kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Allahskrieger mit Kommaschwäche 14. Mai 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 21:15

Er ist der Helene Hegemann des internationalen Islamismus, ein Gotteskrieger mit ausgeprägter Kommaschwäche, gut am Maschinengewehr, aber ganz schwach bei der Frage, wann er “dass” und wann er doch besser “das” schreiben sollte. Eric Breininger zog aus, die Welt von “Kuffar” genannten Ungläubigen zu befreien, er nannte sich “Abdul Ghaffar El Almani” und starb, ehe er sein Lebensbekenntnis “Mein Weg nach Jannah” beenden konnte.

       Die Glaubensbrüder des gottesfürchtigen Saarländers stellten die in Stunden lähmender Langeweile in den islamistischen Terrorlagers Waziristans entstandene Kampfschrift des treuen Gefolgsmannes des Propheten nach dessen blutiger Himmelfahrt zum kostenlosen Download bereit. Die deutsche Qualitätspresse entdeckte daraufhin sofort “ein Dokument aus dem Inneren des Dschihadismus” (Der Spiegel), geschrieben von einem “Blitzradikalisierten voller Hass auf die Ungläubigen” (Die Zeit). Vorsichtshalber aber verlinkte niemand auf “die bizarren Memoiren des in Pakistan erschossenen Deutschen” (Die Zeit), denn die Angst geht um: Wie schnell könnten andere durch die laterale Lyrik des wirren Abschreibtischtäters blitzradikalisiert werden?

Die Feder ist mächtiger als das Schwert, selbst wenn sie einem Teil-Legastheniker gehört!

     Dabei erzählen die 106 Seiten aus dem Hause “Elif Media” die tragikkomische Geschichte eines kleinen Jungen, der gern Großes erreichen möchte, dabei aber immer wieder an seiner eigenen Unfähigkeit scheitert. Breininger, nach eigener Aussage aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen, treibt ziellos durchs Leben, bis er rein zufällig einen gläubigen Moslem trifft. Der erst macht ihn mit dem Glauben bekannt – und aus ihm auch gleich einen islamistischen Rechtsgelehrten. Er selbst hat Hinweise wie “Und wir entsandten vor dir keinen Rasul, ohne ihm einzugeben, dass laa Ilaaha außer mir, also macht Ibadah für Mich” und “Sie werden morgens und abends dem Feuer ausgesetzt sein und an dem Tag, wenn die Stunde anbricht wird gesagt: Lasst Pharaos Leute zur qualvollsten Strafe antreten” verinnerlicht. Eben noch trinkt er Bier und hat eine Freundin, schon hat er die überredet, “den Islam anzunehmen”, ein Kopftuch zu tragen und mit ihm zusammen zu beten. Nach nicht einmal vier Monaten hält sich der Flaumbart dann für einen Mann auf direktem Weg zur Heiligkeit: Er trennt sich von seiner – ihm inzwischen auf gut arabisch angetrauten – Frau, weil die immer noch zur Disko geht, er bespricht mit “Brüdern” die Frage des Monotheismus und fühlt in sich den Drang, die unterdrückte islamische Welt zu befreien.

       Seine vermeintliche Biografie muss Mullah Maulheld Breininger nach dem Kurzstudium einer deutschen Notfassung des Koran nicht mal mehr selbst schreiben – über weite Teile pinselt er einfach wortwörtlich Suren und Mohammed-Zitate, Rechtsgutachten hierzulande unbekannter Scheichs und Reden rätselhafter Imame ab. So füllt sich Seite um Seite mit absurdesten Erörterungen, nur gelegentlich unterbrochen von tatsächlich amüsanten eigenen Erlebnissen des selbsternannten Dschihadisten. Dessen Weg in den Kampf etwa führt über zahlreiche Umwege: Sein erster Plan, nach Algerien zu gehen, um Arabisch zu lernen, scheitert am Morgen der Abfahrt, weil ihm ein algerischer Bekannter verrät, dass er in Algerien gar keine Sprachschule finden werde. Breininger entscheidet sich nun kurzfristig für Ägypten als Startrampe in die Dschihadistenkarriere. Doch er landet in Hurghada, obwohl er nach Kairo wollte. Als er nach einer langen Busfahrt endlich dort ankommt, machen gerade alle Sprachschulen zu, weil Ramadan beginnt.

So geht es immer weiter mit Pleiten, Pech und Pannen.

 

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