kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Israel, eingeschlossen in Platons Höhle 17. Juni 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 23:56

Wie ein Fels, der aus einem Meer von Lügen auftaucht, wissen wir wichtige Fakten über die Konfrontation, die zwischen Israel und einer Schiffsflotte auf dem Weg nach Gaza stattfand. Die Blockade war durch internationales Recht gerechtfertigt. (Übrigens hatte auch Ägypten wegen der Gefahr durch die palästinensische Terroristengruppe Hamas, welche 2007 illegal die Kontrolle über Gaza ergriff, eine Blockade über Gaza verhängt). Die israelische Navy versuchte zuerst die Schiffe verbal zu warnen. Die „Friedensaktivisten“ an Bord griffen die israelischen Kommandos (welche mit Paintball Gewehren bewaffnet waren) mit Stöcken, Messern, Metallrohren, Blendgranaten und Handfeuerwaffen an; es stellte sich heraus, dass viele von ihnen explizit für den Angriff auf israelische Soldaten rekrutiert wurden.

Die „humanitäre Hilfe“, welche die Flotte angeblich den Palästinensern nach Gaza bringen wollte, war faktisch nichts Derartiges (Essen, Medizin, Hilfsgüter und Elektrizität fließen kontinuierlich und täglich nach Gaza). Und der „Wohltätigkeitsverein“ der diese Flotte organisieren half, war faktisch die radikale, türkische Gruppe IHH (Insani Yardim Vakfi), welche langjährige Verbindungen mit der Hamas sowie den globalen Dschihad-Bewegungen hat. Und trotzdem wird irgendwie doch immer Israel für das Handeln in Selbstverteidigung verurteilt.

Es ist nicht das erste Mal, dass frühe Berichte über einen Zwischenfall massiv voreingenommen gegen Israel sind. Man erinnere sich an das „Jenin Massaker“. Jenin war ein Flüchtlingslager in der West Bank, welches die Israeli Defense Forces (IDF) 2002 als Antwort auf Yasir Arafats zweite Intifada betraten, weil dieses als Ausgangsbasis für terroristische Anschläge gegen israelische Städte und Dörfer diente. Doch das angebliche Massaker durch die IDF, welches viel von der empörten Aufmerksamkeit der Welt dominierte – und natürlich die Vereinten Nationen, Organisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch, sowie die BBC – stellte sich als nichts der Sorte heraus. Fakt war, dass wir lernen durften wie vorsichtig und gewissenhaft Israel war und die IDF von Tür zu Tür ging, anstatt Jenin durch die Luft zu zerstören, um zivile Opfer auf einem Minimum zu halten. (Die israelische Armee verlor im Verlauf 23 Soldaten) Und doch schloss die Wahrheit niemals mit den Lügen auf. Dies wird unzweifelhaft auch mit der Konfrontation, die im Mittelmeer stattgefunden hat, der Fall sein.

Genauso wie damals, beschreiben einige Freunde Israels jetzt, dass das, was das Militär machte, als ein „Fiasko“, welches Israels „bereits zerfetzte Reputation“ noch weiter beschädigen werde. Ihr Punkt ist, dass Israel an einem höheren Standard gemessen wird als andere Nationen. Das mag unfair sein und Israel mag sogar vollständig in den unternommenen Handlungen gerechtfertigt sein, doch es ist halt einmal wie es ist. Dies seien die Regeln des diplomatischen Weges; Israel müsse diese akzeptieren und sich an diese halten. Im Falle des Betretens der türkisch beflaggten Fähre Mavi Marmara durch die Kommandos hätte Israel mehr von dem und weniger von jenem tun sollen. Es hätte früher handeln sollen oder später oder überhaupt nicht. Und schließlich müsse Israel die Fallen und Schlingen, welche seine Feinde ausgelegt, haben meiden, um nicht noch mehr zu einem Schurkenstaat zu werden.

Ich verstehe das alles. Und trotzdem wird hier auf einer tieferliegenden Ebene empfohlen, dass Israel (und der Rest von uns) an einem Spiel teilnimmt, welches zum vornherein manipuliert ist, eine Ausgabe von Platons Höhle des Mittleren Ostens, wo wir fälschlicherweise Schatten mit der Realität verwechseln. Manchmal ist es die Pflicht von verantwortungsbewussten Menschen die Schatten zugunsten der Realität zurückzuweisen. Und im Falle Israels – nicht immer, doch oft genug – ist die Realität dies: Israel wird nicht wegen seiner Handlungen verurteilt; es wird wegen seiner bloßen Existenz verurteilt, wegen seiner eigentlichen Natur und ja auch wegen seiner Jüdischheit. Die Einwände gegen Israel sind nicht spezifisch gegen dieses oder jenes; sie sind existenziell.

Ich sage dies in voller Anerkennung, dass viele großartige und intelligente Menschen, inklusive enger Freunde von mir, Israel in einem viel kritischeren Licht betrachten als ich es tue. Vernünftige Menschen können selbstverständlich Fakten und deren Ursachen auf unterschiedlichste Art und Weise interpretieren. Doch für andere geht es um mehr, viel mehr, als nur dies. Die Angriffe auf Israel wie wir sie von Teilen der amerikanischen Linken und ein paar übrig gebliebenen Hemden „paleo-konservativen“ Rechten ausgehen sehen, in Teilen Europas, in vielen Teilen der muslimischen Welt und von internationalen Organisationen wie den Vereinigten Staaten und so genannten Menschenrechtsgruppen sind zu heftig, zu heuchlerisch, zu unqualifiziert und zu grotesk als dass diese anders als mit boshafter Motivation erklärt werden können. Diese Kritiker sind viel zu eifrig im Anzünden des Streichholzes – irgendeines Streichholzes – das zu einer anti-israelischen Feuersbrunst führen könnte.

Wollen wir uns einmal durch die Wolken der Täuschung und Doppelzüngigkeit schneiden? Israel, mehr als irgendeine andere Nation der Welt, wird an einem unmöglichen Standard gemessen. Seine eigenen Opfer für den Frieden, die jene irgendeines anderen Landes übertreffen, werden ständig übersehen, während die sadistischen Handlungen und Verbrechen seiner Feinde nur zu oft entschuldigt werden. Israel ist bei weitem nicht perfekt – ist jedoch, in der Summe seiner Handlungen, unter den beachtenswertesten und eindrücklichsten Nationen der Menschheitsgeschichte. Seine Leistungen und moralischen Errungenschaften sind umwerfend. Die USA müssen daher ihren Glauben an den jüdischen Staat aufrecht halten wenn er unter unfairen Angriffen steht. Amerika und seine Führer müssen im Angesicht einer Lawine von Lügen die Wahrheit aussprechen, anstatt „Eindämmung diplomatischer Auswirkungen“ zur Chefsache zu erklären.

Daniel Patrick Moynihan, mit einem öffentlichen Leben das gefüllt war mit großartigen Momenten, war niemals eindrücklicher als er als U.S. Botschafter bei der UN diente und eine Resolution übernommen wurde die erklärte, dass „Zionismus Rassismus sei“. Eine Mehrheit der Nationen der Welt verurteilten Israel und behauptete, dass es eine „unheilige Allianz zwischen dem südafrikanischen Rassismus und dem Zionismus“ gäbe. Botschafter Moynihan stand auf um zu sprechen, nicht entschuldigend jedoch klar und mutig, und erklärte, dass „die Vereinigten Staaten … nicht anerkennen, sich nicht daran halten und niemals an diesem niederträchtigen Akt teilnehmen werden“. Botschafter Moynihan nannte das Kind beim richtigen Namen. Auch wir sollten dies tun.

(Übersetzung des Artikels “Israel, Trapped in Plato’s Cave” von Peter Wehner im Commentary Magazine)

 

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