kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Fast jeder dritte Trauner ein Zuwanderer 29. Juli 2010

Filed under: Nachrichten — Knecht Christi @ 02:45

„Laut nach Zuwanderung schreien, aber an das Weiter denkt keiner“


Linz/Traun: 31,5% aller Trauner sind ausländische Staatsangehörige oder eingebürgerte Zuwanderer. Das geht aus den jüngsten Daten der Statistik Austria hervor.

Für Freitag haben die Stadtchefs von Traun und Wels, Harald Seidl und Peter Koits (beide SP), zum Vernetzungstreffen von Städten und Gemeinden mit hohem Ausländeranteil ins Welser Rathaus geladen. Der Anstoß kommt aus eigener Betroffenheit: Traun und Wels sind in der Liste der Städte mit den höchsten Zuwandereranteilen in Oberösterreich unter den Top Drei. Nach der jüngsten Bevölkerungsstatistik (Stand 1. 1. 2010; Quelle: Statistik Austria) sind 31,4% der Trauner Zuwanderer. Ein Teil davon ist eingebürgert (14,7%), 16,7% haben keine österreichische Staatsbürgerschaft. Knapp dahinter liegen Mattighofen und Wels. Was den Anteil an Zuwanderern aus Nicht-EU-Ländern betrifft, liegt Traun sogar bundesweit an der Spitze, wie die OÖ-Nachrichten berichtet haben: 21,1% der Trauner stammen von außerhalb der EU. Die Städte würden mit den Problemen, die sich aus der Zuwanderung ergeben, alleingelassen, klagt der Welser Bürgermeister Koits, Gastgeber des Treffens am Freitag: Es mag schon sein, dass Österreich Zuwanderer für das Sozialsystem und den Arbeitsmarkt brauche, sagt Koits: „Allerdings denkt keiner von denen, die jetzt die Notwendigkeit von Zuwanderung betonen, weiter: Wie und wo sollen diese Zuwanderer leben, wie lässt sich das Zusammenleben gestalten“? Rund ein Dutzend Gemeinden habe er für Freitag eingeladen, sechs hätten ihr Kommen bisher zugesagt, sagt Koits.

Kein Interesse in Linz: In der Landeshauptstadt Linz stößt die Initiative unterdessen bei Koits‘ Parteifreunden von der SPÖ auf wenig Interesse: Bürgermeister Franz Dobusch sei auf Urlaub, ebenso der für Integrationsfragen zuständige Stadtrat Klaus Luger, sagt Vizebürgermeisterin Christiane Dolezal (SP). Linz werde deshalb nicht am Treffen teilnehmen. Außerdem habe Linz nach langen Diskussionen ja ein überparteiliches Integrationsprogramm beschlossen. „Jetzt zu sagen, Kommando zurück, wir probieren etwas anderes, wäre falsch“, sagt Dolezal. Anders sehen das die Linzer ÖVP und FPÖ: Die Weigerung, an dem Treffen teilzunehmen, zeige einmal mehr, „dass sich die Linzer SPÖ bei diesem Thema im Tiefschlaf befindet“, sagt der stellvertretende VP-Landesgeschäftsführer und Linzer Gemeinderat Wolfgang Hattmannsdorfer. Linz müsse „der Einsicht von Wels und Traun folgen“, sagt FP-Stadtrat Detlef Wimmer.

Trauner Stadtzentrum, Roithnerstraße: Wenige Meter vom Rathaus entfernt haben bis zu 90% der Kinder Migrationshintergrund. Bild: Renate Schiesser

 

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