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Ukraine: Entsetzen nach tödlichem Bombenanschlag auf Kirche 29. Juli 2010

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 18:41

Bombe mit Sprengkraft von 400 Gramm TNT explodierte am Eingang einer zum Moskauer Patriarchat gehörenden Kirche in Saporoschje und tötete Ordensfrau

Kiew (KAP): In der Ukraine herrscht nach dem Bombenschlag auf eine orthodoxe Kirche in der Großstadt Saporoschje Entsetzen. Ortsbischof Josif (Zlatolynskyi) machte am Donnerstag religiöse Extremisten für die Tat verantwortlich. Die Täter wollten Angst und Hass auslösen. Bei dem Anschlag waren am Mittwochnachmittag eine Ordensfrau getötet und acht Menschen verletzt worden. Ein Sprecher des Innenministeriums in Kiew schloss einen terroristischen Hintergrund nicht aus. Laut Polizeiangaben explodierte eine Bombe mit einer Sprengkraft von etwa 400 Gramm TNT am Eingang der zum Moskauer Patriarchat gehörenden Kirche. Ein Großteil der Inneneinrichtung des Gotteshauses wurde zerstört. Zum Zeitpunkt des Anschlags hielten sich in der Kirche rund 20 Menschen auf, wie ukrainische Medien berichten. Der Anschlag ereignete sich am Tag der Abreise des russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I. aus der Ukraine. Gegen dessen neuntägigen Besuch in dem Land hatten ukrainische Nationalisten protestiert. Mit der Kirche des Moskauer Patriarchats konkurrieren in der Ukraine zwei von Russland unabhängige orthodoxe Kirchen. Saporoschje liegt im Südosten des Landes und hat rund 800.000 Einwohner. Sicherheitskräfte durchsuchten nach dem Anschlag alle übrigen Kirchen der Region. http://www.kathweb.at/content/site/nachrichten/database/33915.html


Ukraine: Nonne bei Anschlag in Kirche getötet


Anschlag geschah während Besuch von Kirill

Bei einem Bombenanschlag auf die Kathedrale der ukrainischen Stadt Saporoschje ist am Mittwoch eine 80- jährige Nonne getötet worden. Mindestens 8 weitere Menschen wurden bei der Explosion im Südosten der Ukraine verletzt. Die Kathedrale gehört zum Moskauer Patriarchat der russisch- orthodoxen Kirche. Der Zwischenfall ereignete sich am letzten Tag des Besuchs des Moskauer Patriarchen Kirill in Kiew. Der Sprengsatz detonierte gegen 16.30 Uhr Ortszeit (15.30 Uhr MESZ). Die Hintergründe des Anschlags waren zunächst unklar. Die Nonne starb an ihren Verletzungen im Krankenhaus. Die Explosion ereignete sich am Jahrestag des Übertritts des Landes zum Christentum im Jahr 988. Ukrainische Nationalisten befürchten nach dem Regierungswechsel in Kiew und dem Amtsantritt des prorussischen Präsidenten Janukowitsch, dass die russisch- orthodoxe Kirche ihren Einfluss erheblich ausweitet. Bei Protesten gegen die Rundreise Kirills waren in den vergangenen Tagen zahlreiche Demonstranten festgenommen worden. Der Moskauer Patriarch sagte, er habe für die Einheit des ukrainischen Volkes und die Überwindung der inneren Spaltung gebetet, die „des augenblicklichen politischen Vorteils wegen kultiviert worden war“. Die Ex- Sowjetrepublik ist ein tief gespaltenes Land – mit starken nationalistischen Tendenzen im Westen und einer russischsprachigen Bevölkerung im Osten.
http://www.vol.at/news/politik/artikel/neun-verletzte-bei-explosion-in-kirche-in-ukraine/cn/apa-1142656010

Kiew: Demo gegen Besuch Kyrills


Teile der orthodoxen Kirche in der Ukraine wehren sich dagegen, die Autorität von Moskau anzuerkennen

Kiew (kath.net/RV) Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. besucht derzeit die Ukraine, um die Einheit der ukrainischen Gläubigen mit der russischen Orthodoxie zu stärken. Dagegen gibt es in der Ukraine zum Teil heftige Widerstände. Die ukrainische Polizei hat am Montag in Kiew eine nicht genehmigte Demonstration gegen den Besuch Kyrills aufgelöst. Das berichtet Radio Vatikan mit Berufung auf die Nachrichtenagentur apic.

Die Anhänger der nationalistischen Bewegung Svoboda (Freiheit) hatten sich zum Protest vor der Sophienkathedrale in der Hauptstadt versammelt. Dort feierte der Patriarch von Moskau einen Gottesdienst. Einige der Demonstranten trugen Masken mit den Gesichtern von Kyrill und von Russlands Präsident Dmitri Medwedew. Sie skandierten: „Raus mit dem Priester von Moskau“. Teile der orthodoxen Kirche in der Ukraine wehren sich dagegen, die Autorität von Moskau anzuerkennen. Die Ukrainisch-orthodoxe Kirche, das so genannte Kiewer Patriarchat, lehnt jeden Einfluss Russlands in dem seit 1991 unabhängigen Land ab. Die Ukrainisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats gehört der Russisch-orthodoxen Kirche in Moskau zu. Zwischen beiden tobt ein Streit um Legitimität und Besitzansprüche. Patriarch Kyrill betrachtet die Ukraine als sein kanonisches Gebiet. Der Patriarch hält sich für neun Tage in der Ukraine auf.

 

One Response to “Ukraine: Entsetzen nach tödlichem Bombenanschlag auf Kirche”

  1. saphiri Says:

    einerseits:
    Liest man die historische Geschichte der byzantinischen Kirche, so wundert einem das heutige Verhalten dieser Kirchen nicht.
    Schade, dass eine positive Entwicklung nicht eingesetzt hat.

    Man sollte auch in der Kirchen-Macht das Volk (demokratische Volksbefragung) befragen und alle eingetragenen Kirchenmitglieder in der Bevölkerung wählen lassen, welche Kirche in ihrer Region das Sagen haben darf.

    Somit könnte der Popanz der Patriarchen um die Macht in Schranken bleiben.
    Dann könnte nicht Macht-wollen entscheiden, sondern das Beste sozial-aktive Heilsverkünden die Entscheidung treffen.

    andererseits darf man nicht verharmlosen bzw. übersehen, dass faschistische Bewegungen anti-jüdisch und anti-christlich Interessen verbreiten und bei ihren Aktionen immer ihre gewalttätige Handschrift hinterlassen.


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