kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Zwei Päpste … zwei Kreuze 9. Juni 2010

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 23:55

Demonstranten verbrennen Papst-Bild

Afghanische Studenten demonstrierten gegen angebliche Bekehrungsversuche christlicher Hilfsorganisationen. Dabei verbrannten sie ein Bild von Benedikt XVI.

Wien (kath.net): Hunderte Studenten haben in Mazar- i-Sharif im Norden Afghanistans gegen angebliche Bekehrungsversuche zweier christlicher Hilfsorganisationen protestiert und dabei ein Bild von Papst Benedikt XVI. verbrannt. Das berichtet die österreichische Tageszeitung „Standard“. Die Demonstranten riefen „Tod für Amerika“ und forderten die afghanische Regierung auf, die Hilfsorganisationen „Church World Service“ (CWS) und Norwegian Church Aid zu bestrafen. Berichten eines TV-Senders zufolge hätten Mitglieder der beiden Organisationen versucht, Muslime zum Christentum zu bekehren. Das ist unter islamischem Recht streng verboten. Nach Scharia-Recht, das Bestandteil der afghanischen Verfassung ist, kann der Übertritt vom Islam in eine andere Religion mit hohen Strafen bis hin zur Todesstrafe geahndet werden. CWS und Norwegian Church Aid wiesen die Behauptungen zurück. Die katholische Kirche ist an keiner der beiden Hilfsorganisationen beteiligt, die hauptsächlich von protestantischen Gruppierungen getragen werden.

Koptische Kirche wehrt sich gegen Gerichtsurteil

Die koptisch-orthodoxe Kirche wird am Verbot von Ehescheidungen und die Wiederverheiratung Geschiedener festhalten und sich nicht einem Urteil des ägyptischen Höchstgerichts beugen.

Kairo (kath.net/CC): Die koptisch-orthodoxe Kirche wird Ehescheidungen und die Wiederverheiratung Geschiedener nicht zulassen und sich damit einem Urteil des ägyptischen Höchstgerichts widersetzen. Das bestätigte seine Heiligkeit Papst Schenuda III., Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche. Im Mai 2010 hatte das Gericht die koptisch-orthodoxe Kirche dazu verpflichtet, ihre Lehre hinsichtlich Ehescheidung und Wiederverheiratung zu ändern. In Ägypten muss jede Ehe von einer religiösen Gemeinschaft bestätigt werden. Das Recht, eine Familie zu gründen, sei ein verfassungsmäßiges Recht, begründete das Gericht sein Urteil. Daher dürfe keine religiöse Einrichtung dieses Recht verweigern. Die koptisch-orthodoxe Kirche habe daher ihre Lehre anzupassen. Papst Schenuda betonte, die koptische Kirche würde diesem Urteil nicht Folge leisten, zumal das Gericht keine Autorität habe, religiöse Überzeugungen und Praktiken zu diktieren.

 

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