kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Auf Wiedersehen Mohamed 19. April 2010

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 05:16

Auf dieser Seite geht es um die Geschichte des Islam und da vor allem um die ersten drei Jahrhunderte. Es ist die Zeit, wo nach traditioneller Darstellung Mohammed den Islam gründete und seine Religion in kurzer Zeit über die Hälfte der damaligen Welt verbreitete. Die moderne Geschichtsforschung sieht diese Zeit jedoch vollkommen anders. Es gibt keinerlei Quellen- islamische oder nichtislamische- aus dieser Zeit, die über einen Propheten Mohammed und eine Religion namens Islam berichten würden. Alle islamischen Quellen stammen ausnahmslos aus späteren Jahrhunderten. Die zeitgenössischen nicht – islamischen Quellen kennen den Propheten nicht.

Zugleich sollen die Heere des Propheten Byzanz das halbe, und Persien gar das ganze Reich abgenommen haben. Beide waren emsige Protokollierer und Berichterstatter, aber sie berichten nicht eine Zeile über dieses Mega-Ereignis. Millionen von Christen der verschiedensten Konfessionen, Buddhisten, Heiden, Zoroastrier sollen von Muslimen unterworfen worden sein. Aber sie berichten uns nichts darüber. Und das zu Zeiten allerhöchsten religiösen Bewusstseins. Nicht eine Zeile über den Propheten und seine Religion. Neueste Forschungen verschiedener Disziplinen liefern nun das wirkliche Bild. Sie weisen die bekannten islamischen Darstellungen als Erbauungsliteratur späterer Jahrhunderte ohne irgend einen historischen Wert nach. Sie weisen ferner nach, dass die Ursprache des Koran sicher nicht arabisch war, und dass wesentliche Teile unter den arabischen Christen bereits vor Mohammed im Umlauf waren. Die später ins Arabische übertragenen Texte weisen teils groteske Fehlübersetzungen auf – wie etwa das angebliche Kopftuchgebot.

Das und vieles mehr ist Inhalt des Buches Good Bye Mohammed. Das Buch repräsentiert den neuesten Stand der Forschung und stützt sich auf Fakten und nur auf Fakten: Die wirkliche, und historisch belegte Entstehung des Islam und hat nichts mit den traditionellen – islamischen Geschichten zu tun, die auch unser Geschichtsbild prägen. Die Wahrheit sieht anders aus. 

Leseprobe aus: Vorbemerkung

So, wie diese Frühgeschichte aus traditionell-islamischer Sicht beschrieben wird, hat sie mit Sicherheit nicht stattgefunden, das wissen wir. Wie sie aber wirklich abgelaufen ist, darüber hat die Forschung gerade erst begonnen. Die Entstehungsgeschichte des Islam, des Propheten und der Herkunft seines Buches muss neu geschrieben werden. Wir stehen erst am Anfang dieser Entwicklung. Dieses Buch referiert den gegenwärtigen Stand des Wissens. Die Erkenntnisse sind bereits jetzt atemberaubend: Noch weit davon entfernt, lückenlos zu sein, wird das neue Bild der Entstehung des Islam, basierend auf Fakten und nur auf Fakten, nichts mehr mit dem zu tun haben, was uns traditionellerweise vermittelt wird.

Leseprobe aus: Der traditionelle Koran

Der Korangelehrte weiter: „Die Sätze sind in würdigster Form so ausgedrückt, dass die kleinstmögliche Anzahl von Worten verwendet wird, um Gedanken von äußerstem Reichtum auszudrücken. Koranische Rede ist klar übermenschlich, weil sie das psychologische Gesetz durchbricht, dass Intellekt und Gefühl immer im umgekehrten Verhältnis zu- einander stehen. Zur Struktur einer Sure und des ganzen Koran übergehend finden wir einen überall gegenwärtigen Plan, den kein Mensch hätte erfinden können“. Der übermenschliche Plan besteht darin, dass alle Suren im Stil der Zeit der Länge nach absteigend angeordnet werden. Die längsten Suren stehen am Anfang, die kürzesten am Schluss.

Leseprobe aus: „Wer hat uns das angetan“?

 Wie hoffentlich deutlich wurde, haben die historischen Grundlagen des Islam nichts mit der traditionellen Darstellung zu tun. Die islamische Welt selber weiß wenig bis nichts über ihre eigenen historischen Wurzeln, kann sich aber dem fortschreitenden Wissen auf Dauer nicht entziehen. Dies macht auch eine Neuauslegung des Koran über kurz oder lang unumgänglich, und noch mehr: die Schaffung einer kohärenten Theologie, anstatt sich von einem Zitat zum anderen, von einer Interpretation zur anderen hangeln zu müssen. Um eine scheinbare Utopie fortzusetzen: In das Zentrum der Bemühung würde rücken, theologische Inhalte von später hinzugekommenen Ausführungsbestimmungen und den peripheren mündlichen Überlieferungen zu trennen, die nur den Blick auf das Wesentliche verstellen. Das heißt die Konzentration auf die theologisch relevanten „mekkanischen Suren“, und damit der Verzicht auf die speziellen sozialen Verhältnisse der damaligen beduinischen Wüstengesellschaft in den „medinischen Suren“ als zentraler Bestandteil der Lehre. Es kann auch kein Dauerzustand sein, dass man „mekkanische Suren“ predigt, aber nach „medinischen“ handelt. Der sudanesische Theologe Mahmud Muhammad Taha hatte die Zurückstellung der „medinischen Suren“ gefordert, weil sie nur zeitbedingt für das 7. Jahrhundert gültig wären. Er wurde dafür, und für die sich konsequenterweise daraus ergebende Forderung der Abschaffung der Scharia als „Abtrünniger“ 1985 in Khartum hingerichtet. Die klassischen, bärtigen Korangelehrten haben versagt. Von wem könnte diese Aufgabe sonst bewältigt werden als von gebildeten, wissensorientierten Muslimen in der westlichen Diaspora?

Leseprobe aus: Der Koran der Wissenschaften

Die gesamte „Kopftuchproblematik“ löst Luxenberg mit einer weiteren Präzisierung über das Syro-Aramäische auf. Im Koran gibt es nur eine einzige Stelle, die scheinbar auf das Kopftuch Bezug nimmt. Es ist die Sure 24, Vers 31: Die Kernpassage lautet im arabischen Koran: „wa-l-yadrib-na bi-chumuri-hinna a la djuyubi-hinna“. Wörtlich heißt dies: „Sie sollen sich ihr chumur über ihre Taschen schlagen“. Was ist das chumur, und welchen Sinn sollen die Taschen ergeben? Laut Tabari ist das chumur ein „Kopftuch“, das „Hals, Haar und Ohrgehänge“ bedecken muss. Al-Tabari ist ein bedeutender Koraninterpret, auf ihn geht der überwiegende Teil der heute gängigen Interpretationen zurück. Tabari übersetzt den in Arabisch nicht verständlichen Begriff chumur mit Kopftuch und setzt, ohne Vorgaben zu nennen oder Gründe anzugeben, hinzu, dass dieses Kopftuch Haar, Hals und Ohrgehänge zu bedecken habe. Luxenberg weist nun die ominösen chumur (Singular chimar) als das aramäische Band, Gürtel nach. Weiter weist er nach, dass „um die Taschen schlagen“ nur im Zusammenhang mit den Begriffen „Band, Gürtel“ verwandt wurde, also eine Phrase bildete, die im Übrigen im heutigen Aramäisch noch in Gebrauch ist: „Das Band, den Stoffgürtel umschlagen.“ Und zwar um die Lenden und nicht um die „Taschen“. Der Satz heißt also in Wirklichkeit: „Sie sollen sich ihre Gürtel um die Lenden binden“. Der Perser und arabische Philologe Tabari hatte nachträglich, um das Jahr 900, also 300 Jahre nach der kolportierten Zeit der Entstehung, in seinem Korankommentar das im Arabischen nicht existente Wort chumur / chimar schlicht nicht verstanden. Ohne eine Erklärung zu liefern, interpretiert er es als „Kopftuch“ und fügt ohne Begründung einfach hinzu, dieses Kopftuch „solle Hals, Haare und Ohrringe“ verdecken. Von da an nahm die islamische Welt das Gebot zum Kopftuch als Befehl Gottes an. Es ist in Wirklichkeit nichts weiter als die persönliche Meinung at-Tarabis.

Leseprobe aus: Die „Goldenen Zeiten des Islam“

Wie tiefgreifend die Ignoranz in der muslimischen Welt gegenüber ihren vielbemühten Denkern oftmals ist, zeigt ein Brief Khomeinis an Gorbatschow aus dem Januar 1989, worin er den Islam als Weg zur Lösung aktueller Probleme bezeichnete und Gorbatschow die Lektüre al-Farabis und Avicennas statt westlicher Denker empfahl. Offensichtlich wusste Khomeini nicht, dass seine Paradephilosophen gar keine Muslime waren – und deshalb folgerichtig vom Parademuslim al-Ghazali als Ketzer verdammt und ihre Schriften von Muslimen verbrannt wurden. Oder sollte er die beiden als eine Art diplomatische Geste empfohlen haben, weil beide ja Altbürger der damals noch bestehenden Sowjetunion waren? Khomeini hat vermutlich weder das eine noch das andere gewusst und war enttäuscht, weil Gorbatschow auf diesen Teil des Briefes nicht antwortete. Die „Goldenen Zeiten“ der islamischen Wissenschaften ? Es hat sie nie gegeben. Aber es gab eine goldene Zeit der arabischen Wissenschaften. Diese fand ein abruptes Ende, als sich der Islam als dominierende Religion etabliert hatte. Er verjagte das Wissen aus dem Orient nach dem Westen, wo es bis auf den heutigen Tag geblieben ist.

 

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