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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Warum die niederländische Jugend sich radikalisiert 13. Juni 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 19:31

Warum die niederländische Jugend sich radikalisiert
… und inzwischen bevorzugt Geert Wilders wählt

Im Internet ist zu sehen, warum die niederländische Jugend sich radikalisiert und inzwischen bevorzugt Wilders wählt. Beobachter warnen vor einer tiefen Spaltung der heranwachsenden Generation. Wären nur die Erst- und die zukünftigen Wähler gefragt worden, hätte Geert Wilders mit seiner PVV die Wahl haushoch gewonnen. Am Tag nach der Wahl kritisieren Autoren der niederländischen Internetseite „Geenstijl“ den Umgang mit dem PVV-Wahlergebnis. {Die PVV ist die „Partij voor de Vrijheid – Partei für die Freiheit“ von Geert Wilders}.

Bei den landesweiten „Schülerwahlen“, einer traditionellen Wahlsimulation, die einen Tag vor der Parlamentswahl unter 90.000 Schülern an 384 höheren Schulen veranstaltet wurde, eroberte die PVV 30 der fiktiven Sitze. Damit wäre sie stärkste Partei geworden. Auch eine repräsentative Umfrage unter Jungwählern ergab kurz vor der Wahl, dass fast jeder fünfte beabsichtigte, für die PVV zu stimmen. Die Rechtspopulisten (besser Islamkritiker) kommen bei den Jung- und Erstwählern gut an. {Die linksorientierte Presse macht es sich einfach. Sie verunglimpft Geert Wilders lieber als „Rechtspopulisten“, oder wie jüngst in der Süddeutschen Zeitung als „Rattenfänger“, und das nicht nur in einem Artikel, sondern gleich in einer ganzer Serie von Artikeln, anstatt sich mit den Forderungen Geert Wilders auseinander zu setzen. Jemand, der es nötig hat, andere so herabzusetzen, dem fehlen offensichtlich die entsprechenden Argumente}.

Die Polarisierung der niederländischen Jugend: Und es ist nicht Wilders‘ Charisma, das die Jugendlichen der PVV zutreibt. Bei der Frage nach ihrem Wunsch-Premier entschieden sich die jungen Wähler in der Umfrage mehrheitlich für den Sozialdemokraten Job Cohen. Ihre Wahlentscheidung wollten sie aber nach den programmatischen Aussagen der Parteien richten. Soziologen und Pädagogen beobachten eine zunehmende Polarisierung von Hollands Jugend. Während junge Niederländer marokkanischer oder türkischer Herkunft sich frustriert von der ihnen vermeintlich feindlich gesonnenen Mehrheitsgesellschaft ab- und ihren eigenen Traditionen zuwenden, finden sich perspektivlose Jugendliche niederländischer Abstammung etwa in der von rechten Ansichten durchwirkten Lebenswelt der Gabber-Techno-Szene  wieder. {Gabber ist eine Variante des Hardcore Techno mit circa 150 bis 190 Beats per minute (Schläge pro Minute). Charakteristisch für Gabber sind verzerrte, lang ausklingende Bassdrums (große Trommel), die oft von dem Drumcomputer erzeugt werden. Begleitend kommen grobe, harte synthetische Klänge und Samples (Sound Effekte) hinzu}. Solche Segregation (Entmischung) spiegelt sich im Gebrauch von Internet und neuen Medien. Bei den Kindern der nordafrikanischen Einwanderer sind Nachrichten- und Community-Seiten wie Maroc.nl und Marokko.nl beliebt, die wegen hetzerischer (rassistischer) Leserkommentare (gegen die einheimischen Niederländer) zeitweise in der Kritik standen.

Rechte Kommentare zu jedem Thema: Ihre „autochthonen“ Altersgenossen (die einheimischen Niederländer) bevorzugen zum Beispiel das der Boulevardzeitung „Telegraaf“ gehörende Sammelblog Geenstijl.nl, das Kritikern als flott aufgemachtes Sprachrohr des niederländischen Islamkritikers gilt. Rechtsgewirkte User (Jugendliche), die „reaguurders“, überschwemmen seit Jahren Blogs und Nachrichtenseiten zu nahezu jedem beliebigen Thema mit Kommentaren, die einen vermeintlichen Volkszorn auf den Islam und die Herrschenden artikulieren und den baldigen Triumph des Geert Wilders ankündigen. Auch das Königshaus wird in einer Weise angegriffen, die man selbst zur Zeit der radikalen Studentenbewegung „nicht für möglich gehalten hätte“, wie eine Untersuchung im Auftrag des Innenministeriums feststellt.

Abschottung jugendlicher Lebenswelten: Auch wo der Ton zivil bleibt, fürchten manche Niederländer, dass das Internet eine Abschottung der jugendlichen Lebenswelten voneinander und von der Gesamtgesellschaft befördere. Der polarisierende Einfluss des Internets schade dem sozialen Zusammenhalt mehr als Wilders, klagte die Publizistin Margreet Fogteloo. {Das liegt in erster Linie wohl daran, dass die mehrheitlich linksorientierte Presse, genauso wie in Deutschland, die Migrationsproblematik ignoriert bzw. schön redet und jeden Islamkritiker in die rechte Ecke stellt. Sie ignoriert schlicht und einfach die Sorgen und Nöte der jungen Leute, die allzu oft Opfer muslimischer Migrantengewalt sind. Wer sich ein Bild von den erschütternden Zuständen in den niederländischen Städten machen möchte, in denen meist nordafrikanische (marokkanische) Jugendliche die einheimische Bevölkerung terrorisiert, dem empfehle ich ähnliche die Artikel wie: „Ist Europa bald muslimisch“? Zu lesen}.

Wundert es also, wenn sich die niederländische Jugend radikalisiert? In den Niederlanden vollzieht sich nur das, was in einigen Jahren auch in Deutschland geschehen wird. Auch in Deutschland wird die Migrantengewalt in den nächsten Jahren weiter ansteigen und zwar in einer Art und Weise, wie sich dies viele heute nicht einmal vorstellen können oder wollen. Ebenso wird der Hass der einheimischen (deutschen) Jugendlichen, die von dieser Gewalt am stärksten betroffen sind, auf die Migranten weiter zunehmen. Für sie beginnt diese Gewalt bereits im Kindergarten und setzt sich dann in der Schule und auf der Straße weiter fort. Die Politiker und Medien verschließen vor dieser Gewalt die Augen und sind damit für die vielen Opfer, die diese Gewalt hinterlässt, mitverantwortlich. Und natürlich würde auch die deutsche Jugend jemandem zujubeln, der diese Problematik offen und ungeschminkt anspricht. Ich jedenfalls habe dafür großes Verständnis.

Man kann den Politiker, der diese Probleme offen und schonungslos anspricht, natürlich in die rechte Ecke stellen und ihn als Nazi, Rechtspopulist oder Rattenfänger verunglimpfen. Und genau das macht die linksorientierte Presse seit Jahren und sie wird es auch weiterhin versuchen. Bei einem Teil der Öffentlichkeit, der immer größer wird, hat diese Presse allerdings mittlerweile jede Glaubwürdigkeit verloren. Wer ist denn verantwortlich für die Zustände in unserem Land? Derjenige, der diese Probleme offen und ehrlich anspricht oder derjenige, der sie immer wieder zu ignorieren, zu entschuldigen und schön zu reden versucht? Dagegen sieht der junge Autor und Historiker Philip Huff die Elterngeneration und die Medien in der Pflicht, wenn er vor einer „Altersversäulung“ warnt. Die Abkopplung der unter 30-Jährigen von den Medien und dem Diskurs ihrer Eltern wertet er als Ausgrenzung einer Generation und ihrer Probleme.

 

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