kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Aus dem Alltag eines ehemaligen Polizisten aus Hannover 23. Juli 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 04:20

Aufgrund unseres Berichts, daß in Bayern Polizisten in Uniform umsonst fahren sollen, schrieb ein ehemaliger Polizist aus Hannover, wo das anscheinend schon länger so ist:

Bin jahrelang vom Bahnhof Hannover zur Dienststelle mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren. Immer in zivil, weil ich keine Lust auf unnötige Provokationen und Pöbeleien hatte. Weil ich dabei meistens zum Nachtdienst fuhr – also in den Abendstunden, handelte es sich bei den Fahrkunden hauptsächlich um Pack. Auf jeden Fall meistens um Jungvolk. Es gibt übrigens keinen einzigen Wagon ohne Graffitischmierereien und zerkratzten Scheiben – trotz Videoüberwachung. Habe dabei einiges erlebt, worüber ich ein kleines Actionbuch schreiben könnte. Dazu sind das klassische Rauchen in der Bahn oder das laute Hören orientalischer Musik über Handy peanuts. Ein Ereignis aus 2006 möchte ich hier aber erwähnen:

Ein etwa 25 Jahre alter Araber (schätze ich mal) mit glasigen roten Augen pöbelt äußerst aggressiv herum. Aufgrund seiner Hibbeligkeit war ich mir sicher, dass er was geschnuppert hatte. Er fragt eine stille junge Dame, welche auf dem Sitz saß, ob er diese ficken sollte.
„Ne andere die schräg gegenüber saß, fragt er fast in einem Atemzug, warum sie so blöd gucke und ob er seinen dicken Schwanz in ihren Arsch schieben solle. Ich stand wie immer ganz hinten (Rücken zur Wand lautete die Eigensicherungsdeviese) und beobachtete die nette Szene.

Ich überlegte was für Möglichkeiten ich habe:
1) Ich fordere jetzt über Handy Unterstützung und weise mich anschließend als Sheriff aus. In diesem Fall rechnete ich auf jeden Fall mit Widerstand seitens des durchgeknallten Arabers.
2) Ich lass den offiziellen Weg sein und greife einfach als Privatmann ein. So ist der Typ nicht vorgewarnt und ich bin der erste am Zug. Außerdem gibt’s keinen überflüssigen zeitaufwändigen und meistens unnötigen Schreibkramm. Nun verlangt der Araber einem türkischen Bengel Geld. „He, Pisser, hast Du Geld? Gib her, gib her“! Der gibt ihm eingeschüchtert ne Münze. Der Araber kehrt zurück zur jungen Frau, stellt sich vor ihr und holt seinen Penis zum Vorschein. Während die aufsteht und nach hinten in meine Richtung flüchtet, geh ich auf den Araber ohne ein Wort zu sagen zu. An der stets mitgeführten Gürteltasche ist stets Reizgas dabei, meine Wumme für den Fall der Fälle allerdings im Rucksack. Ich sag dem Typen ziemlich leise „Du, pass mal auf hier“ … Der schaut mich erstmal ziemlich überrascht an: ”Was”? dann geht seine Stimme hoch “Was willst du”? Im Hintergrund registriere ich wie die Straßenbahn anhält und denke und berechne …. Haltestelle Glocksee. Die Türen hinter ihm gehen auf.

Ich packe ihn mit Wucht am Kragen und schleudere ihn mit noch mehr Wucht durch die geöffneten Türen nach draußen. Der fällt auf den Hinterkopf macht ne heftige Rolle, knallt mit dem Kopf gegen die dortige Bank. Er sackt mit dem Oberkörper langsam ein. Im ersten Augenblick bekomme ich kurzfristig Muffe und denke: Scheiße, Genick gebrochen. Der Straßenbahnfahrer kümmert sich erfahrungsgemäß – oder weil er es nicht gesehen hatte – nicht darum und fährt wieder los. Ich schaue durchs Fenster. Der Arsch bewegt sich, schüttelt den Kopf, rappelt sich auf und fängt hinter der Straßenbahn herzulaufen. Er kreischt wie ein Irrer. Noch bevor der Abstand größer wurde, konnte ich ihm lächelnd den Stinkefinger zeigen. Ich schau mich in der Bahn um. Der kleine Türke: “He Aldää, cool hasdu dem gegeben”. Die junge Dame lächelt dankbar.

 

One Response to “Aus dem Alltag eines ehemaligen Polizisten aus Hannover”

  1. Martin Says:

    Absolut richtige Vorgehensweise..gibt es einen Polizisten oder Bürger in diesem Land der ein ähnliches verhalten mal bei einem deutschem Aggressor festgestellt hat???ziehe meinen Hut vor so viel Courage!


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s