kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Bischof der ägyptischen Botschaft in Berlin 28. März 2010

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 21:27

Bischof Damian - Bonn, den 26.03.2010

Es handelte sich bestimmt nicht um einen Druckfehler, der einer renommierten Zeitung unterlaufen könnte. Ägypten stand in den letzten drei Tagen Kopf, weil die koptischen Menschenrechtler aus Amerika, vielen Ländern Europas und auch Ägypten sich in Bonn bei der IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) versammelten. Die Kopten im Ausland sind das wachsame Auge und der ungeknebelte Mund. Darum fürchtet sie das Regime Mubaraks und schickte ihnen überall, wo sie leben, hochrangige Delegation, die sie mit süßen Worten und leeren Versprechungen zu hypnotisieren versuchten. Als diese durchschaubaren Versuche fehlschlugen, blieb nichts anderes außer Hinterlist übrig. Es heiß also: Schlag mal einen Keil zwischen den Kopten und mache sie schlecht in Ägypten! In Ägypten, dem Land, das leider Gottes von Analphabeten wimmelt, verbreiten die Medien, dass die Kopten im Ausland für die religiösen Unruhen verantwortlich sind. Man stellt sie als Agenten der westlichen Welt, Söldner und Verräter, die ihr Land nicht lieben, sondern es niederreißen wollen. Das warf der Parlamentarier Abd Elrehim Elghoul (einer der Drahtzieher, die das Naag Hamadis Blutbad planten) dem Ing. Michael Mounir (koptischer Menschenrechtler in den USA) bei der Sendung von dem Moderator Wael Elebraschy. Obendrein beschimpfte Elghoul Herrn Mounir mehrmals. Als ihm der Kragen platzte, sagte er dem Kopten: „Halt das Maul“!

       Die andere Methode ist der berühmte „Keil“! Ein Keil wird getrieben, um die Spaltung unter den Reihen der Kopten im In- und Ausland auf Fordermann zu bringen. Mal durch die Judas, welche die eigene Mutter verkaufen, und ein anderes Mal durch Verbreitung der Gerüchte oder Berichterstattungen, die mit Lügen gespickt sind. Über Bischof Damian wurde nur negativ berichtet, um ihn unter den Kopten schlecht zu machen. Drei Zeitungen, von denen ich erfuhr, stellten den koptischen Bischof Deutschlands als Schleimer dar, der im Dienste der ägyptischen Botschaft stünde, und der den Kopten im Rücken falle. Das glaubt aber kein vernünftiger Mensch, weil Bischof Damian am 19. März 2010 in Wien war. Dort sprach er bei einer Pressekonferenz und im Stephansdom und hielt später einen langen Vortrag, und zwar ganz offen! {Im Archiv finden Sie vieles über Bischof Damian}. Dann ist es nie logisch, dass er sagen könnte: „Ich ging nach Bonn, um nur an der Eröffnung der zweitägigen Konferenz der IGFM teilzunehmen. Ich beteilige mich aber an nicht Weiteres. Dabei werde ich das Positive über die goldene Ära Mubaraks berichten, um zu verhindern, dass jemand von den Anwesenden etwas Negatives sagt. Denn es gibt solche Kopten, die von diesen negativen Äußerungen leben“. Das hätte Bischof Damian nie gesagt, weil er seit 30 Jahren in Deutschland lebt und sehr gut weiß, dass solche Worte nur böses Blut bringen. Als Christ und zivilisierter Europäer besuchte er Mubarak in der Heidelberger Uniklinik, aber auch als Stellvertreter seiner Heiligkeit Papst schenuda. Aus Höfflichkeit gratulierte er dem ägyptischen Staatschef zur Geburt seiner Enkelin Farida, aber durchaus nicht um zu schleimen!

       Die Wahrheit erfuhr ich leider nicht von den drei ägyptischen Zeitungen (Almasry Aljom, Aldoustur und Aljom Alsabaä), welche ihre Glaubwürdigkeiten schon verspielten. Die Wahrheit erfährt man durch „Deutsche Welle“! Ein kurzes Video von der in Bonn abgehaltenen Konferenz wird gezeigt, auf dem man Herrn Martin Lessenthin sieht. Später wurde ein kurzes Manifest angefertigt, und zwar unter Aufsicht und bei der Anwesenheit des koptischen Bischofs. Auf der „DW“ hört man Bischof Damian sagen, was er in Wien sagte: „Wir verlangen die Gleichberichtigung für alle Bürger Ägyptens. Wenn jemand sich für eine andere Religion oder Konfession entscheidet, soll er weder bestraft noch belohnt werden. Dank der modernen Kommunikation ist die Welt zu einem kleinen Dorf geworden. Daher kann man nichts mehr vertuschen“. Wann wird man den Tag erleben, an dem Ägypten ehrlich und frei wird?

 

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