kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christenverfolgung in nichtchristlichen Ländern 30. März 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 23:07

Christenverfolgung ist nicht nur ein Abschnitt in einem Geschichtsbuch, das verstaubt irgendwo in einer Bibliothek steht. Sie ist eine Tatsache, die vor allem zu Beginn dieses neuen Jahrtausends global anzutreffen ist. Jene, die sie erleiden, z.B. die verfolgten Christen in islamischen Ländern, sprechen von einer wahren Katastrophe. Und die Medien, denen sonst ja kaum etwas entgeht, schweigen mit wenigen Ausnahmen über die Not, die Erniedrigung, die Qualen und Todesängste, die Menschen ihres christlichen Glaubens wegen erleiden müssen, als sei eine Nachrichtensperre verhängt worden. Die Berichte der Hilfswerke („Kirche in Not“, „Open Doors“ oder die „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ IGFM) sollten uns eigentlich aufrütteln. Jene, die sich informieren wollen, werden erschüttert zur Kenntnis nehmen müssen, dass derzeit eine der größten Christenverfolgungen aller Zeiten stattfindet. Nahezu 200 Millionen Christen auf der ganzen Welt erfahren ihres Glaubens wegen die unterschiedlichsten Formen von Gewalt, bis hin zum Mord. Hinter diesen nackten Zahlen stehen Menschen, die Leid erdulden für ihren Glauben, die im Berufsleben, in ihren Verdienstmöglichkeiten, in der Ausbildung ihrer Kinder, in ihrer Gesundheit behindert werden.

Christenverfolgung im christlichen Abendland

       Seit Jahrzehnten herrscht in den Ländern des Alten Kontinents eine ausgeklügelte Christenverfolgung, die sich jedoch immer deutlicher manifestiert. Wir sind uns dessen kaum gewahr geworden, da sich diese Verfolgung bisher auf Samtpfoten bewegte. Der weibliche Guru der New-Age-Bewegung, Marilyn Ferguson, hat allerdings in ihrem Buch „Die sanfte Verschwörung“ mit feministischer Unverfrorenheit ihre Vision der christlichen Zukunft formuliert: „Das Christentum wird in seiner Gesamtheit verschwinden“.

       Der drastische Glaubensabfall im gesamt-europäischen Bereich scheint ihr recht zu geben. Noch nie konnten sich die Christen in einer geistig und materiell freieren Atmosphäre bewegen als die Gläubigen  des Westens nach dem II.Weltkrieg. Sie haben von ihrer Freiheit keinen guten Gebrauch gemacht. Im Industrialisierungsfieber und Nützlichkeitsdenken der letzten fünfzig Jahre, im Ringen um den technischen Fortschritt und das Habenwollen um jeden Preis, verdorrte das geistig-geistliche Leben bis zur Dürftigkeit.

Mit unerbittlicher Deutlichkeit hat es sich gezeigt, dass das Fortschrittsstreben des Menschen Hand in Hand geht mit der Abwendung von Gott. Das Ergebnis zeigt sich in der neuen Ausrichtung der Präambel und der Grundwerte-Definition des EU-Verfassungsvertrags, die in wesentlichen Punkten konträr zum christlichen Glauben stehen. Die Rückweisung der formellen Anfrage von neun europäischen Staaten, in die Präambel der europäischen Verfassung den Hinweis auf die christlichen Wurzeln Europas einzuschließen, ist geradezu ein Freibrief für die antichristliche Haltung von Regierungen und Organisationen. Vor allem gibt die „Nichtdiskriminierungs-Klausel“ eine gefährliche Vorlage für eine Christenverfolgung auch in Europa.

       Es ist offensichtlich geworden, dass sich heute die einzelnen  Länder ihre Politik (und auch ihre Religion) von der EU diktieren lassen. So muss man sich nicht wundern, dass sich eine starke Lobby auch gegen den Papst und gegen die Soziallehre der Kirche gebildet hat. Am 7. Mai 2009 wurden versucht, Papst Benedikt XVI. im Menschenrechtsbericht des Europaparlaments aufzuführen, was bedeutet hätte, dass ihm ein Verstoß gegen die Menschenrechte zum Vorwurf gemacht werden sollte. Der Grund; warum ihn einige Parlamentarier mit Diktatoren auf eine Ebene stellen wollten, war seine Haltung in Bezug auf Kondome, die er nicht als Lösung für die Not in Afrika ansieht. Nur aufgrund der zu geringen Stimmbeteiligung entging  der Papst diesem Angriff. Kardinal Francis George bemerkte dazu: „Verleumdung des Papstes und antipäpstliche Propaganda sind in der Geschichte normalerweise die Vorstufe aktiver Christenverfolgung“ (Tagespost vom 7. März 2009).

 

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