gewaltigen Vulkanausbrüchen führte. Die geologische Erdgeschichte weist Zeitperioden auf, in denen gewaltige Umbrüche stattfanden. Das Aufbrechen der „Brunnen der großen Tiefe“ schloss wahrscheinlich die Freisetzung dieses unterirdischen Wassers ein – begleitet von Vulkanausbrüchen – und verursachte die Bildung zumindest einiger neuer geologischen Schichten auf der Erde.

Können wir geologische Gesteinsformationen finden, die anscheinend unter Wasser entstanden sind? Auf jeden Fall! Es gibt viele solcher Formationen. Der größte Teil unseres Planeten ist mit Sedimentgesteinen bedeckt – Gesteine, die oft unter Wasser abgelagert wurden oder mit Wasser in Verbindung standen. Wir wollen uns dazu einen modernen Text für eine klare Definition ansehen: „Sedimentgestein: in der Geologie Gestein, das aus geologisch umgearbeiteten Materialien besteht, durch die Ansammlung und Verdichtung von Mineralien und bestimmten Stoffen geformt wurde und durch die Einwirkung von Wasser oder weniger häufig von Wind bzw. Gletschereis abgelagert wurde. Die meisten Sedimentgesteine sind durch eine parallele oder uneinheitliche Schichtung gekennzeichnet, die Schwankungen entweder in der Ablagerungsrate des Materials oder der Art der Stoffe, die abgelagert werden, widerspiegelt“ („Sedimentary Rock“ [Sedimentgestein], Microsoft Encarta Encyclopedia, 1993-2005, Microsoft Corporation). Laut The Dynamic Earth: An Introduction to Physical Geology sind dabei 75 Prozent der auf der Erdoberfläche sichtbaren Gesteine durch Ablagerung entstanden. Der Rest ist vulkanischen Ursprungs (Brian Skinner und Stephen Porter, 1989, Seite 20). In manchen Gegenden bedecken sedimentäre Ablagerungen die Erde bis in eine Tiefe von acht Kilometern. Diese durch wasserbedingte Ablagerungen entstandenen Schichten bieten reichhaltige Beweise für massive Überflutungen, wie sie außerhalb der Bibel nie in der menschlichen Geschichte aufgetreten sind. Uns ist natürlich bewusst, daß nicht alle geologischen Phänomene durch eine einzige Flut erklärt werden können. In der Tat beginnt die Bibel mit der Beschreibung unseres Planeten als mit Wasser bedeckt (1. Mose 1,2; 9-10). Viele Ablagerungsschichten der Erde müssen auf diese Zeit oder sogar noch davor datiert werden. Das enorme Ausmaß der Sintflut
zur Zeit Noahs hat aber zweifellos andere, spätere Gesteinsformationen bewirkt.

Sehen Sie zum Beispiel diese Beschreibung eines Gesteinsaufschlusses in Agate Springs im Nordwesten des US-Bundesstaats Nebraska: „Was von dem Hügel übrig ist, bedeckt etwa eine Fläche von 40 000 Quadratmetern. Dieses Knochenbett wurde 1876 zufällig entdeckt. Es enthält die Knochen von Nashörnern, Kamelen, riesigen Wildschweinen und anderen Tieren, die zusammen als eine durcheinandergewürfelte Masse, wie sie nur durch Ablagerungen durch Wasser zustande kommen kann, begraben liegen. Auf diesem Hügel sind die Knochen von schätzungsweise 9000 vollständigen Tieren begraben … Daher ist es wahrscheinlich, daß ein Vielfaches dieser Zahl an Tieren dort bei diesem Hügel zusammengebracht und durch die Wassereinwirkung begraben wurde … Das ist eine äußerst wichtige Tatsache. Tiere jeglicher Art sind in großer Zahl gestorben und wurden fast augenblicklich begraben“ (Alfred Rehwinkel, The Flood, 1951, Seite 183, Hervorhebungen durch uns).

Die wesentliche Tatsache ist, daß diese massive Ablagerung von vielen Tierarten offensichtlich von einer riesigen Wassermenge bewerkstelligt wurde. Die „International Standard Bible Encyclopedia“ liefert zusätzliche Beweise für die Sintflut Noahs: „Einer der überzeugendsten von diesen Beweisen findet sich in der Höhle von San Ciro am Fuß der Berge, die die Ebene von Palermo in Sizilien umgeben. In dieser Höhle wurde eine riesige Menge von Nilpferdknochen aller Altersstufen einschließlich Föten gefunden, zusammen mit einigen Knochen von Hirschen, Ochsen und Elefanten. Diese waren so frisch, als sie entdeckt wurden, daß sie zu Schmuckstücken verarbeitet und poliert wurden und immer noch eine bedeutende Menge an Stickstoff enthielten. Zwanzig Tonnen dieser Knochen wurden in den ersten sechs Monaten nach ihrer Entdeckung für kommerzielle Zwecke verfrachtet. Offenbar hatten die Tiere, von denen diese Knochen stammten, in dieser Höhle Zuflucht vor dem steigenden Wasser gesucht, das sie aus den umliegenden Ebenen dorthin getrieben und sie dann in diesem Amphitheater von Bergen während einer allmählichen Überflutung eingeschlossen hatte.

Ähnliche Knochensammlungen finden sich in verschiedenen Felsspalten in England und Westeuropa, vor allem im Felsen von Gibraltar und bei Santenay, einige wenige Kilometer südlich von Chalons in Zentralfrankreich, wo es eine Knochenansammlung in Spalten gibt, die sich 300 Meter über dem Meeresspiegel befinden. Diese ähnelt der Beschreibung nach in vielerlei Hinsicht derjenigen in der Höhle von San Ciro, auch wenn an diesen Orten keine Nilpferdknochen vorkamen. Stattdessen waren die Knochen von Wölfen, Bären, Pferden und Rindern, von denen keine von Raubtieren angenagt waren, dort wahllos zusammengewürfelt, als wären sie von alles durchdringenden Wasserströmen angeschwemmt worden“ (1915, „Deluge of Noah“). Viele Menschen haben beim Wandern in den Bergen versteinerte Schalentiere, Fische oder andere Wasserlebewesen gefunden und sich darüber gewundert. Das Auffinden solcher Fossilien beweist, daß diese Schichten in der Vergangenheit einmal unter Wasser standen.

Warum die biblische Sintflut nicht anerkannt wird: Warum akzeptieren die modernen Geologen und Wissenschaftler angesichts solcher offensichtlicher Beweise nicht bereitwillig die Möglichkeit, daß die Sintflut so stattgefunden hat, wie die Bibel sie beschreibt? Ein Grund dafür liegt darin, daß diese relativ jungen Formationen von Geologen als (in den meisten Fällen) Millionen von Jahren vor der biblischen Sintflut datiert werden. Die Evolutionstheorie hatte einen solchen starken Einfluss auf das Denken der Intellektuellen dieser Welt, daß die Wahrheiten der Bibel weitgehend vergessen oder abgelehnt wurden.

Moderne Geologen haben fast durchgängig das, was als „geologische Säule“ bezeichnet wird, akzeptiert. Die geologische Säule spiegelt angeblich die Geschichte des Lebens, wie sie sich nach Meinung der Geologen auf Erden abgespielt hat, in Form von periodischen Epochen oder Zeitaltern wider, die jeweils von sehr langer Dauer gewesen sein sollen. Daher wird angenommen, daß ein Großteil der Erdschichten seit Millionen von Jahren besteht. Diese werden gemäß der Säule entsprechend zeitlich eingeordnet. Den meisten Menschen ist dabei nicht bekannt, daß an den meisten Stellen der Erde keine „geologischen Säulen“ vorliegen.

Ein gutes Beispiel dafür kann im Grand Canyon in Arizona gefunden werden. Oben auf dem Grand Canyon befindet sich eine Gesteinsformation, die die Kaibab-Formation genannt wird und als eine Formation der Permperiode zeitlich eingeordnet wird (was etwa einem Alter von 250 Millionen Jahren entspricht). Nicht nur das, in der Mitte der Grand Canyon-Schicht gibt es in der Säule zwischen der Temple-Butte-Formation und dem Muav-Kalkstein auch eine Lücke von mehr als 100 Millionen Jahren (siehe Stanley Beus und Michael Morales, Herausgeber, Grand Canyon Geology, 1990, Seite 9). Im Endeffekt erfolgt die Datierung von
Erdschichten durch die Geologen nicht mit Hilfe von objektiven, wissenschaftlich nachprüfbaren Datierungsmethoden, sondern ist eher stark vom Glauben an die Evolutionstheorie, die Äonen an Zeit erforderlich macht, beeinflusst. Es gibt viele Fälle, bei denen die Zeitdaten, die in einem Labor ermittelt wurden, nicht mit der modernen Vorstellung davon übereinstimmen, wie alt eine bestimmte Gesteinsformation gemäß einer vorher festgelegten, theoretischen geologischen Säule zu sein hat.

Vorherrschender Einfluss „evolutionärer Befangenheit“: Viele Gesteinsformationen scheinen von Geologen als viel zu alt datiert worden zu sein, weil diese sich von der Evolutionstheorie zu Vorurteilen verleiten ließen. Zum Beispiel akzeptieren es Evolutionisten im Allgemeinen als eine Tatsache, daß bestimmte Spezies von Lebewesen nur auf der Erde existierten, um auszusterben. Im US-Bundesstaat Wyoming befinden sich Fossilien von Millionen von Fischen, von denen angenommen wird, daß sie während der Eozän-Epoche gestorben sind, die auf etwa 50 Millionen Jahre vor unserer Zeit datiert wird. Die Geologen wissen nicht genau, woran sie starben, aber es ist ziemlich offensichtlich, daß irgendeine Art von Katastrophe all diese Fische getötet haben muss. Wenn sie richtig verstanden und zutreffend interpretiert werden, weisen die geologischen Erdformationen eindeutig auf vergangene Katastrophen hin. Es ist leicht zu sehen, daß viele dieser Formationen das Ergebnis einer oder mehrerer katastrophaler Fluten sind, wenn echte wissenschaftliche Fakten herangezogen werden, ohne die Voreingenommenheit der modernen Interpretationsweise von geologischen Phänomenen. Leider haben aber viel zu viele unserer führenden Intellektuellen die Vorurteile eines Erziehungssystems akzeptiert, das auf der Evolutionstheorie aufgebaut ist.

Dieses Denken verleugnet auf törichte Weise die Existenz des Schöpfers oder die Tatsache, daß er eine weltweite Sintflut über die Erde gebracht hat, weil die damaligen Männer und Frauen in Gewalttaten und anderen Sünden versunken sind. Bei der Erwägung dieser Fragen täten wir gut daran, über die Worte des hebräischen Propheten Amos aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. nachzudenken. Er erinnert uns an Gottes absolute Macht über diesen Planeten in Amos 9, Verse 5-6: „Denn Gott, der HERR Zebaoth, ist es, der die Erde anrührt, daß sie bebt und alle ihre Bewohner trauern müssen, und daß sie sich hebt wie die Wasser des Nils und sich senkt wie der Strom Ägyptens; er ist es, der seinen Saal in den Himmel baut und seinen Palast über der Erde gründet, der das Wasser im Meer herbeiruft und schüttet es auf das Erdreich. Er heißt HERR“!

 

Quelle: „Gute Nachrichten“ – info@gutenachrichten.org 

 

One Response to “Die biblische Sintflut in 1. Mose: Gab es sie wirklich?”

  1. Bazillus Says:

    Ich denke, dass die Sintflut Tatsache ist, da sie in verschiedenen Kulturen Erwähnung findet.


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