kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Blinde Solidarität mit Penzbergs Imam 16. Juni 2010

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 21:10

Obwohl Penzbergs Imam Idriz tief im Dickicht von verfassungswidrigen Aktivitäten steckt und ihn mittlerweile auch der Spiegel als „muslimischen Geistlichen im Zwielicht“ und „mit seltsamen Verbindungen“ bezeichnet, halten ihm noch einige Personen unverdrossen die Stange. In einem Offenen Brief, der im Münchner Merkur und auch auf der Internetseite der Islamischen Gemeinde Penzberg abgedruckt ist, wird in völlig unkritischer Loyalität formuliert: {Wir, die Unterzeichner dieses Offenen Briefs, sind beeindruckt von Penzberg. Wir verfolgen das Wirken der Islamischen Gemeinde Penzberg seit Jahren und staunen über das, was dort erreicht worden ist. Sie, die Mitglieder der Gemeinde und die Bürger der Stadt Penzberg, haben allen Grund stolz darauf zu sein}!

Eine wahre Vorzeigegemeinde. Nur komisch, dass sie seit drei Jahren beharrlich vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Hat man dort etwa nicht die rosarote Brille auf, die den Verfassern dieses seltsamen Schreibens ganz offensichtlich den Durchblick vernebelt? Selbst die sonst nicht allzu islamkritische taz ist mittlerweile auf Idriz aufmerksam geworden und hat nachrecherchiert, dass bayerische Schulklassen jetzt nicht mehr zur Islamischen Gemeinde Penzberg geschickt werden sollen: {Nahezu 1.000 Schulklassen führte die Pädagogin Gönül Yerli in den letzten vier Jahren durch “ihre” Moschee. Dieser interreligiöse Dialog droht jetzt zu verstummen, erläutert Yerli. Die Regierung von Oberbayern bestätigte auf Nachfrage, dass Grundschulen aufgrund des aktuellen Verfassungsschutzberichtes von einem Besuch abgeraten werde}.

Aber die Unterzeichner des Offenen Briefes üben weiter blinde Solidarität mit den scheinbaren Vertretern des sagenumwobenen „moderaten Euro-Islams“: {Wir verfolgen auch die Vorwürfe gegen diese Gemeinde mit größter Sorge und verstehen, dass nach mehrmaliger Nennung im Verfassungsschutzbericht und nun sogar einer erstinstanzlichen Bestätigung durch ein Verwaltungsgericht die Enttäuschung groß ist und der Mut sinkt. Nicht nur das, Sie tragen davon großen Schaden auf unterschiedlichen (auch wirtschaftlichen) Ebenen, werden beleidigt und diffamiert, und es wird gezielt versucht, den gesellschaftlichen Frieden in Penzberg zu stören, teilweise durch Gruppierungen von außerhalb, die sich den Schafspelz „Bürgervereinigung“ umhängen}.

Es ist schon eine bemerkenswerte Verdrehung der Tatsachen, Bajrambejamin Idriz als vorbildlichen Integrationsmeister hinzustellen, die Bürgerbewegung Pax Europa dagegen als “Wolf im Schafspelz” zu diffamieren. Aber wenn man einen Blick auf die Unterzeichner dieses Offenen Briefes wirft, wundert einen nichts mehr. Da steht zum Beispiel die Grünen-Landtagsabgeordnete Margarete Bause, die bei der letzten Stadtversammlung der Münchner Grünen anwesende Islamkritiker als „Arschlöcher“ bezeichnet hatte. Dazu mit Dr. Rainer Oechslen der Dialogbeauftragte der Evangelischen Kirche Bayern, der bei einem Vortrag in Regensburg wahrheitswidrig erzählte, dass Christen und Juden, die an „Gott“ glaubten, vom Islam nichts zu befürchten hätten. In der illustren Runde auch der Lehrbeauftragte der Ludwig-Maximilians-Universität München Dr. Andreas Renz, der ebenfalls bei einem Vortrag in Regensburg die abenteuerliche These aufgestellt hatte, dass man mit Bildung das Abdriften in die Gewaltspirale des Islam verhindern könne. Natürlich darf auch Stefan Jakob Wimmer nicht fehlen, Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Religionspädagogik der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, der allen Ernstes behauptet hatte, „schwierige“ Koranzitate ließen sich allesamt von Bibelzitaten „weit übertrumpfen“. Wimmer, der mit einer Palästinenserin verheiratet ist, wird auch zusammen mit dem Verein „Freunde Abrahams“ als Initiator dieses Offenen Briefes genannt. Als Sahnehäubchen obendrauf erscheint noch Dr. Margret Spohn von der städtischen Stelle für Interkulturelle Arbeit in München, die bei einem Vortrag im Rathaus die osmanischen Invasionen des Mittelalters als Befreiungsversuche für deutsche Bauern umgedeutet hatte und Fragen zu ihrem Vortrag nur in schriftlicher Form zuließ. Es ist bei dieser Unterzeichnerliste daher kein Wunder, dass der Text des Offenen Briefes an die Islamische Gemeinde Penzberg schon fast unterwürfig weitergeht: {Was Sie erreicht haben, kann aber durch die Attacken gegen Sie nicht geschmälert werden – im Gegenteil! Sie haben sich durch Ihr Wirken eine beispiellose Unterstützung quer durch alle Schichten der Gesellschaft erarbeitet: Mitbürger, Medien, Kirchenmänner und -frauen, Politiker aller demokratischen Parteien bis in die Staats- und Bundesregierung. Und es erweist sich jetzt, dass trotz der Bewertungen des Verfassungsschutzes und selbst trotz der gerichtlichen Entscheidung niemand, der Sie wirklich kennt, an Ihnen zweifelt}!

Dieser Text wirkt schon fast beschwörend. Dass sich Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger in der Penzberger Moschee wie so viele andere von den schönen Lippenbekenntnissen des adretten Imams einlullen ließ, kann an den harten Fakten nichts ändern. Aber die Vereinigung der realitätsverweigernden Gutmenschen klammert sich an diese letzte verbliebene muslimische Vorzeigegemeinde wie an einen rettenden Strohhalm, nachdem eine scheinbar „moderate“ Bastion nach der anderen – wie beispielsweise auch Duisburg-Marxloh – im fundamentalen Islamstrudel versinkt. {Dass eine islamische Gemeinde ein solches Maß an Unterstützung erreicht hat, ist in ganz Deutschland sicherlich ohne Beispiel, ist historisch unerreicht. Niemand, keine islamfeindliche Hetze und auch keine behördliche Instanz, wird Ihnen das je absprechen können – nicht einmal dann, wenn sich der von den Integrationsgegnern verursachte Schaden als irreparabel erweisen sollte, was niemand hoffen kann. Respekt, Penzberg – und bitte halten Sie durch, machen Sie weiter}!

Dieser realitätsblinde Unterstützerbrief ist auch im Penzberger Lokalteil des Münchner Merkur abgedruckt. Und dort findet sich auch noch die Ankündigung eines Diskussionsabends im Pfarrzentrum Penzberg am kommenden Montagabend. Denn der katholische und der evangelische Pfarrer wollen die „Anfeindungen gegen die Islamische Gemeinde Penzberg nicht hinnehmen“. Es kann ja wohl nicht sein, dass die Erkenntnisse der Bayerischen Verfassungsschützer die heile Welt in Penzberg durcheinanderbringen. „Wir lassen es nicht zu, dass das Vertrauensverhältnis zerstört wird“, sagt der evangelische Pfarrer Klaus Pfaller. Und der katholische Pfarrer Josef Kirchensteiner sekundiert: „Wir halten selbstverständlich am christlich-muslimischen Dialog fest“. Im weiteren wird sehr bedauert, dass der islamischen Gemeinde nun die Gemeinnützigkeit entzogen worden sei und bayerische Schulklassen jetzt nicht mehr dorthin fahren dürften. Der „gesellschaftliche Frieden“ sei durch das „jüngste Auftreten der Organisation Pax Europa gefährdet“. Der evangelische Pfarrer vermutet weiter, dass viele Leute „an der Feindbildpflege ein klammheimliches Interesse“ hätten. Den Vorwurf der Naivität, der ihnen auch vom Bayerischen Innenminister unterstellt wird, lassen sie nicht gelten: „Als überzeugter Christ sage ich: Ich halte jemanden solange für aufrichtig, bis das Gegenteil erwiesen ist“, meint Pfarrer Kirchensteiner. „Der Glaube an einen Gott eint uns. Ich habe Respekt vor allen gläubigen Menschen“. Sein Kollege assistiert: „Ich lasse mir nicht manipulativ etwas unterschieben“.

Halleluja. Diese frommen Kirchenbrüder haben offenbar nicht die geringste Vorstellung, mit was sie es beim Islam zu tun haben. Dass sie von den Muslimen vor Ort nach allen Regeln der Taqiyya eingelullt werden, haben sie noch nicht begriffen. Fakten hingegen, die ihnen von Pax Europa präsentiert werden, lehnen sei als „Manipulationsversuch“ ab. Dabei fängt die Flunkerei schon am Eingang der Moschee in Penzberg an. Dort ist die Koransure 49, Vers 13 in Stein gemeißelt. Allerdings in einer sehr freien Übersetzung, die den Sinn dieses Verses völlig verfremdet: “Ihr Menschen! Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und haben euch zu Völkern und Stämmen werden lassen, damit ihr euch kennenlernt”.

In Wahrheit steht es so im Koran: „O ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf daß ihr einander erkennen möget. Wahrlich, vor Allah ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist. Wahrlich, Allah ist Allwissend, Allkundig“ (49:13) – „Die Wüstenaraber sagen: “Wir glauben.” Sprich: “Ihr glaubt nicht; sagt vielmehr: ´Wir haben den Islam angenommen´, und der Glaube ist noch nicht in eure Herzen eingedrungen.” Wenn ihr aber Allah und Seinem Gesandten gehorcht, so wird Er euch nichts von euren Werken verringern. Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Barmherzig“ (49:14).

Da diese Verfälschung auch auf der Internetseite der Islamischen Gemeinde Penzberg zu finden ist, hat dr. Gudrun Eussner in einem Artikel über die IGP diese grobe Verfälschung ebenfalls festgestellt: {Es geht im Koran nicht darum, dass sich Völker und Stämme kennenlernen, etwa Juden, Christen und Muslime, Deutsche, Israelis, Bosnier und Mazedonier, sondern dass die muslimischen Völker und Stämme einander erkennen mögen, nämlich wer dem Islam am treuesten und konsequentesten anhängt, am gottesfürchtigsten ist. Es geht allein um Muslime}.

Auch durch Sayyid Abul Ala Maududi, einen der wichtigsten Denker des Islams im 20. Jahrhundert, wird diese Stelle in seiner Veröffentlichung „Die Bedeutung des Koran“ so beschrieben: {Der Islam hat eine universale Bruderschaft der Gläubigen auf einer Basis gegründet, die keine Unterscheidung wegen Farbe, Rasse, Sprache, Landes und Staatsbürgerschaft erlaubt, die von jedem Konzept hoch und niedrig, sauber und unrein, bösartig und anständig frei ist, die allen Menschen eine Gleichberechtigung anerkennt, egal ob sie irgendeiner Rasse und Nation, irgendeinem Land oder Gebiet gehören. Sogar die Gegner des Islams haben zugeben müssen, dass keine andere Religion oder kein anderes System einen ähnlichen Erfolg beim Grundsatz der menschlichen Gleichheit und Einheit vorweisen kann wie die moslemische Gesellschaft. Der Islam ist die einzige Religion, die unzählige Rassen und Gemeinschaften zusammengeschweißt und verbunden hat, die in alle Ecken der Erde verstreut sind, aber zu einer universalen Umma gehören}.

Es ist völlig unzweifelhaft, dass sich dieser Koranvers 49:13 nur auf die muslimische Gemeinschaft bezieht. Die Islamische Gemeinde Penzberg hat mit dieser Umdeutung auf alle Völker und Religionen eine ganz bewusste Täuschung vorgenommen, um den Gutmenschen eine multikulturelle Einstellung vorzugaukeln. Der Islam war und ist in höchstem Maße monokulturell, machtbezogen und auf Unterwerfung ausgelegt, wie sein Name schon sagt. Aber manche Menschen glauben eben das, was sie glauben wollen. Und so dürfte am Montag Abend beim interreligiösen Dialog im Penzberger Pfarrzentrum wieder der Versuch unternommen werden, eine heile christlich-muslimische Welt zu zimmern. Auch wenn ringsherum in der Realität alles in islamisch motivierter Gewalt und Hass versinkt – Hauptsache, man bewahrt sich seine Illusionen. In der islamischen Gemeinde Penzberg scheinen die Nerven mittlerweile blankzuliegen, wie Stefan Jakob Wimmer im Merkur berichtet: „Unser Eindruck ist es, dass einige an der Basis allmählich verzweifeln“. Daher sei es das Ziel dieses Offenen Briefes, den Penzberger Muslimen „Mut zu machen“. Nun, die Vorgänge um Penzberg bleiben spannend. Vor allem, wenn der politische Druck auf flunkernde Imame möglicherweise bald zunimmt. Wir werden von den hochinteressanten Entwicklungen in München zeitnah berichten.

(Text: byzanz – PI-Gruppe München, Foto oben v.l.n.r.: Margarete Bause, Stefan Jakob Wimmer, Margret Spohn, Rainer Oechslen, Andreas Renz)

 

One Response to “Blinde Solidarität mit Penzbergs Imam”

  1. Chris Says:

    Danke für die Information.
    Ich kannte bisher nur die andere Seite und hatte die Rede vom Verfassungschutz als übliches Gerede abgetan.
    Daher doppelten Dank für die Berichterstattung.
    Gruß,
    Chris


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