kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Frankreich prüft schärfere Gesetze gegen Vielweiberei 28. April 2010

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 18:46

Wegen des Falls eines muslimischen Franzosen, der für vier Frauen und zwölf Kinder staatliche Hilfen bezogen haben soll, prüft die Regierung in Paris eine schärfere Gesetzgebung. Um in solchen Fällen von Vielweiberei die Staatsbürgerschaft zu entziehen, sei „eine gesetzgeberische Entwicklung“ denkbar, sagte Einwanderungsminister Eric Besson. Der Muslim sagte, die Frauen seien nur seine Geliebten, nicht seine Ehefrauen. „Soweit ich weiß, sind Geliebte in Frankreich nicht verboten und im Islam auch nicht“, sagte der 35-jährige Lies Hebbadj der Nachrichtenagentur AFP. Er habe sich nichts vorzuwerfen und werde bislang auch nicht auf dem Rechtsweg angegangen. „Wenn einem die Staatsbürgerschaft entzogen wird, weil man Geliebte hat, dann gibt es viele Franzosen, die sie verlieren würden“, sagte der aus Algerien stammende Muslim, der vor rund zehn Jahren eine Französin geheiratet hatte und dadurch Franzose geworden war.

      Einwanderungsminister Besson gab zu, es sei „sehr strittig“, ob dem Mann die französische Staatsbürgerschaft aberkannt werden könne. Er habe am Wochenende mit Fachleuten darüber gesprochen, und deren Meinungen gingen auseinander. Polygamie widerspreche den Grundsätzen der französischen Republik, sagte der Parteivorsitzende der regierenden UMP-Partei, Xavier Bertrand. Sollte sich der Vorwurf als wahr herausstellen, könne der Mann „nicht Franzose bleiben“. Innenminister Brice Hortefeux – ein enger Vertrauter des konservativen Staatschefs Nicolas Sarkozy – hatte vergangene Woche gefordert, dem Muslim die französische Staatsbürgerschaft zu entziehen.

       Zwar ist die Vielehe in Frankreich verboten, dies gilt aber nur für standesamtlich geschlossene Ehen. Im Falle von Hebbadj ist bislang unklar, ob es sich um amtlich bescheinigte Ehen oder um religiöse Zeremonien handelt. In Rezé nahe der westfranzösischen Stadt Nantes, wo der 35-Jährige lebt, war nach Angaben der Gemeinde keine Heirat von ihm eingetragen. Der mutmaßliche Sozialbetrug des Mannes war aufgeflogen, weil die Polizei eine seiner Frauen angehalten hatte, die mit einem nur die Augen frei lassenden Schleier Auto fuhr. Die Polizisten gaben der Frau einen Strafzettel über 22 Euro mit der Begründung, dass der Nikab ihr Sichtfeld einschränke. Als die Frau einen Anwalt nahm und eine Pressekonferenz einberief, um gegen die „Diskriminierung“ zu protestieren, geriet Habbadj ins Visier der Behörden.

http://www.donaukurier.de/nachrichten/politik/Frankreich-Religion-Islam-Frauen-Justiz-Frankreich-prueft-schaerfere-Gesetze-gegen-Vielweiberei;art154676,2271697

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s