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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Bildung in der arabischen Welt 24. Juni 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 00:53

„Deutschland muss von außen eingehegt, und innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi „verdünnt“ werden“: Joschka Fischer.

Bildung ist seit jeher sehr negativ in der islamischen Welt besetzt. Seht euch nur den Umgang mit islamisch fortschreitenden Menschen in der Geschichte und Heute an. Was brennt als erstes, wenn sich Muslime in Europa empören: Schulen! Hier einige offizielle Daten:

Dokumentation des Workshops „Bildung in der arabischen Welt: Ansatzpunkte für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit“ Herausgegeben vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Bildung. Das addierte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 22 Mitgliedsstaaten der Arabischen Liga ist geringer als das von Spanien. Etwa 40% aller erwachsenen Araber – das sind 65 Mio. Menschen – sind Analphabeten; zwei Drittel von ihnen sind Frauen. Über 50 Mio. junge Menschen werden bis 2010 zusätzlich auf den Arbeitsmarkt kommen; weitere 100 Mio. werden es bis zum Jahr 2020 sein; mindestens 6 Mio. neue Arbeitsplätzen müssten jedes Jahr neu geschaffen werden, um nur diesen Überhang aufzunehmen. Wenn die derzeitigen Arbeitslosenraten anhalten, wird im Jahre 2010 die Zahl der Arbeitslosen in der Region auf 25 Mio. angewachsen sein. Ein Drittel der Menschen in der Region lebt von weniger als 2 US-$ pro Tag; um den Lebensstandard zu verbessern, müsste das Wirtschaftswachstum in der Region von jetzt 3% im regionalen Durchschnitt auf mindestens 6% jährlich wachsen. Nur 1,6 % der Bevölkerung hat Zugang zum Internet – ein Anteil, der geringer als in jeder anderen Region der Welt ist, einschließlich dem subsaharischen Afrika.

„U.S. Working Paper For G-8 Sherpas: G-8 Greater Middle East Partnership“, Al-Hayat (London), 13.02.2004.

Einführung: Frauen haben in der arabischen Welt gerade einmal 3,5 % der Parlamentssitze inne – verglichen mit 8,4% im sub-saharischen Afrika, dem zweitschlechtesten Anteil im internationalen Vergleich. 51% der Heranwachsenden in den arabischen Ländern haben bei Interviews den Wunsch geäußert, in ein nicht-arabisches Land auszuwandern, wobei europäische Länder das meistgenannte Zielgebiet sind.

Weiteres aus: dok-line VORDERER ORIENT, BibliographieHerausgeber: Deutsches Übersee-Institut – Übersee-Dokumentation • Neuer Jungfernstieg 21 • 20354 Hamburg. Titel: „Dumont: Education in the Arab Region – Bildung in den arabischen Ländern“: Gerade dieser Vergleich verdeutlicht das Entwicklungsdefizit und den Bildungsreformstau in den arabischen Staaten. Der Bericht weist zugleich auf das wenig stimulierende politische und gesellschaftliche Umfeld hin, in dem Wissen, Forschung und Informationsaustausch sowohl innerhalb einer Gesellschaft als auch mit der Weltgesellschaft prosperieren (gedeihen) können.

Die Statistik spricht hier für sich: In der arabischen Welt werden pro 1.000 Einwohner nur 53 Zeitungen pro Tag veröffentlicht im Gegensatz zu 285 in Industrieländern. Die Internet-Nutzung im arabischen Raum ist trotz hoher Wachstumsraten 2000-2002 noch äußerst gering und liegt er bei 1,6 % der Gesamtbevölkerung im Gegensatz zu 79 % (USA) oder 68% (Großbritannien). Die Anzahl der Computer liegt mit 18 pro 1.000 Einwohner weit unter dem Durchschnittswert von 78,3 in Industrieländern. Wegen der hohen Migration von Akademikern arbeiten in den arabischen Staaten nur 371 Wissenschaftler oder Ingenieure pro 1 Mio. Einwohner in den Bereichen Forschung und Entwicklung gegenüber dem globalen Durchschnittswert von 979.2. Die Anzahl der ins Arabische übersetzten literarischen Werke ist minimal; obwohl die arabische Welt rund 280 Mio. Einwohner zählt, werden selbst ins Griechische (Griechenland: 11 Mio. Einwohner) fünfmal mehr Bücher übersetzt. Nach einer groben Schätzung wurden in den letzten tausend Jahren weniger als 10.000 Werke ins Arabische übersetzt, soviel wie derzeit jedes Jahr ins Spanische.

Die gesamte Buchproduktion der arabischen Welt repräsentiert nur 1% der globalen Buchproduktion, obwohl die Bevölkerung der arabischen Welt 5% der Weltbevölkerung ausmacht. Darüber hinaus sind die Auflagenzahlen abgesehen von propagandistischen Schriften wie Reden von Staatsführern oder dem Grünen Buch Mu’ammar Al-Gaddafis niedrig. Selbst arabische Bestseller kommen oft über eine Auflage von 5.000 Exemplaren nicht hinaus. Schließlich weicht die thematische Struktur der veröffentlichten Bücher signifikant vom globalen Trend ab: Während in der arabischen Welt 17% der Bücher einen religiösen Inhalt (hier: einen Bezug zum Islam) haben, stellen global „religiöse Bücher“ nur 5% des Buchaufkommens. Beide Berichte sind übers Net zu beziehen und auch einzusehen. Wie ihr seht ist das auch unseren Regierenden bekannt. Nun die Frage an kritische Leser. Wenn ein Herr Sarazin das benennt, was durch belegte Fakten nachweisbar ist, als dumm bezeichnet wird, was ist dann die Intention unserer Regierenden? Was ist die Intention unserer Gutmenschen? Siehe meinen Eingangszitat von Herrn Joschka Fischer.

 

One Response to “Bildung in der arabischen Welt”

  1. Kto Says:

    Das Zitat von Joschka Fischer ist kein Zitat von Joschka Fischer, sondern wurde von der Journalistin Miriam Lau so formuliert, um Fischers angebliche Haltung zur Einwanderung damit zu beschreiben. Siehe Wikipedia (J.F.) und dort die WELT als Quelle.


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