kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gewalt gegen Kopten ist im Vormarsch und alles wird vom Staat ignoriert 19. Mai 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 23:16

The Wall Street Journal – Kairo: Vor ein paar Wochen in der Küstenstadt Marsa Matrouh versammelte sich ein wütender Mob von rund 3.000 zornigen Muslimen nach dem Freitagsgebet. Nachdem der Imam der dortigen Moschee sie ermahnte, die Stadt von ihren ungläubigen Christen, genannt Kopten, zu reinigen, gingen sie auf Raubzug. Die Bilanz war schwer: 18 Wohnungen, 23 Läden und 16 Autos wurden völlig zerstört, während sich 400 Kopten in ihrer Kirche für 10 Stunden verbarrikadierten, bis die Heimsuchung sich legte. Dies war nur der letzte von mehr als einem Dutzend solcher Angriffe im vergangenen Jahr. {am 26. Juni im Dorf „Kafr El-Barbary“, am Nov. 21die Stadt Farschut, und am 23. November das Dorf Shousha}. Dann ereignete sich das Blutbad von Naag Hamadi, wo die Insassen eines vorbeifahrenden Autos das Feuer auf koptische Christen eröffneten, als diese Kopten am 06. Januar die Weihnachtsmesse verlassen verließen. Bei diesem Massaker wurden sieben Menschen getötet und 26 schwer verletzt.
 
       Obwohl die Kopten lange das Ziel von sporadischen Angriffen sind, ist die Gewalt der letzten Jahre eher wie ein Abführmittel. Wellen von Angriffen bilden einen Mob, der Hunderte, manchmal Tausende von christlichen Bürgern gezwungen hat, aus ihren Häusern zu fliehen. Bei jedem Vorfall kommt die Polizei immer an, trotz der verzweifelten Appelle, nachdem die Gewalt vorbei war. Später werden die angefallenen Kopten durch die besondere Sicherheitsmaßnahmen der Polizei dazu gezwungen, die „Versöhnung“ mit ihren Angreifern zu akzeptieren, um die Verfolgung der Schuldigen zu vermeiden. Kein Muslim wurde bisher für irgendeinen dieser barbarischen Angriffe verurteilt oder eine Strafe abgebüßt.
 
      Der Zustand der fehlenden Berücksichtigung der Kopten hat antichristliche Gefühle vieler Muslime ermutigt, in allen Lebensbereichen. Auch Alazhar, die weltweit herausragenden sunnitisch-islamischen Institution, hat ihren Anteil zu dieser weitverbreiteten Verfolgung beigetragen, und zwar durch die Veröffentlichung einer Broschüre, und indem sie die Bibel für ein verfälschtes Dokument und das Christentum für eine heidnische Religion erklärt.

Im Alazhar-Lehrbuch für High-School-Schüler, genannt „Al Iqna“, heißt es, dass das Töten eines Moslems mit dem Tode bestraft wird, aber wenn ein Muslim einen Nicht-Muslim tötet, ist er nicht der Todesstrafe unterliegen. Der Höherstehende kann nicht für das Töten des Minderwertigen bestraft werden (S. 146). Weiter heißt es, dass das Blutgeld (Entschädigung für Totschlag) für eine Frau die Hälfte der Summe als die für einen Mann bezahlt wird, aber für einen Christen oder Juden nur ein Drittel, als für einen Moslem (S. 187).
 
So sind Hunderttausende von Alazhars Schulen, die vom Staat kontrolliert werden, zu indoktrinieren. Jahr für Jahr rechtfertigen Hunderttausende von jungen Muslimen in der ägyptischen Gesellschaft ihre Ideologien der Intoleranz, Verachtung und Hass gegenüber den Kopten (und noch stärker gegenüber den Juden).
 
Die christlichen Kopten Ägyptens machen etwa 12% der Bevölkerung aus. Seit langem leiden sie unter offizieller Diskriminierung. Keine Kirche, zum Beispiel, kann ohne ein Dekret des Präsidenten gebaut oder auch renoviert werden. Die Kopten sind aus der Geheim- und Sicherheitsdienste ausgeschlossen, weil sie als ein Sicherheitsrisiko gelten. Diese Diskriminierung entspringt aus dem Glauben tief in die soziale Psyche der herrschenden Elite und große Teile der muslimischen Gemeinde, dass sie in einer islamischen Gesellschaft unvernünftig zu strikter Gleichheit zwischen Muslimen und den Ungläubigen erwarten geerdet.

In der Tat werden die Kopten gegenwärtig als Dhimmys behandelt, (uralte minderwertiger Status der christlichen und jüdischen Minderheiten in muslimischen Ländern). Dhimmi-Status ist nicht mehr legalisiert, sondern weiterhin als traditionelle soziale Norm zu betreiben. So zum Beispiel eine individuelle Straftat von einer Dhimmy gegen einen Muslim Optionsscheine Vergeltung für die gesamte Gemeinschaft der Dhimmys. Trotz der langjährigen Leiden der Kopten, betont die ägyptische Regierung zynisch, dass es keine religionsmotivierten Probleme gäbe. Sie bezeichnet die koptischen Menschenrechtler als Verräter, welche die internationale Aufmerksamkeit auf Notlage der Kopten aufmerksam machen. Bisher haben die Vereinigten Staaten und der Rest der westlichen Demokratien, trotz wiederholter koptischer Appelle und der Aufforderung an das ägyptische Regime zu größerer Toleranz zu fördern, wenig getan. Aber der Dhimmi-Status der Kopten wird nicht durch süße Überredung geändert werden. Es wird nur durch den anhaltenden bürgerlichen Kampf und durch den unterstützenden kräftigen internationalen Druck geändert werden. Die Kopten verlangen nicht die Toleranz der Muslime, sondern die gleichen Rechte als ägyptische Bürger.

 

4 Responses to “Gewalt gegen Kopten ist im Vormarsch und alles wird vom Staat ignoriert”

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