kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Erwägungen über die Auferstehung 3. April 2010

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 18:04

Von seiner Heiligkeit Papst Schenuda III

       Das Erste, was uns zunächst einmal auffällt, ist die Demut des Herrn! Er erlaubte es, dass seine Kreuzigung und seine Schmach vor allen geschehen, während er seine verherrlichte Auferstehung im Verborgenen vollstreckte. Seine Auferstehung war ein Geheimnis, das Keiner verfolgte oder erlebte!

       Jesus ist nicht voller Herrlichkeit vor allen Menschen auferstanden, um die Beschämungen und die Lästerungen auszuräumen, die an ihn während seiner Geißelung und Kreuzigung gerichtet wurden. Unauffällig ist er auferstanden!  Für seine Auferstehung wählte er die Dämmerung aus, während der alle Menschen schlafen, damit keiner ihn in seiner Herrlichkeit sichtet. Von den glänzenden Äußerlichkeiten war der Herr bei seiner Auferstehung weit entfernt, wie er die prunkvollen Äußerlichkeiten bei seiner Geburt vermied. Demzufolge erschien er Maria von Magdala, einer anderen Maria, dem Apostel Petrus mit den Frauen, den beiden Jüngern im Emmaus, den Elf, dann dem Saulus aus Tarsus und etlichen Brüdern.
 
       Den Geliebten und seinen Auserwählten ist er ausschließlich erschienen; jedoch nicht denen, die ihn zuvor beschimpften und verhöhnten. Trotz all dem störte diese stille Auferstehung die Juden so sehr, so dass sie mit all ihrer Einflussnahme versuchten, sie zu verhindern, oder wenigstens die Menschen davon abzuhalten, an sie zu glauben. Als sie feststellten, dass sie versagten, die Auferstehung durch Bewachung, Siegel und Stein zu vereiteln, bemühten sie sich durch Belügen, Bestechung und Gerüchte, dass die Auferstehung zu den Menschen gelingt. Als ihre List keinen Erfolg erzielte, und als die Botschaft der Auferstehung sich in der ganzen bewohnten Erde durch die Verkündigung der Jünger verbreitete, griffen sie nach einer anderen Handhabung! Sie taten alles, was in ihrer Macht stand, um die Verkündigung zunichte zu machen. Sie verhafteten die Jünger, peitschten sie aus, kerkerten sie ein, und zerrten sie zu den Machthabern. Freilich erwiesen sich die menschlichen Praktiken als Fehltritte! Die biblische Aussage aber bestätigte sich: „Keine Waffe wird etwas ausrichten, die man gegen dich schmiedet“ (Jes.54:17).
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Erzähle mal, Auferstehung!

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 17:39

Christus lässt Adam, Eva und die Gerechten Auferstehen

Von seiner Exzellenz Bischof Kyrillus von Milano

       Wer soll mir etwas über die Auferstehung berichten? Ich dachte mir; frage doch diejenigen, welche Christus durch die Macht seiner Gottheit auferweckte. Soll ich Lazarus fragen? Oder die Tochter Jairus? Oder lieber den Sohn der Witwe aus Nain? Sie antworteten mir: „Wir haben den Geschmack der Auferstehung nicht gekostet, durch die verherrlichte Leiber angelegt wird. Wir erfuhren für wenige Stunden oder Tage den Todesschatten, dann kehrten wir zur Welt zurück“. Sie gaben mir den Rat, die Auferstehung selber über ihren Fürsten zu fragen! Ich ging  mit Verlegenheit in mich und grübelte, wo die Auferstehung sein soll? Wie kann ich ihr begegnen, während ich auf Erden noch laufe? Wie kann ich nach ihr greifen, während ich in einem staubigen Leib gefesselt bin? Wie kann ich meine Zeit überspringen, diesen Leib begraben und mir einen Verherrlichten anlegen?

       Ich fand mich wie einen Jungen, der sich wissbegierig nach einer Sache erkündigt, welche höher als das Denkvermögen ist. Dabei erinnerte ich mich an die Kinder Jerusalems, die jubelnd riefen: „Hosanna in der Höhe! Erlöse uns, Sohn Davids“! Ich sagte: „Alle die so riefen, waren Kranke! Welche Beschwerden hatten jene Kinder denn“?  Ihnen ist es gelungen, das Herz Christi mit Freude erfüllen zu können, was aber die Geisteskraft der Erwachsene überragte. Sie verlangten nach der Erlösung von Last und Pein, welche die Sünde verursachten. Sie wünschten sich die unausgesprochene Freude. Ich dachte auch in mir, dass diese Kinder Gott jederzeit schauen konnten. Denn sie wussten, dass nur durch Christus das Heil bewerkstelligt werden kann; wie es geschrieben steht: „In keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen“ (Apg.4:12). Wenn diese Kinder schweigen, werden die Steine schreien, weil die ganze Natur durch die Sünde Bekümmernis und Geburtswehen erlitt. (more…)

 

Heiliger Sidhom Bischay, Märtyrer der islamischen Barbarei

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 04:16

Heiliger Sidhom Bischay

Was die Kopten von der islamischen Toleranz erfuhren und bis heute noch erfahren, seitdem die Araber im Jahr 640 Ägypten belagerten und einnahmen, muss man sporadisch aufdecken. Erstens ist das eine Pflicht gegenüber Gott, der Kirche und der Geschichte. Weiter ist das nur ein Versuch durch Vorlegen der Beweise und Fakten, dass man dadurch erreicht, die Menschen weltweit wachzuschütteln, damit sie wissen, wie die Moslems wirklich sind, wenn sie die Mehrheit bilden. Das Leid der Kopten unter den Moslems begann also im siebten Jahrhundert. Das heißt, dass man über Ereignisse berichten muss, die im Laufe der letzten 14 Jahrhunderte passierten, was keine leichte Aufgabe ist. Zum Glück gibt es ein paar Kopten, denen es gelang, eine Enzyklopädie zu gestalten, welche alle Infos über Koptenverfolgung umfasst. Sie ist aber auf Arabisch und nicht einmal auf Englisch. Daher wird es lange dauern, bis man diese hervorragende Arbeit ins Deutsche und in die anderen Sprachen übersetzt hat.

       Ich entschied mich aber für den Heiligen und Märtyrer „Sidhom Bischay“, der als der Schutzpatron Domyats gilt, weil die koptische Kirche vor kurzem seinen Gedenktag feierte; und zwar in der Diözese Domyats und in der Kirche, die nach ihm benannt ist. Unser Heiliger lebte in der Ära Mohamed Alis, der als Gründer des modernen Ägyptens bekannt ist. Dieser muslimische Albaner und Mamluk war nicht besser als seine Vorgänger und Nachfolger, obwohl er den Kopten einige Sachen erlaubte; dass sie alles tragen, was sie wollten (nicht nur blau und schwarz), dass sie auch Pferde reiten durften, und dass sie frei in ihren Kirchen beten durften. Allerdings konnte er nicht über seinen Schatten springen: Keiner der Kopten durfte als Stipendiat nach Frankreich geschickt werden, weil er verhindern wollte, dass die Kopten sich entfalten. Er schenkte demjenigen, der zum Islam übertrat, viel Geld und einen behördlichen Job. Andererseits bestrafte er diejenigen, die den Islam verwarfen. Ein Historiker namens Lin erzählte, dass er eine Frau ertrinken ließ, weil sie zum Christentum konvertierte. Bevor er Colonel Seif (Soliman Pascha) zum Führer der Armee ernannte, musste er zum Islam übertreten, weil kein Christ diesen Posten übernehmen durfte und bis jetzt darf. Überdies entfernte Ali die Kopten von der Armee. Die Liste seiner Verbrechen an Kopten ist außerordentlich lang. (more…)

 

Pater Ibrahim erinnert sich an seinen Gefängnisaufenthalt

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 04:01

Schauen Sie, wo die Islamisten standen!

Pater Ibrahim ist der Hirte der Kirche „des Heiligen Merkorius und der Heiligen Damiana“ in dem Kairoer Bezirk Schobra. Er war einer der 24 koptischen Priester, die am 05. September 1981 mit 8 koptischen Bischöfen ins Gefängnis geworfen wurden. Auf dem Video, das ein Freund von mir aus den USA mailte {http://www.christian-dogma.net/video/alsadat.wmv}, sieht man den koptischen Priester, der über die Tage erzählt, die sie im Gefängnis verbrachten.

       Zu Beginn sieht man den Abschnitt aus der Ansprache des erschossenen Präsidenten Saddat, während er im Parlament vorlas: „Der Erlass des Staatschefs Nr. 2782 vom Jahr 1971, aus dem hervorging, dass Papst Schenuda III zum Oberhaupt der koptischen Kirche angestellt wurde, wird widerrufen“. Man hört den langen und heftigen Applaus der Parlamentarier. Dann sieht man Pater Ibrahim in einer Kirche, der sich bekreuzigte und Folgendes erzählt:

[Als Anwar Saddat uns ins Gefängnis warf, wurden in jeder Zelle zwei Priester eingesperrt. Die Zelle war 1,80 x 1,60 groß und beinhaltete eine Eck, die man als „Latrine“ benutzen musste. Jeder dankte dem Herrn und sagte zu sich und den Anderen: Der Staatschef hat uns einkerkern lassen! Was bleibt uns anderes übrig, außer zu Gott zu schreien und uns bei ihm über Saddat zu beschweren. Was sollen wir zu Gott sagen? Bestrafe ihn? Nein, keinesfalls! Wir sagen dem Herrn: Erbarme dich über uns und handle du nach deinem Heiligen Willen. Die 8 Bischöfe und 24 Priester riefen sich einander durch die 10 cm. Türöffnung zu, und machten aus, dass nichts Effektiveres als die Metanien (Niederknien) ist, was das Erbarmen Christi hervorruft. Wir hatten viel Zeit und man gönnte jeder Zelle nur 5 Minuten täglich, um Luft zu schnappen. In den Zellen gab es weder Bett, Stuhl, Tisch noch Decke. Wir saßen und schliefen auf dem Boden. (more…)