kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wegen einer Fete verdächtigen die Saudis einen Moslem, dass er „Christ“ sei! 29. März 2010

Filed under: Humor mit Kultur — Knecht Christi @ 17:52

Ägyptische Tageszeitung Alfagr vom 21.03.2010 – von Maged Habata

       Vielleicht verwundert es Sie nicht, dass die saudischen Zuchthüter (friedlich befehlen und das Böse unterbinden) einen Ägypter festnahmen, weil er einen erfreulichen Einlass zu feiern hatte, auf den er sechs Jahre lang wartete. Vielleicht staunen Sie ein wenig, wenn Sie erfahren, dass eine ganze Polizeieinheit den Zuchthütern dabei half, diesen Ägypter und seine 200 ägyptischen Gäste zu züchtigen. Denn es ist zu einer normalen Sache geworden, dass die Ägypter in der arabischen Welt zum Fußabtreter wurden. Man führte die Ägypter wie Gangster zur Polizeistation ab, ohne das Recht auf Rechtsanwalt oder Rücksicht auf Krankheit oder familiäre Notwendigkeiten zu nehmen, und vor allem ohne einen Grund für diese Festnahme!

       Sie werden aber sich tot lachen, wenn Sie erfahren, dass die saudischen Zuchthüter den muslimischen Ägypter verhafteten, weil sie ihn für einen „Christ“ hielten, der „Weihnachten“ feierte! Wie kann man in März Weihnachten feiern? Vielleicht weil manche Moslems nach Mekka fliegen, nachdem die Pilgersaison vorbei war! Aschraf, der seit 12 Jahren in Saudi Arabien lebte und dort als Bauer arbeitete, feierte die Geburt seines Sohnes, auf den er sechs Jahre wartete. Vor lauter Freude gab er ein Gastmahl und lud seine engen Freunde dazu. Sie haben nur orientalische Speise und Getränke genossen und leise Musik gehört. Zur saudischen Zeitung „Alwatan – Heimat“ sagte Aschraf: „Was mich am meisten verletzte, war ihr Vorwurf, dass ich ein „Christ“ sei. Denn ich gehöre zur Nation Mohameds. Erst um 3:00 wurde ich aus der Polizeistation entlassen. Ich versichere Ihnen, dass keiner der Nachbarn sich beschwerte“.

      Als unsere Zeitung in Kontakt mit der Pressesprecher der saudischen Polizei Herrn Abd Alaziz Alzanidy trat, kam nur eine Zeile von ihm zurück: „Wenden Sie sich an die Polizei in Alschamly“. Die Nachricht der saudischen Zeitung und die von einer deutschen Zeitung, die sich darüber köstlich amüsierte, legen wir dem ägyptischen Botschafter in Saudi Arabien Herrn Mahmoud Ouff vor, obwohl wir wissen, dass er wie die restlichen Botschafter in den Hauptstädten der Welt nichts unternehmen wird, was aber zu einer Selbstverständlichkeit wurde.

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       Für diejenigen, die nicht wissen, wer diese Zuchthüter sind: Sie sorgen dafür, dass die Schariaa von den Einheimischen und Ausländern eingehalten wird. Wenn ein Ausländer dabei erwischt wird, dass er seinen Laden nicht zusperrte, während der Schreihals (Moazen) zum Gebet rief, dann muss er eingesperrt werden, und zwar bis zum nächsten Gebet; es gibt fünf davon am Tag! Das aber beim ersten Mal. Wenn er das wiederholt, wird er ausgepeitscht. Dasselbe geschieht, wenn man – um Gottes Willen – mit einer kurzen Hose und T-Shirt etwas vom gegenüberliegenden Supermarkt holen will, was mit einem koptischen Apotheker passierte. 

 

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