kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wiederholtes Szenario 29. Juli 2010

Filed under: Wiederholtes Szenario — Knecht Christi @ 03:57

Ganouven und Polizei Hand in Hand

Als Kopte, der in Ägypten geboren und aufgewachsen ist, erlaube ich mir, dem werten Leser im deutschsprachigen Raum die Misere der Kopten näher zu bringen, damit jeder mitfühlen kann, welches Unrecht der Kopten angetan wurde und immer noch  angetan wird. In diesem Buch versuche ich, nicht nur die grauenhaften Attentate und gruseligen Angriffe gegen friedliche ägyptische Bürger zu registrieren, sondern auch zu begründen, warum sie überhaupt verübt wurden. Bei diesem Versuch, der ganzen Welt die nackte Wahrheit zu präsentieren, versichere ich die Objektivität und die Transparenz.

Um mir die Polemik und die Kritik der streitlustigen Politiker und doppelzüngigen Journalisten Ägyptens, welche die Wahrheit fälschen, Lügen in die Welt setzen und die ehrlichen Kopten als Verräter und Feinde des eigenen Landes bezeichnen, zu ersparen, schreibe ich nie ein Wort, ohne vorher genau recherchiert zu haben. Wenn ich über ein Ereignis berichte, muss ich mich vergewissern, dass es sich nicht um ein Gerücht handelt. Dabei stütze ich mich auf Berichte der weltweiten Presse, die handfeste Beweise und Bilder.

Was die Anführung der Begründung dieser barbarischen Attentate anbelangt, versichere ich meine absolute Vorurteilslosigkeit und bin bereit meine Quellen mit jedem durchzugehen, dessen Muttersprache Arabisch ist. Mit diesem Buch erhoffe ich mir, dass die Welt endlich etwas dazu beiträgt, der Verfolgung und Diskriminierung der Kopten ein Ende zu setzen, anstatt nur passiv darüber zu berichten und Mitleid zu haben. Sowohl ich als auch jeder Menschenrechtler, den ich kenne, träumen von dem Tag, an dem jeder Kopte sicher lebt und seine Rechte wie jeder andere Bürger genießt, ohne Angst um Tochter vor Entführung, Hab und Gut vor Zerstörung oder Raub, vor Anpöbeln anlässlich seines Kreuzes oder um die Kirchen zu haben. Nur eine Bitte hätte ich gern an jeden, der dieses Buch liest, und zwar irgendwas zu leisten, um die Verfolgung in Ägypten zu stoppen. Ohne Sie bleiben die Kopten dem islamischen Terror ausgeliefert, der von den Politikern Ägyptens systematisch benutzt wird, um nicht nur Ägypten zu islamisieren, sondern die ganze Region. Zeigen Sie bitte Solidarität mit den Kopten und denken Sie nicht viel darüber nach, was die Zivilcourage kostet.

Einführung

Ich suchte diesen Titel für mein Buch aus, weil alle Attentate dasselbe Muster haben. Bei jedem Angriff auf die Kopten ging und noch geht es um eine Kirche, welche die Kopten entweder gebaut haben oder nur das Grundstück dafür gekauft haben, um darauf eine Kirche zu bauen. Die Reaktion des Staates aber ist nicht jedes Mal ähnlich. Denn es hängt davon ab, wo das geschieht. Meistens wird dafür gesorgt, die Moslems durch irgendein Gerücht gegen die Kopten anzustacheln, wie es zum Beispiel bei dem Massaker von Koscheh passierte, als die Moslems durch Lautsprecher verbreiteten, dass die Christen das Trinkwasser vergiftet, das islamische Lehrzentrum zerstört und etliche Moslems umgebracht hätten. Ein gefährliches Instrument in der Hand des Staates ist die Presse, die bei vielen Unruhen die Hauptrolle spielte.

Eine Tageszeitung namens „Elfagr“ berichtete während Ramadan des Jahres 2005 bei 3 Ausgaben hintereinander über ein islamkritisches Theaterstück, welches in der Kirche der Heiligen Georg und Antonius in Alexandria gespielt wurde. Dies fädelte die Regierung wegen eines Geschäftes mit den Moslembrüdern mitten in den Parlamentswahlen ein, was ich später erklären werde. Und wo man die Moslembrüder erwähnt, darf man ihre gravierende Rolle bei diversen und vielen Attentaten nicht vergessen. Denn sie stützen sich auf das islamische Gesetz, was man als Schariaa kennt. Jeder Staatschef in den arabischen bzw. islamischen Ländern, der nicht gemäß der Schariaa regiert, gilt für sie als „Kafer – Ungläubige“. Deswegen musste Anwar Saddat sterben, der ihnen unbegrenzte Macht gab. Sowohl die Moslembrüder als auch die anderen radikalen Gruppen, die durch die Zerwürfnisse entstanden, sehen die Christen und Juden als verwünschte Feinde Allahs, welche man entweder zum Islam gewollt oder gezwungen führen oder bekämpfen muss.

Trotz der Brutalität der fundamentalistischen Moslembrüder und der anderen extremen Gruppen genießen sie die Sympathie des muslimischen Volkes; in Ägypten und in allen arabischen und islamischen Ländern. Kein Wunder! Sie rechtfertigen ihre Prinzipien und Gedankengut durch eindeutige Verse des Korans und Aussagen ihres gehuldigten Propheten. Wer soll ihnen dann widersprechen? Egal was sie sagen, wird ihnen geglaubt. Dabei gibt es noch einen sehr wichtigen Grund, warum die Moslems in Ägypten derartige Sympathie für solche Gruppen zeigen, nämlich dass über 45% der Bewohner Ägyptens Analphabeten sind. In Europa gibt es auch eine hohe Anzahl von den Analphabeten. Aber ein Analphabet in Deutschland zum Beispiel lässt sich nicht über den Tisch ziehen, weil er eine eigene Meinung bilden darf und kann, was auf Ägypten nicht zutrifft. Die Analphabeten in Ägypten sind sehr arm und zugleich einfach. Ihr Handicap ist ihre Naivität. Denn sie glauben einem Offizier oder Scheich alles, weil sie Macht haben oder über Vermögen oder Bildung verfügen, ohne den Gerüchten auf den Grund zu gehen.

Jene einfachen Menschen fressen den Fundamentalisten den Hass auf Christen und Juden aus der Hand und lassen sich regelrecht instrumentalisieren und in Bestien verwandeln. Ebenso werden sie von den extremen Gruppen eingeschüchtert; wenn nicht durch die „Qualen im Grab“ und Erklärung für „Kofar – Ungläubige“, dann durch Enthalten der Gaben und Vorteile bis zu Züchtigen und Eliminieren. Der ägyptischen Regierung kommt das alles ja gelegen. Sie braucht nur ein Packt mit den Moslembrüdern zu schließen, was Anwar Saddat irrtümlicherweise tat und sein Nachfolger gegenwärtig tut.

Wie man weiß, sind die Ehre und Religion im Orient überaus heilig, und wenn man sie ansatzweise berührt, steht die Welt kopf. Dies nutzt der ägyptische Staat teuflisch aus, und zwar durch Verbreiten der Gerüchte. Oft heißt es: „Ein Christ hat den Islam und den Propheten beleidigt“. Bei dem Angriff auf drei Kopten in Menufia, der ein islamischer Terrorist in Ramadan des Jahres 2009 verübte, und bei dem einen älteren Herrn grausam geschlachtet wurde, verbreitete die ägyptische Zeitung „Elyom Elsabaä“ diesen Schwachsinn. Der Sicherheitsstab übernimmt dabei die Rolle der Schlangenbeschwörer. Oft wurde bekannt, wie hochrangige Offiziere, die Massen auf Christen losschickten. Sie machen das nicht, weil sie die Christen hassen, sondern weil sie einen Plan durchführen müssen, der von ganz oben stammt. Kein Offizier, Verantwortlicher oder Scheich kann etwas von sich unternehmen, ohne zuvor eine deutliche Anordnung erhalten zu haben. Sonst handelt er sich jede Menge Ärger ein. Jeder darf eine bestimmte Rolle spielen und keineswegs nach eigenem Gutdünken handeln. Es ist doch ein Mosaik!

Noch ein Steinchen bei diesem gruseligen Mosaik darf nicht fehlen! Damit sind die Ganoven gemeint. Dabei handelt es sich um registrierte und mehrfache Vorbestraften und Killer. Diese Schwerverbrecher stehen dem ägyptischen Staat zu Diensten. Sie werden methodisch eingesetzt, um alles kurz und klein zu schlagen, was den Christen gehört, und um die aggressiven Moslem anzuspornen und zu ermutigen, sich um eine Kirche zu versammeln oder sie in Brand zu setzen. Diejenigen, die von diesen Schwerverbrechern verhaftet werden, um so zu tun, als ob man sie zu Rechenschaft ziehen würde, müssen unter 21 Jahren sein, damit sie die Milde der parteiischen Justiz spüren.
Bei dem wiederholten Szenario geht es wie gesagt um eine Kirche! Ein Streit wird inszeniert. Von wegen legt ein Moslem sich mit einem Kopten an. Dann eskaliert die Lage, nachdem die Angehörigen des Moslems sich eingeschaltet hatten. Zufälligerweise sind diese Angehörigen nicht geringer als die ganzen Einwohner eines kleines Dorfes oder eines Bezirks. Erstens wird „Allah Akbar“ und zu Dschihad aufgerufen. Dann nimmt die Routine ihren üblichen Lauf. Unter Aufsicht der Staatsmacht werden die Christen in ihren Häusern, in den Kirchen oder auf der Straße geschlagen. Dabei werden ihre Häuser zerstört, beraubt und in Brand gesetzt. Die Geschäfte, Firmen, Apotheken und Kliniken der Kopten werden demoliert. Auf dem Land oder im Süden Ägyptens werden die Felder entweder beschädigt oder verbrannt.

Wenn alles vorbei ist und der Plan durchgeführt wurde, taucht die Polizei auf und die Sirenen der Feuerwehrfahrzeuge fangen erst an zu heulen. Ratzfatz verhaftet die ägyptische Polizei einige Menschen, unter denen auf jeden Fall einige Christen sein müssen, obwohl sie die Opfer sind. Das ist aber die Balance-Politik, welche die ägyptische Regierung bei jeder Unruhe verfolgt, um die Führung der koptischen Kirche dazu zu zwingen, sich mit den Moslems zu versöhnen und auf alle ihre Rechte zu verzichten. Die Kirche muss ständig klein beigeben. Denn es geht um ihre Kinder und Hirten, die man durch falsche Zeugen belastet, sodass ihnen harte Strafen drohen.

Kein Tag vergeht in Ägypten, ohne dass etwas sich ereignet, das die Kopten erschüttert. Die koptischen Mädchen, welche zwischen 14 und 18 werden entführt bzw. verführt und zwangsweise islamisiert, ohne die Kirche zu informieren, wie das Gesetz vorsieht. Andauernd tauchen Artikel oder Bücher auf, die das Christentum herabwürdigen, ohne Rücksicht auf Folgen, die Gefühle der Christen oder den Christen die Chance zu geben, Stellung zu nehmen. In den Moscheen hören die Christen mit eigenen Ohren, wie ein Imam sie als Ungläubige bezeichnet und die Moslems auffordert, sie zu bekämpfen. Am Ende des Freitagsgebetes, bei dem die Straßen mit Gewalt gesperrt werden, richten die gläubigen Betenden folgende Gebete an Allah: „Möge Allah die Juden und Christen erniedrigen … sie entzweien und zerstreuen … ihnen wütende Orkane, starken Wind und zerstörerische Katastrophen schicken … den Islam und die Moslems zum Sieg verhelfen … den Mujahidien überall den Sieg schenken … wir bitten dich, Allah, Amerika und Israel und alle ihre Streitkräfte zu zerstören … vernichte sie alle, ohne einen Mann von ihnen übrig zu lassen … Mache ihre Frauen zu Witwen und ihre Kinder zu Vollwaisen“. Wie ein einziger Mann entgegnen die gläubigen Moslems dem Imam: „Amen, erhöre uns du Allah, der Herrscher aller Welten“! Warum hassen die Moslems dermaßen die Christen und Juden? Warum drehen sie durch, wenn eine Kirche gebaut wird?

Um diese Frage beantworten zu können, muss man sich mit dem heiligen Buch der Moslems, den Aussagen ihres Propheten und der Lehre der Nachfolger Mohameds befassen. Dann setzt man sich mit der Geschichte ab der arabischen Eroberung Ägyptens auseinander. Wichtig ist auch das, was die Kopten an Schmach, Benachteiligung und Folter zu den Ären der muslimischen Kalifen erlitten. Zu keiner Epoche konnten die Moslems die Juden und Christen ausstehen. Nur diejenigen, die nichts vom Islam wissen oder nicht in die Moschee gehen, können sich mit den Nicht-Muslimen anfreunden, weil sie den Koran nicht lasen und keinen Hassprediger hörten, der zu Dschihad aufruft. Ein gläubiger Moslem kann leider nicht über seinen eigenen Schatten springen. Von klein an hört er, dass die Christen und Juden ungläubig sind. Die Eltern und Moscheen erzählen den kleinen Kindern, dass die Schriftleute (Juden und Christen) ihre Heiligen Bücher verfälscht hätten, weil der Prophet des Islam darin erwähnt wäre. Jedes muslimische Kind ist der festen Überzeugung, dass die Juden von Allah zu Affen und Schweinen verwandelt wurden, weil sie ihm nicht gehorchten. Was die Christen betrifft, wissen die muslimischen Kinder, dass sie Allah beigesellen, weil sie drei Götter anbeten und sogar behaupten, dass Issa – Marias Sohn – ihr Gott sei.

Mit diesem vergifteten Intellekt begegnet ein Moslem seinem christlichen Mitbürger. Ich kann leider nicht „jüdischen Mitbürger“ sagen, weil es absolut unmöglich ist, dass Juden sich in Ägypten aufhalten. Stellen Sie sich die wilden Stiere Spaniens vor, wenn sie einen sehen, der rot angekleidet ist! Ich erinnere mich an Frau „Michteld Mannus“, die Leiterin des Goethe-Institutes in Alexandria, und wie sie gehasst von den Teilnehmern wurde, weil sie herausfanden, dass sie eine Jüdin war. In Wien sprach ein Türke einen koptischen Arzt vor dem Supermarkt „Hofer“ an, welchen er für einen Moslem hielt. Er sagte dem Kopten wortwörtlich: „Kauf doch hier nicht ein. Das gehört den Juden. Geh lieber bei den islamischen Geschäften einkaufen“!

Zugegeben können Ägypten und sogar die Saudis ihre Terroristen zähmen oder zurückpfeifen, wenn sie wollen. Was man auch zugeben muss, ist die Tatsache, dass mancherlei christliche Länder zu diesem Mittel griffen, um eigene Vorteile und Profite zu erreichen, selbst wenn es krasse Folgen später hatte. Man muss gestehen, dass „Osama Bin Laden“ und sein Netzwerk „Al-Kaida“ auf dem Mist der Amis wuchsen, als sie die Russen lähmen wollten. Gelitten haben aber dann die Kopten, nachdem sie oft zum Sündenbock gemacht wurden, als Nasser, Saddat oder Mubarak in der Klemme steckten und das Volk irgendwie davon ablenken wollten. Leider machen sie aus der Religion „Opium“ fürs Volk, damit keiner denkt und zuwiderhandelt.

 

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