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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Malediven: Eine Hölle für Nicht-Moslems 20. Juli 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 02:57

Ismail Mohamed Didi

Die Malediven: Ein echtes „Paradies“ für unkundige und entdeckungshungrige Touristen, aber eine „Hölle“ für einheimische Atheisten.


Ismail Mohamed Didi war ein gesunder junger Mann, der mitten im Leben stand. Er lebte dort, wo viele Europäer sich im „Paradies“ wähnen: auf den Inseln der Malediven. Er hatte eine schöne junge Frau an seiner Seite, eine Familie und Menschen, die er als enge Freunde betrachtete. Nun ist Ismail tot, er starb durch Erhängen. Ein Selbstmord, in den ihn eine Gesellschaft aus religiösen Fanatikern getrieben hat, die das Land zu einer Hölle für Atheisten machen.

„Ich wurde zahlreichen Befragungen durch religiöse Gelehrte unterzogen und sogar meinen engsten Freunden ist es nicht erlaubt, mich zu sehen“, schrieb der 25-Jährige Ende Juni in einer E-Mail an humanitäre Organisationen, in denen er um Unterstützung bei der Suche nach Asyl flehte. Mit Hilfe von Facebook hatte er sich ihre E-Mailadresse herausgesucht. „Ich kann nicht vorgeben, etwas zu sein, was ich nicht bin, denn ich bin ein überzeugter Anhänger der Menschenrechte“, erklärte er weiter. Aber auf den Malediven ist der Islam, ebenso wie etwa im Iran und einigen anderen Ländern, die Staatsreligion. Für die rund 300 000 Einwohner der zahllosen kleinen Inseln im Indischen Ozean ist das muslimische Glaubensbekenntnis gesetzlich vorgeschrieben.

„In vielen Ländern, in denen der Islam Staatsreligion ist oder wo Muslime die religiöse Mehrheit stellen, werden Christen in besonderer Weise unterdrückt und verfolgt. Und hier erwarte ich, dass wir in unserem Land, indem wir Religionsfreiheit leben, uns für verfolgte, religiöse Minderheiten einsetzen“, sagte CDU-Fraktionschef Volker Kauder vor wenigen Tagen im Podcast der Partei. CDU/CSU und FDP stellten im Bundestag einen Antrag, der die Lage der weltweiten Religionsfreiheit für Christen in den Fokus nehmen wollte, wobei gemäß den Vereinbarungen des Koalitionsvertrages der beiden Regierungsparteien ein besonderes Augenmerk auf die Lage der christlichen Minderheiten gelegt werden sollte. Ismail war kein Christ.

Ismail begann vor rund fünf Jahren, vom muslimischen Glauben abzuweichen. „Während meiner Transformation, und auch jetzt noch, war ich ein ziemlicher Idealist“, führte er in seiner E-Mail aus. Ismail erzählt, dass er etwa zwei Jahre zuvor von einer Gruppe Freunden auf seine Abneigung gegen die tägliche Praxis der islamischen Regeln angesprochen wurde und sich als Atheist erkennbar machte. Ismail meinte auch, es wäre „einigermaßen“ dumm gewesen, sich als Atheist zu bekennen.

Wie ein Lauffeuer hätte sich die Nachricht verbreitet, obwohl er seine Freunde um Geheimhaltung gebeten habe. In seinem Arbeitsumfeld, er arbeitete seit etwa sieben Jahren als Lotse für eine Flughafengesellschaft, sei er seitdem andauernden Schikanen und Bedrohungen ausgesetzt gewesen. Kurz bevor er seine E-Mail versendete, erhielt er zudem mehrere anonyme Anrufe, die ihm Gewalt androhten wenn er sich nicht als öffentlich praktizierender Muslim zeige. BBC berichtet, dass die Nichtregierungsorganisation „Islamische Stiftung der Malediven“ kürzlich erst die Verurteilung zum Tod eines 37-jährigen Mannes gefordert hätte, würde er in seiner Haltung nicht umkehren. Drei Tage später widerrief dieser im Fernsehen seine Erklärung, nicht Muslim zu sein und bat um Vergebung.

Die Republik Malediven, so der offizielle Titel des Landes, ist dabei sogar Mitglied im UN-Menschenrechtsrat. Von den 188 im Rat vertretenen Mitgliedsstaaten stimmten bei der Aufnahme 185 Länder dafür, obwohl auf den Malediven die grundlegendsten Menschenrechte mit den Füßen getreten werden: die Religionsfreiheit etwa ist ausdrücklich ausgeschlossen. Und die Malediven sind nicht der einzige Staat unter Führung religiöser Fanatiker, die im UN-Menschenrechtsrat globale Politik machen. Die Islamische Republik Libyen unter Führung des wahnsinnigen Diktators Muammar Al-Gaddafi wurde im Mai mit immerhin 155 Stimmen ebenfalls Mitglied in dem international bedeutenden Gremium.

„Das Management hatte entschieden, das läge nicht in unserem Aufgabenbereich“, stellte Mohamed Ibrahim fest. Der leitende Direktor des maledivischen Flughafenunternehmens Maldives Airports Company Ltd. bestätigt, dass Ismails atheistisch Haltung Grund für eine interne Untersuchung gewesen sei und erklärt, das Ministerium für islamische Angelegenheiten sei über Ismails bekennenden Atheismus in Kenntnis gesetzt worden – bisher ohne Antwort. In beruflicher Hinsicht hätte man keine Konsequenzen gezogen, seit man von seiner abweichenden Weltanschauung erfahren hatte: „Er war ein guter Arbeiter“, so Ibrahim. Ismail selber schreibt, das Unternehmen hätte schriftliche Zeugenaussagen von Kollegen über seinen Glaubensabfall gesammelt. Ismails Familie sei sehr religiös gewesen, berichtet die unabhängige Online-Zeitung „Minivan News“ über seinen familiären Hintergrund. Und mehrere Male hätte seine Mutter versucht, Ismail zum Religionsunterricht zu schicken. Zudem hätte er vor einigen Monaten eine Diskussion mit dem Scheich Illyas gehabt, wo er über religiöse Themen gestritten hätte. In Folge der Diskussion sei Ismail hinausgestürmt, nun will der Scheich zu diesem Vorfall jedoch keine Stellung mehr nehmen. „Ich bin nun am Ende meiner Weisheit“, stellte Ismail schließlich fest. Mehrere Male hätte er versucht, sich im Ausland im Arbeit zu bewerben – aber er scheiterte. Seine größte Hoffnung war deshalb nun, Asyl in Großbritannien zu finden.

Während die drei Regierungsparteien aus CDU/CSU und Liberalen in Deutschland in der Bundespolitik einen besonderen Schutz ihrer christlichen Glaubensgenossen fordern (www.bundestag.de), wird das Problem der Religions-, Glaubens und Bekenntnisfreiheit in Deutschland immer noch nicht als fundamentales Menschenrechtsproblem und Hintergrund vieler weiterer Menschenrechtsverletzungen an etwa Frauen, Homosexuellen und Minderheiten grundsätzlich betrachtet. Dabei bestärkten erst vor wenigen Tagen Organisationen konfessionsfreier und humanistischer Menschen aus Süddeutschland die Forderung (www.wissenrockt.de)  gegenüber dem neuen UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Glaubensfreiheit, Heiner Bielefeldt, dass Apostasie weltweit als Asylgrund anerkannt werden müsse.

Anlass war, dass die von der Kritischen Islamkonferenz unter Beteiligung der Giordano Bruno Stiftung angestoßene Kampagne „Asyl für Ex-Muslime“ einen ersten Erfolg verbuchen konnte. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erkannte Siamak Zare den Flüchtlingsstatus zu und hob eine Abschiebungsandrohung in den Iran auf. Und längst hätte auch Ismail das Land verlassen, wenn ihn jemand dabei unterstützt hätte, sein Asylbegehren zu belegen. In seiner E-Mail fleht er: „Ich brauche ganz dringend Ihre Unterstützung und kenne niemandem im Land, der mich anleiten könne“. Ganz sicher hatte irgendjemand diese E-Mail gelesen, aber ganz sicher hatte niemand Ismail die nötige Unterstützung und den seelischen Rückhalt geben können, den er nach jahrelangem Druck in der Gesellschaft aus religiösen Fanatikern auf den Malediven benötigt hätte.  So ist es der letzte bekannte Hilferuf, bevor Ismail in den Morgenstunden des 13. Juli tot aufgefunden wurde. Dem ersten Anschein nach hatte er sich am Kontrollturm des kleinen Flugplatzes aufgehängt. Ein Polizeibeamter meinte, Ismails Körper zeigte keine Spuren physischer Verletzungen. „Es scheint, dass er ganz auf den Tod vorbereitet zur Arbeit gekommen ist“, meinte ein Kollege von Ismail. Während Ismail gewöhnlich die Frühschicht von 6 bis 8 Uhr übernommen habe, hätte er dieses Mal um die Schicht von 3 bis 5 Uhr gebeten. Der Arbeitskollege weiß: „Während dieser Zeit gibt es keinen Luftverkehr und der Tower kann mit nur einer Person besetzt werden. Es scheint, er wollte einige Zeit allein sein“. Ismail starb deshalb allein und sicherlich auch gänzlich unverstanden, weil er seine atheistische Identität und seine feste Überzeugung gegenüber den Menschenrechten nicht für sich behalten wollte und konnte.

Die islamische Internetseite Raajjeislam stellte zur Todesnachricht fest, dass Ismails Atheismus von einer muslimischen Regierung auch weiterhin bedacht werden müsse: „Denn wenn diese Sorte von Mensch stirbt, werden sie am gleichen Ort wie Muslime begraben. Auch die Begräbnisgebete und Körperwaschung sind für Muslime vorgesehen. Es ist fraglich, ob dies [für Ismail] in Entsprechung mit dem Islam zugelassen wird“.

Im fernen Deutschland, dass mit seinen unkundigen Touristen 30% zur Wirtschaftskraft der Inselrepublik beiträgt und wo die Begegnung mit einem lebendigen Islam wenig im öffentlichen Bewusstsein präsent ist, versuchte Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime erst kürzlich dem „SPIEGEL“ weiszumachen: „Je intensiver ein Muslim sich mit seinem Glauben beschäftigt, desto toleranter ist auch seine Haltung zu anderen Religionsgemeinschaften. Mit dem Wissen über den Islam steigt die Mäßigung und Toleranz und nicht umgekehrt“. Iran, Libyen oder die Malediven: Oasen des Unwissens über den Islam, Gesellschaften ohne intensive Beschäftigung mit der Religion? Für Mazyeks Worte gibt es im Islam vor allem einen Begriff: Taqiyya, denn ein Moslem darf seine weltanschaulichen Überzeugungen verheimlichen. Dem jungen Atheisten Ismail Mohamed Didi aus Thinadoo vom maledivischen Atoll Gaafu Dhaalu hat das wenig genutzt, er war ja kein Muslim.

http://www.wissenrockt.de/2010/07/17/malediven-eine-holle-fur-atheisten/

 

5 Responses to “Malediven: Eine Hölle für Nicht-Moslems”

  1. lol Says:

    dies zeigt mir wieder mal das der Islam der Feind aller Menschen ist!

  2. Klaus Pohl Says:

    Man muß sich wundern wie viele „Ungläubige“ oder besser gesagt Politisch Unwissende in so ein Land fahren und ihren Urlaub verbringen.

  3. niebach Says:

    habe meinen geplanten urlaub auf den malediven abgesagt!

  4. Kritischer denker Says:

    Natürlich wird von einem einzelfall auf die mehrheit geschlossen! O deutschland, was wärst du nur ohne gruppendruck und mitläufer, die sich ohne noch andere quellen hinzuzuziehen einer meinung anschliesen und sie annehmen?
    Man würd meinen wir hätten aus unserer geschichte gelernt….

  5. Menschenfreund Says:

    Der typ tut mir echt leid…. Aber ich glaub trotzdem nicht dass es überall wegen einer anderen religionszugehörigkeit diese verfolgungen gibt. Ich kenne sehr viele muslime, die sind eigentlich friedlich und tolerant.
    Leider gibt es in jeder gesellschaft und religion fanatische intolerante menschen.
    Trotzdem hen wir heutzutage immer mehr die negativen beispiele hervor und glauben an den „bösen muslimen“ den “ terroristen“ statt uns die anderen probleme, meist sehr gravierend psychische, dieser menschen als eigentliche begründung anzusehen….


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