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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kaum ein Muslim distanziert sich von der Steinigung 5. Mai 2010

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 21:04

Steinigung ist ein Wert meiner Religion, sagt der Schweizer Konvertit Nicolas Blancho. Eine Umfrage im Kanton Solothurn hat gezeigt: Für manchen Muslim in der Region ist das keine Ungeheuerlichkeit.

       „Nein, Nicolas Blancho ist kein radikaler Muslim“, sagt Yusuf Gürbüz, ein Mitglied der Moschee in Aarburg, der viele türkische Muslime aus dem Raum Olten angehören. Das, nachdem der Auftritt des Präsidenten des Islamischen Zentralrats der Schweiz (IZRS) am Schweizer Fernsehen in der Sendung „Arena“ unter Politikern aller Couleur für rote Köpfe gesorgt hatte. Der Konvertit Blancho verhalte sich vielmehr wie ein Kleinkind, das gerade etwas Neues gelernt hat und dieses jetzt der ganzen Welt zeigen möchte. „Er hat nichts Falsches gesagt“, meint Gürbüz, der die Diskussion am Fernsehen verfolgt hat. Blancho habe es aber nicht geschafft, die für Nichtmuslime häufig schwierig zu verstehenden Lehren zu erklären.

       Das treffe auch auf die Steinigung zu. „Der Koran bildet eine Einheit, und man kann nicht einfach etwas weglassen, wenn es einem nicht gefällt“, ist der türkische Muslim überzeugt. Es sei aber sehr schwer, eine solch schwere Strafe überhaupt auszusprechen. Der Koran regle sehr genau, unter welchen Bedingungen dies möglich wäre. Wer zudem jemanden fälschlicherweise verurteile, werde die gleiche Strafe erleiden. In demokratisch verfassten Staaten sei eine solche Strafe natürlich undenkbar. „Wir fühlen uns der Schweizer Rechtsordnung verpflichtet“, betont Gürbüz. Auch Blancho habe im Übrigen unterstrichen, dass für ihn die Schweizer Gesetze bindend seien.

Eine Religion des Friedens: Für Ekrem Raqipi, Gründer und Sekretär der albanisch-islamischen Glaubensgemeinschaft in Langendorf, steht ebenfalls außer Frage, dass Muslime die hiesige Rechtsordnung akzeptieren und sich anpassen. „Die Schweiz ist meine zweite Heimat geworden, wir leben und sterben hier“, bringt er seine Zughörigkeit zur Schweiz zum Ausdruck. Wie Nicolas Blancho hätte aber auch er den Satz „Ich verurteile die Steinigung“ nicht aussprechen können. Und: Auch für ihn ist die Steinigung ein Wert seiner Religion. Die Steinigung, die im Koran einzig als Strafe für „Prostitution“ vorgesehen sei, könne aber nur die „letzte Lösung“ sein. Zunächst müssten mildere Strafen zur Anwendung kommen.

       „Der Islam ist eine Religion des Friedens und nicht der Gewalt“, unterstreicht Raqipi. Ein Grundsatz, der für sein Leben große Bedeutung habe, laute zum Beispiel: „Wünsche Deinem Mitmenschen das, das Du auch für Dich wünschst“. Und zu den fünf Säulen des Islam, die für alle Muslime bindend seien, gehöre etwa die Fürsorge für Bedürftige. „Die Steinigung steht im Koran drin, und das akzeptieren wir“, meint Basri Veseli, ein junges Mitglied der Führungsriege der albanisch-islamischen Moschee in Grenchen. Denn: „Wenn wir Lehren, die im Koran verankert sind, nicht akzeptieren, dann sind wir keine guten Moslems“. Die Steinigung müsse allerdings, obwohl ein Bestandteil des islamischen Rechts, nicht zur Anwendung kommen. Und: „Wir leben hier in der Schweiz, einem Land, das eine völlig andere Rechtsordnung kennt, das anerkennen wir selbstverständlich“.

Blancho wird an den Pranger gestellt: Angesprochen auf Nicolas Blancho und den Islamtischen Zentralrat der Schweiz, ärgert sich Hihmet Dagci, ein Mitglied der türkischen Fatih-Moschee in Solothurn, in erster Linie über die Medien. „Nach dem deutschen Hassprediger Pierre Vogel braucht es jetzt eine andere Figur, die von den Medien bewusst an den Pranger gestellt wird“. Nicolas Blancho werde instrumentalisiert, um Vorurteile gegenüber Muslimen zu schüren, meint Dagci. Das aber sei der Verständigung zwischen den Religionen alles andere als zuträglich. Dacgi hat Blancho bisher einmal live erlebt, und zwar im letzten Herbst an einer Veranstaltung im Vorfeld der Abstimmung über die Minarett-Initiative: „Er ist mir dort nicht radikal erschienen, er hat auch inhaltlich nichts Fremdes gesagt“. Im Gegenteil: „Seine Äußerungen waren recht demokratisch und zeitgemäß“. Eine gewisse Provokation stelle für Nichtmuslime, so Dagci, offenbar der Auftritt von Blancho mit Bart und traditioneller Kleidung dar. „Orthodoxe Juden fallen mit ihrem Äußeren und ihren Ritualen aber mindestens so stark auf“. Während Muslime deswegen kritisiert werden, würde es kein Politiker wagen, gegen orthodoxe Juden vorzugehen. Nicht einig geht Hihmet Dagci mit Nicolas Blancho, wenn dieser die Steinigung als Wert seiner Religion bzw. des Islam bezeichnet. „Wir kennen im Islam die Steinigung nicht“, hält Dagci in Rücksprache mit dem Imam der Fatih-Moschee fest – und widerspricht damit anderen Vertretern seiner Religion. Und: „Ich verurteile jegliche Gewaltausübung gegenüber einem Lebewesen“. Weiter bezeichnet es Dagci als „etwas unglücklich“, wenn Blancho gegenüber der Öffentlichkeit auf Konfrontationskurs geht, indem er zum Beispiel islamische Schulen gründen will. „Es bringt nichts, jetzt solche Forderungen zu stellen“. Damit rufe man nur die SVP auf den Plan.

Die Freiheit, anders zu denken: Deutlich distanziert sich von Nicolas Blancho ein Mitglied der albanischen Moschee in Trimbach, das nicht genannt werden will. „Blancho machte einen schlechten Eindruck“, sagt der Kosovare, der sich die Sendung „Arena“ nachträglich auf dem Internet angeschaut hat. „Es ist schade, dass jemand, der konvertiert hat, so extrem wird“. Und: „Der Islam heißt Extremismus nicht gut“. Wenn Blancho im Namen des Islam politisiere, führe das nur zu „Hass zwischen den Religionen und den Menschen“. „Wir müssen aber Wege finden, damit Christen, Juden und Muslime miteinander reden und zusammenarbeiten können“. „Jeder Mensch muss selber entscheiden, welche Religion für ihn die richtige ist“, offenbart der Kosovare eine bemerkenswert liberale Weltsicht. Und: Er nimmt sich selber die Freiheit, anders zu denken, als es vielleicht von ihm erwartet wird: „Es mag sein, dass die Steinigung ein Bestandteil des islamischen Rechts ist, ich kann mich damit aber dennoch nicht einverstanden erklären“.

Stellungnahme verweigert: Mehrere Moscheen waren nicht bereit, sich an der Umfrage dieser Zeitung zu beteiligen. „Wir haben bis jetzt immer offen Auskunft gegeben, aber der Ausgang der Minarett-Initiative war ein Schlag ins Gesicht“, sagte Muharrem Eren als Vertreter der türkischen Moschee in Bellach. Ohne eine Begründung anzugeben, will sich auch die Moschee in Wangen bei Olten nicht zum Auftritt von Nicolas Blancho äußern. Ebenfalls „keinen Kommentar zu diesem Thema abgeben“ möchten die offiziellen Vertreter der Solothurner Fatih-Moschee. Die Aussagen von Hihmet Dagci seien „seine eigene Meinung und nicht die der Fatih-Moschee“, heißt es in einer Mitteilung.

http://www.a-z.ch/news/politik/kaum-ein-muslim-distanziert-sich-von-der-steinigung-8203610

 

3 Responses to “Kaum ein Muslim distanziert sich von der Steinigung”

  1. L. Schäfer Says:

    Moment mal!! Wer die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin in Joh 8,1-11 liest, dem wird auffallen dass die Pharisäer zu Jesus sagten: „Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du?“ (Joh 8,5) Wichtig ist dabei der HERR Jesus sagte nicht zu den Pharisäern „Ihr seid altmodisch, was kommt Ihr mir mit Moses, das ist doch schon 2000 Jahre alt und überholt!“ Jesus hat das Gesetz nicht aufgehoben, sondern erfüllt. (Mt 5,17) Deswegen konnte er Sagen, Wer ohne Sünde ist, der Werfe den ersten Stein (Joh 8,7). Deswegen konnte er auch zu Der Ehebrecherin sagen: „Geh hinfort und sündige nicht mehr“ (Joh 8,11)

    Leute, wenn Jesus nicht am Kreuz für unsere Sünden gestorben währe, dann hätte er sie Steinigen müssen, weil der HERR im 3. Mose 20,10 tatsächlich schreibt:

    „Wenn jemand die Ehe bricht mit der Frau seines Nächsten, so sollen beide des Todes sterben, Ehebrecher und Ehebrecherin, weil er mit der Frau seines Nächsten die Ehe gebrochen hat.“

    Einer muss bezahlen, entweder der Sünder, in Ewigkeit, in der Hölle (Offb 21,8), oder Jesus am Kreuz (Kol 1,19-20). Wir sollten daher auch als Christen die Moslems nicht ganz so leichtfertig für die Steinigung von Ehebrechern verurteilen. Ohne Jesu Opfer am Kreuz währen wir auch unter dem Gesetz. Mit Jesus sind wir nun nicht mehr unter dem Gesetz, sondern in der Gnade der Nachfolge! Für uns Christen dient das Gesetz hauptsächlich der Sündenerkenntnis (Röm 3,20) und ist daher immer noch wertvoll. Gott zeigt seine Gerechtigkeit und Barmherzigkeit darin, das Jesus am Kreuz bezahlte und auferstand und das er damit aber auch die Sünde nicht einfach durchgehen lässt.

    Was wir die Moslems aber Fragen können ist: „Warum werden denn so häufig Frauen gesteinigt, was ist mit den Männern?“ (Zumindest kommt es in unseren Medien so rüber das mehr Frauen als Männer gesteinigt werden.) Gerade zum Ehebruch gehören aber immer Zwei.

  2. Bazillus Says:

    Die Ehebruchszene des Neuen Testaments ist ja gerade des Sohnes Gottes würdig. Als Jude durfte er das Gesetz des Moses nicht aufheben. Das hätte ihn den sofortigen Tod gekostet und es wäre ihm wohl als Beihilfe zum Ehebruch ausgelegt worden.

    Aber Jesus ist ja bekannt dafür, dass den Menschen in das Herz schaut und hat die Situation wahrlich brilliant gemeistert und den damals anwesenden und den heutigen Christen den Spiegel vorgehalten und damit eindeutig gezeigt, dass das Herz, die Seele im Einzelfall über dem Gesetz kann. Diese Situation zeigt eindeutig, dass Jesus diese Ehebrecherin wichtiger war als die strikte tumbe Einhaltung von Blutgesetzen. Ferner ist zu bedenken, dass zur Zeit, als dieses mosaische Gesetz entstand, das Judentum in den Kinderschuhen steckte und sich durch scharfe Abtrennung, durch Hervorhebung der höheren moralischen Werte mithilfe solcher Gesetze von den damals gängigen Religionen, von der damals herrschenden Polygamie, von den Menschenopferriten positiv absetzen musste. Dieser Gott wollte kein Menschenopfer mehr, wie die Episode vom Menschenopferauftrag Gottes zeigte, den er dann zum schutz Isaaks zurücknahm.

    Jede Kultur hat eine Entwicklung hinter sich, in fast allen Fällen zum Guten. Die Juden steinigen heute auch nicht mehr bei Ehebruch. Mit Jesus Christus ist der Monotheismus „erwachsen“ geworden und gelangte zur Vollendung.

    Der Islam macht mit seinem blutrünstigen Propheten kulturell eine Rolle rückwärts hin zur ungerechtfertigten Unbarmherzigkeit. Im Gegensatz zu meinem Vorkommentator bin ich der Meinung, dass die Neueinführung der Steinigung wegen Ehebruchs nach Jesus sehr wohl dem Islam gegenüber strikt vorwerfbar ist. Im Islam scheint das Blut ohnehin eine große Rolle zu spielen:

    Legitimierung von Blutrache
    Legitimierung von Rache bis hin zum Blutvergießen
    Todesstrafe
    Schächten bis hin zum Opferfest, bei dem auch große Tiere auf öffentlichen Straßen für ein Blutbad sorgen
    Selbstkasteiung in Prozessionsform bei den Schiiten bis Blut fließt (Ashurafest?)
    Ehrenmorde
    Beschneidung bei Knaben
    Beschneidung bei Mädchen (zumindest teilweise)
    Dokumentierung der Jungfräulichkeit nach der Hochzeitsnacht

    Ich denke, dieses kultische Bluttreiben kann keinen Fortschritt bedeuten, im Gegenteil. Auch die islamische Beurteilung der Regelzeit der Frau hat Auswirkungen auf das Jenseits. Die Regelzeit der Frau („Unreinheit“) nimmt der Prophet höchstpersönlich als Begründung dafür, dass er Frauen „häufiger in der Hölle“ gesehen haben will. Da in der Periode der Frau das GEbet und die Durchführung von religiösen Riten untersagt ist, hat sie im Leben mengenmäßig nicht so viel religiös betätigen können wie ein Mann. Das ist die Begründung dafür, dass Frauen häufiger in der Hölle zu finden sind.
    Folgende Aussprüche des Propheten (hadith) sind vorhanden, die dazu führten, die Frau als minderwertig anzusehen:

    -Mohammed ging auf dem Weg zu beten an Frauen vorbei und sagte: „O ihr Frauen! Gebt Almosen, denn ich habe gesehen, dass die Mehrzahl der im Höllenfeuer Weilenden ihr seid (die Frauen).“ Sie fragten ihn, warum das so sei. Er antwortete:“ Ihr flucht oft und seid euren Männern undankbar. Ich habe nie jemanden angetroffen, der so mangelhaft in seiner Intelligenz und seiner Religionsausübung ist wie ihr. Ein besonnener und vernünftiger Mann könnte durch einige von euch irregeleitet werden.“ Die Frauen fragten:“ Was fehlt in unserer Intelligenz und unserer Religionsausübung?“ Er sagte: „Ist nicht das Zeugnis von zwei Frauen dem eines Mannes gleich?“ Sie stimmten ihm zu. Er sagte: „Das ist der Mangel in ihrer Intelligenz. Ist es nicht so, dass eine Frau während ihrer monatlichen Blutung weder beten noch fasten kann?“ Die Frauen stimmten zu. Er sagte: “Das ist der Mangel in ihrer Religionsausübung“ (Band 1, Buch 6 Nr. 301, berichtet von Abu Said Al-Khudri).

    Ich meine, solch eine Einstellung zeugt eben nicht von Fortschritten in der Kultur, sondern eher von exorbitanten Rückschritten ins Nichts.

    Im Übrigen hat der Prophet gerade bei der Ehebruchsituation völlig anders gehandelt. Er ließ die Ehebrecherin nach Abstillen ihres Kindes steinigen. Das zur Gesetzeshörigkeit des ach so barmherzigen islamischen Propheten.

  3. Jacob Says:

    Liebe Moslwms !! Dieser Komentar ist „wunderbar“ geschrieben !!


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