kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die entführte Gattin eines koptischen Priesters ist zurück 26. Juli 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 05:08

Am vorigen Freitag herrschte Jubel in dem Kairoer Dom des Heiligen Markus, wo über 50 Priester und 1200 Kopten gegen die Entführung der Gattin des koptischen Priesters Tedaous Samaan demonstrierten. Ihr Jubel war berechtigt, weil sie eine Woche unter Sorgen, Bangen und Wut verbrachten, nachdem es bekannt wurde, dass am vergangenen Sonntag (18 Juli 2010) Frau Kamilia Zakher spurlos verschwand. Um nicht die ganze Geschichte zu wiederholen, lasse ich Ihnen unten die Links der erklärenden Details. Mit viel Wut im Bauch protestierten die Kopten in Ägypten und in den verschiedenen Ländern der Welt gegen diese Entführung, die unangenehme Wunde, die noch nicht verheilt ist, aufriss. Die Rede ist von der Entführung der Frau Wafaa Konstantin, die in Dezember 2004 untertauchte. Die Wunde verheilte nicht, weil die islamischen Terroristen bis jetzt auf ihren Webseiten lügenhaft verbreiten, dass die koptische Kirche Frau Konstantin von ihrem Bekenntnis zu Islam abgehalten haben soll.

Viele Webseiten und Zeitungen spekulierten, um ihre Leser mit irgendwelchen Nachrichten zu versorgen, selbst wenn diese Nachrichten nichts als fabrizierte Gerüchte waren, welche von dem skrupellosen Sicherheitsdienstes und dem arglistigen Geheimdienst verbreitet wurden. Die einen meinten, dass Frau Zakher freiwillig ging, weil sie eine Liebesbeziehung zu einem muslimischen Lehrer hätte. Und daher werde sie zum Islam konvertieren. Die anderen sagten, dass Pater Tedaous seine Frau schlecht behandle und deshalb entschied sie sich von ihm zu trennen. Sowohl seine Exzellenz Bischof Aghapios von der koptischen Diözese in „Der Mewas“, sein Stellvertreter Pater Wissa Sobhy als auch der einzige koptische Parlamentarier „Ied Labib“ dementierten gegenüber der ägyptischen und arabischen Presse all diese Gerüchte.

Am Samstag überraschte die ägyptische Tageszeitung „Aljom Alsabaä“ alle mit der Nachricht über die Rückkehr von Frau Kamilia Zakher: „Mit der entführten Gattin des koptischen Priesters kehrte eine Koptin zurück, die seit langer Zeit entführt wurde“. Aha … dann haben die Bestien des Sicherheitsdienstes mehrere unserer entführten Töchter in ihren Bäuchen, die sie mit den bärtigen Scheichs verschlungen haben. Jeden Tag werden etliche minderjährige Koptinnen entführt und zwanghaft islamisiert, ohne dass jemand etwas dagegen unternimmt, was ein deutliches Signal dafür ist, dass die Regierung mit all ihren Behörden mit den Islamisten unter einer Decke stecken, wenn nicht sie diese Scheichs damit beauftragte hat, die Koptinnen zu islamisieren. Weder „Kopten ohne Grenzen“ noch sonst irgendeine koptische Webseite werden müde, über jeden Fall zu berichten, egal wie viele das sind. Das muss archiviert werden, und zwar als Beweis, den man für die nächsten Generationen aufhebt, und den man vielleicht eines Tages einem internationalen Gericht vorlegt, um diese Verbrecher verurteilen zu lassen. Wer weiß, vielleicht kommt diese Zeit, wo man Gerechtigkeit erfährt.

Stellungnahme Paters Wissa Sobhy, der Stellvertreter seiner Exzellenz Bischof Aghapios

Mit Bild und Ton habe ich diese Aussagen vom Erzpriester Wissa Sobhy, die ich zuletzt als mutig aber auch ungewöhnlich für einen koptischen Priester beschrieb. Nachdem er all die zuvor erwähnten Details schilderte, haderte er mit den Verantwortlichen von Sicherheitsdienst und Polizei. Seinen Aussagen nach haben die Offiziere mit allen möglichen Tricks versucht, Zeit zu gewinnen, um die Entführte zu bearbeiten, anstatt die Gefühle der Kopten zu achten. Am Dienstag wurde Pater Tedaous und seinen Schwiegervater über vier Stunden verhört. Sie haben den Offizieren die Telefonnummern gegeben, die man auf dem Handy der Entführten fand, bevor es am Sonntag ausgeschaltet wurde. Diese Nummern führen zum muslimischen Lehrer „Mohamed Salah“, der zur islamisch terroristischen Bewegung „Altakfir wa Elhegra“ gehört. Mehrmals bat Bischof Aghapios den für die Bildung in „Der Mewas“ verantwortliche Leiter um die Versetzung von Frau Kamilia Zakher in eine andere Schule gebeten, was ohne Erfolg blieb. Denn dieser Terrorist wurde von Delga (benachbarter Stadt) nach Der Mewas versetzt, weil er dasselbe mit einer koptischen Lehrerin und etlichen Schülerinnen versuchte.

Um Zeit zu gewinnen, versprachen sie Pater Tedaous und seinem Schwiegervater, Frau Zakher binnen weniger Stunden ausfindig zu machen, aber: Keine Versammlungen und keine Proteste vor der Diözese! Sowohl der Gatte als auch der Vater glaubten dem Trick der Offiziere, die wie üblich gar nichts von dem gehalten haben, was sie versprachen. Pater Tedaous bat die Menschen, die ihn zu Haus besuchten, heimzugehen und sich nicht vor der Kirche zu versammeln. Die Menschen wissen aus den wiederholten Entführungen, wie der Sicherheitsdienst diese Entführung eingefädelt hat. Daher starrten sie die Initiative, in dem Kairoer Dom zu demonstrieren. Binnen weniger Minuten wurde die Diözese von Offizieren und Wachleuten umzingelt, damit keiner hin- oder hinausgehen durfte. Trotz allem schlichen sich die Kopten unserer Stadt, um mit den gemieteten Bussen nach kairo zu fahren. Die Polizei verfolgte sie und stellte überall Barrikaden unterwegs, um sie zum Anhalten zu zwingen. Dann wurden die Führer- und Zulassungsscheine der Busfahrer entzogen. Währendessen kam das Oberhaupt des Geheimdienstes in dem Bundesland Minya in die Diözese und fing an, die Priester und die versammelten Kopten zu provozieren, indem er sie ausfragte und so tat, als ob er keine Ahnung hätte. Dieses benehmen missfiel den erzürnten Kopten, die sich um ihre Frauen und Töchter Angst haben, sodass manche von ihnen ihren Töchtern verbaten, in die Schule oder ohne Begleitung irgendwohin zu gehen. Dieser Besuch aber war eine Art der Betäubungen, welche das Innenministerium, der Sicherheitsdienst und der Geheimdienst den Kopten verabreichen, um sie zu lähmen und mundtot zu machen. Nach vielen Telefonaten von Bischof Aghapios mit den zwei Bischöfen, die seine Heiligkeit vertreten, weil er sich in Amerika aufhält, ereichten diese Bischöfe einige Majoren, Minister und Parlamentarier, die veranlassten, dass die Bussen nach Kairo fahren durften, ohne sie die ganze Strecke anzuhalten.

Wir appellieren an alle Kopten in Ägypten, uns zu unterstützen. Kommt einfach zum Dom in Kairo und schließt euch uns an. Wir gehen hier nicht weg, ehe Frau Zakher zu Pater Tedaous zurückkommt. Wir werden beten und bitten jeden für alle Entführten zu beten. Vom Dom des Heiligen Markus aus bitten wir den ägyptischen Präsidenten Hosny Mubarak, sich persönlich einzuschalten, um einen Bürgerkrieg zu verhindern, dessen Folgen man schon genau weiß.

 

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