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ElBaradei: Westen fördert islamischen Extremismus 1. April 2010

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 22:46

„Die Idee, das autoritäre Regierungssysteme die alleinige Alternative zu Bin Laden darstellen, ist falsch“, sagt der ehemalige IAEA-Chef Mohamed ElBaradei. Die Politik des Westens sei ein „Fehlschlag“. Der ehemalige Chef der Internationalen Atombehörde (IAEA) und nunmehrige Hoffnungsträger der ägyptischen Opposition, Mohamed ElBaradei, wirft dem Westen vor, durch seine Unterstützung für autoritäre Regime im Nahen Osten den islamischen Extremismus zu fördern.

Fehlerhafte Politik des Westens: „Die Idee, das autoritäre Regierungssysteme die alleinige Alternative zu (Terrordrahtzieher Osama, Anmerkung) Bin Laden darstellen, ist falsch“, sagte der Friedensnobelpreisträger in einem am Donnerstag in der britischen Tageszeitung „The Guardian“ veröffentlichten Interview. Die Politik des Westens in dieser Region habe sich nachweislich als „vollkommener Fehlschlag“ erwiesen. „Die Menschen fühlen sich unterdrückt von ihren eigenen Regierungen, sie fühlen sich ungerecht behandelt vom Ausland. Was bekommen sie denn zu sehen, wenn sie in der Früh aufwachen? Menschen, auf die geschossen wird, alle Muslime, in Afghanistan, im Irak, in Somalia, im Sudan, Darfur (…)“, so ElBaradei. Die Politik des Westens basiere nicht „auf Verständigung und Dialog, auf Unterstützung der Zivilgesellschaft und auf Emanzipation der Völker, sondern auf der Unterstützung der autoritären Systeme, solange das Öl noch fließt“.

Aus dem Archiv:
+ Wege in den Extremismus: Wie man Terrorist wird (04.01.2010)
+ Obama: „Negative Vorurteile über Islam bekämpfen“ (04.06.2009)
+ Taliban: Rasmussen „größter Feind der Muslime“ (16.04.2009)
+ Neue Taktik: Buhlen um die Gunst der Muslime (06.04.2009)

(Die Presse.com – 01.04.2010)

 

One Response to “ElBaradei: Westen fördert islamischen Extremismus”

  1. Bazillus Says:

    Selbstverständlich hat herr El Baradei Recht. Leider sagt er nicht, welche Lösungen er anzubieten hat. Wenn von heute auf morgen die Demokratie in islamischen Ländern eingeführt werden sollte, welche Regierung würden die Menschen wählen? Die Muslimbruderschaften in den verschiedenen Ländern oder wirklich reformfreudige muslimische Parteien, die die allgemeinen Menschenrechte und nicht die scharianischen auf ihre Fahnen schreiben würden?

    In der Türkei herrscht ebenfalls eine islamische Partei. Ich glaube, dort geht es rückwärts nicht vorwärts mit den Menschenrechten.

    Das Problem ist wie überall in diesen Ländern das Herz des islams, nämlich das Ausgrenzungsdenken gegenüber Nichtmuslimen und Frauen sowie das Weltherrschaftsstreben. Solange diese Denkweisen im Islam vorherrschen, wird es immer Probleme geben, egal ob sich der Westen um die Gunst der Muslime bemüht oder nicht. Dieses Ausgrenzungsdenken sind die Folgen der Lehren eines zynischen islamischen janusköpfigen Gottes, dessen Gottesbild sich ein machtbesessener Mensch erschaffen hat. Der Gott des Islams ist das typische Beispiel dafür, welche Folgen es haben kann, wenn der Mensch sich selbst als Pauschvorlage für sein Gottesbild benutzt. Der Mensch ohne christliche Konditionierung legimiert das Recht des Stärkeren, des religiösen Egoismus. Jesus ist der Dreh- und Angelpunkt einer jeden montheistischen Religion, auch der des Islams. Dieser hat aber die allliebende Vollkommenheit Gottes und Jesu einfach nicht erkannt.

    Der allliebende Gott ist für Christen nicht besser darstellbar als in der Person Jesu, in seinen Taten und Lehren und dieses Gottesbild muss das gemeinsame Ziel aller Religionen werden, soll das Zusammenleben der Menschen untereinander halbwegs menschlich bleiben und gelingen. Das ist und bleibt das Kerndilemma des Islams. Solange diese Religion die allumfassende Liebe Gottes zu all seinen Geschöpfen, ob sie Muslime sind oder nicht sowie die Nächstenliebe zu jedem Menschen nicht in seine Lehre aufnimmt, sind alle Bestrebungen um ein gleichberechtigtes Zusammenleben zum Scheitern verurteilt, weil jegliches Ausgrenzungsdenken (übrigens auch unter Christen) niemals dem Geist Gottes entspringen kann.

    Wie immer gilt die göttliche Regel: Liebe Gott und den Nächsten. Wenn da eine Religion ausschert, wird es immer zusätzliches Leid auf Erden geben.


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