kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Taub, stumm und doch keine Gebärdensprache! 2. Mai 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 04:40

Georg mit Papst Schenuda

Kein Mensch auf diesem Planeten hat es verdient, auf diese grausame Art umgebracht zu werden, egal wie er ist oder woran er glaubt. Am Mittwoch, den 07.10.2009, wurden die Kopten Ägyptens von der Todesnachricht eines tüchtigen Diakons erschüttert. Er hieß „Georg“ und war 29 Jahre alt. Ein ganz ruhiger Mensch und fleißiger Diener in vielen Kirchen. Für seinen Dienst war er bei allen Priestern bekannt, vor allem als es um den Dienst der „Armen – Geschwister des Herrn“ ging. Sein eifriger Dienst wurde ihm wahrscheinlich zum Verhängnis!

       Während sein Vater im Cafe saß, das gegenüber dem Haus liegt, in dem er mit seinem Sohn wohnte, nachdem seine Gattin vor acht Monaten verstarb, stürmten drei bärtige Männer die Wohnung. Sie fesselten Georg mit dem Kabel der Sattelitenschüssel an Händen und Füßen, nachdem sie ihn geknebelt auf einen Stuhl setzten, damit er keinen Laut von sich geben und die Aufmerksamkeit der Nachbarn erregen konnte. Vorher, und bevor sie ihn überwältigt haben, wehrte er sich. Dies beweisen einige Perlen des Rosenkranzes (Islamisch: Massbaha) und der gerissene Ärmel eines Hemdes. Nachdem sie ihn mit Fäusten ins Gesicht schlugen, schnitten sie das Kabel des Bügeleisens und befestigten sie es an seinem Bauch, bis seine Eingeweide rauskamen. Um die Spuren ihres Verbrechens auszuradieren, gossen sie Kerosin auf sein Unterhemd und zündeten seine Leiche an. Die Menge dieses in der Wohnung vorhandenen Brennstoffes war gering. Deswegen entschieden sich die Islamisten, den Hahn des Erdgases aufzudrehen, und bevor alles in die Luft fliege, ergriffen sie die Flucht. Sein Vater hat sie gesehen. Jedoch dachte er sich nichts dabei, vor allem wo Alexandria jetzt von Pakistan und Afghanistan bezüglich der Bärte und Vermummung der Frauen doch nicht zu unterscheiden ist.

       Minuten später rannte er in seine Wohnung, als die Nachbarn ihn darauf aufmerksam machten, dass starker Rauch von seiner Wohnung kam. Als er die Tür aufmachte, musste er mit eigenen Augen sehen, was diese Bestien mit seinem Nesthäkchen machten. Sowohl der Vater als auch seine Geschwister (zwei Brüder und eine Schwester) stehen unter Schock und vor lauter Trauma sind sie nicht ansprechbar. Ich traue mich bis jetzt nicht, sie anzurufen! Was soll ich ihnen sagen? Mein Beileid zum Ausdruck bringen? Darauf können sie verzichten. Denn sie verlangen Gerechtigkeit fürs Blut ihres ermordeten Sohnes. Kann man sich doch vorstellen, dass ein Mordopfer am nächsten Tag beerdigt wird? Ohne eiserne Ermittlung oder gründliche Obduktion? Der Mord geschah um 15:30 und sein Vater durfte den Leichnam seines Sohnes am späten Abend desselben Tages entgegennehmen. Er bekam die Anordnung, seinen Sohn am Nachmittag des nächsten Tages zu beerdigen. Ist das verständlich, gerecht oder fair?

       Ägypten wehrt sich mit allen Mitteln gegen die Priester und Missionare, die Hunderte zu Christus führten und immer noch führen. Sie sind der ägyptischen Regierung und ihrer islamischen Apparate ein Dorn im Auge. Bei diesem Dienst geht es nicht nur um Konvertiten oder Revertiten, sondern um die minderjährigen Mädchen, welche die mutigen Diener aus den Klauen ihrer islamischen Entführer befreien und sie in sicherem Unterschlupf verstecken. Das erzürnt die Scheichs und die hochrangigen Offiziere, welche ihnen – mit Namen bekannten Scheichs – gegen Bezahlung Rückendeckung geben. Mir ist doch ein Kopte bekannt, der diesen Dienst verrichtete und nach Österreich flüchtete. Ihm gelang die Flucht, weil er klug und auch zu einer mächtigen Familie gehört, was Georg aber fehlte! Keiner von uns bereut es. Im Gegenteil ist jeder Diener sehr stolz darauf, Schmach, Folter und Tod für Christus zu erleiden.

 

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