kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christien appelliert an das internationale Gewissen 30. Mai 2010

Filed under: Konvertiten — Knecht Christi @ 03:57

Christien Abd Elmassih oder Siham Mahmoud ist eine junge Frau, die sich vor vier Jahren für Christus entschied. Über ihr Leid spricht ihr Rechtsanwalt und der koptische Menschenrechtler Saaid Fayez. Zu Beginn schildert er etwas über sie: „Ich lernte Christien vor zwei Jahren kennen. Sie erzählte mir, dass sie eine Muslimin war. Jedoch fragte ich sie, wie es dazu kam, dass sie einen Personalausweis hat, auf dem steht, dass sie eine Christin ist. Fröhlich erwiderte sie, dass ihr Verlobter es schaffte, die Religion im Personalausweis ändern zu lassen. Sie war glücklich über ihre Freiheit, in die Kirchen oder Klöster gehen zu dürfen, ohne dass dies ihr wegen ihrer Identität verboten wird. Christien ist eine hübsche Frau, die ausgeglichen und liebenswürdig ist. Selten sah ich sie nervös oder missgelaunt. Das geschah nur, als sie sich erinnerte, wie sie auf der Flucht vor ihrer eignen Familie ist, und dass sie wegen ihres gefälschten Personalausweises ins Gefängnis kommen könnte, wo in Ägypten die Konversion zum Christentum kriminalisiert wird“. Verbittert sagt Saaid Fayez: „Plötzlich wurde Christien wegen Fälschung offizieller Urkunden inhaftiert. Jetzt ist sie im Frauengefängnis in Kanater“.

Saaid Fayez fährt fort: „Ich werde nicht über das Leben der zum Christentum Konvertiten und über den Zwang sprechen, unter dem Christien stand, diese Fälschung in Kauf zu nehmen, obwohl es ihr gutes Recht ist, das Leben zu führen, welches sie sich ausgesucht hat. Über die Schrecklichkeit möchte aber sprechen, dass Christien und alle jungen Frauen wie sie in dem Frauengefängnis von einem Offizier namens Moataz (von dem sprach die muslimische Mandantin von Dr. Nagib Gebraiel – lesen Sie den Artikel „Religionsfreiheit hinter der Sonne“) gefoltert werden. Bei einer ihrer Verhandlungen vor Gericht sah ich Blutflecken auf Christiens weißem Gewand, die von ihrem weißen Schleier nicht bedeckt wurden. Als ich sie anschrie, damit sie mir die Wahrheit erzählt, weinte sie und sagte: Mein ganzer Körper ist grün und blau. Sie schlagen mich ständig und sagen mir dabei, dass ich eine Ungläubige bin, die ihren Glauben preisgab. Drei Tage vor jeder Verhandlung, bei der der Richter meine Haft verlängert, hören sie auf mich zu schlagen und reiben meine Prellungen und Schürfwunden mit bestimmter Salbe ein. Dieser Peiniger (Moataz) erlaubt nicht, dass Christien die Tabletten für ihre Schilddrüsenüberfunktion einnimmt. Vor dem Richter bestand ich auf die Eintragung der Folter meiner Mandantin. Wie üblich verlängerte der Richter ihre Haft und man brachte Christin ins Gefängnis. Moataz erfuhr über den Verlauf der Verhandlung und als Rache droht er mir, Christien von den Musliminnen im Frauengefängnis entjungfern zu lassen, was aber leicht ist“.

Im Namen Christiens und aller Frauen und Männer, die gefoltert werden, weil sie den Islam verwarfen, appellieren wir an jeden, der diesen Artikel liest. Versuchen Sie bitte etwas für diese hilflosen Menschen zu tun. Lassen Sie die ganze Welt darüber Bescheid wissen, indem Sie diesen Artikel an alle Menschenrechtsorganisationen, Botschaften, Medien und Freunde schicken. Jeder kann einen Beitrag leisten, der diese Regime entlarvt und sie unter Druck setzt. 

 

One Response to “Christien appelliert an das internationale Gewissen”

  1. Hans D. Weitermann Says:

    So was ist schlimm! Doch wer erfährt davon unter normalen Umständen?


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