kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Lachen Sie sich bitte nicht kaputt 28. Juni 2010

Filed under: Humor mit Kultur — Knecht Christi @ 03:38

Die Nazis waren schon ziemlich komisch. Immerhin lieferten sie den Stoff für zwei brillante Filmkomödien, nämlich „Der große Diktator“ von Charlie Chaplin und „Sein oder Nichtsein“ von Ernst Lubitsch. Auch die Kommunisten waren immer für einen Lacher gut. Denken wir da an Greta Garbo in „Ninotchka“. Auf die Frage, wie denn die jüngsten Säuberungen verlaufen seien, antwortet sie mit theatralisch rollendem R: „Großartig. Es gibt jetzt viel weniger, dafür aber bessere Russen“! Nichts reicht in punkto Komik indessen an die neuen Feinde des Westens heran. Sie sind wirklich köstlich, im wahren Sinn dieses Wortes: zum Schießen. Und das Beste – niemand braucht sich über die islamischen Fundamentalisten lustig zu machen. Diese Aufgabe erledigen sie selber.

So entnehmen wir der amerikanischen Tagespresse, dass es nur jeder zweite Selbstmordmörder in Afghanistan schafft, sich mit seiner Bauchbombe am Einsatzort in die Luft zu sprengen. Das größte Hindernis bei der Ausführung eines sachgerechten Himmelfahrtskommandos stellt offenbar die afghanische Tradition dar, dass Kämpfer einander brüderlich umarmen, ehe sie in den Krieg ziehen: Hierbei wird oft der Zündmechanismus des Sprengsatzes ausgelöst, und hinterher sieht der islamische Gotteskrieger gar nicht mehr gut aus. Die Uno meldet, dass im vergangenen Juli nicht weniger als sechs Taliban bei einer solchen brüderlichen Umarmung versehentlich explodiert sind. Kein Regisseur würde sich trauen, eine solche Szene in eine blutige Klamotte einzubauen. Jeder Filmkritiker würde schreiben: Jetzt übertreiben sie aber – diese Art von Humor ist völlig unrealistisch.

Noch komischer, allerdings nicht mehr jugendfrei, sind Kurzfilme, die amerikanische Roboterflugzeuge direkt aus dem Krisengebiet gefunkt haben. Auf einer Aufnahme sollen klar zwei Taliban zu erkennen sein, die gerade dabei sind, sich mit einem Esel sexuell zu vergnügen. Ein Kurzfilm zeigt einen anderen Gotteskrieger beim Geschlechtsverkehr mit einer Kuh. Es führt in die falsche Richtung, sich die Kämpfer für den reinen, wahren und einzigen Islam als besonders fromme Muslime vorzustellen: Wann immer die Amerikaner einen ihrer Computer beschlagnahmen, finden sie tonnenweise Pornografie aus dem Internet.

Es stellt sich die Frage, warum das Pentagon solche Aufnahmen nicht YouTube zur Verfügung stellt. Sie wären eine schärfere Waffe im Propagandakrieg als jede gut gemeinte Predigt, die ein moderater Imam am Freitagabend halten mag. Vielleicht ist den Amerikanern ja peinlich, dass sie ihren Krieg gegen dermaßen lustige Feinde Krieg führen.

 

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