kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Alles Gute wünscht Papst Schenuda allen Müttern 21. März 2010

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 04:47

Heilige Mutter Gottes von Kassel

Wenn es die Mütter nicht gäbe, wären wir heute nicht auf dieser Welt. Daher ist die Ehrung der Mutter eine heilige Pflicht, was eines der zehn Gebote ist: „Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange in dem Land lebst, das der Herr, dein Gott, dir gibt“ (Ex.20:12). Der Heilige Apostel Paulus fügte hinzu: „Das ist ein Hauptgebot und ihm folgt die Verheißung“ (Epf.6:2). Bei der Ehrung der Mutter erinnert man sich daran, wie sie gelitten hat, als sie ihr Kind zur Welt brachte. Sie litt während der Schwangerschaft, als sie ihr Kind von ihrem Blut und Körper ernährte. Somit wurde sein Körper von ihrem Körper geformt. Sie aß, um es zu ernähren, und als es geboren wurde, stillte sie es für lange Zeit. Sie kümmerte sich um seine Sauberkeit und Gesundheit. Bis ihr Baby anfing zu krabbeln, trug sie es an ihrer Brust und nahm es überall mit. Man darf die Mutter als Patin ihres Kindes bei der Taufe nicht vergessen. Sie trägt ihr Baby und bringt es zur Taufe. Vor Gott und der Kirche übernimmt sie die Verantwortung für ihr Kind, sodass jenes Kind gemäß der Lehre Jesu Christi erzogen wird.

       Die Beziehung zu der Mutter ist die erste Bindung, die ein Mensch in seinem Leben erfährt; wenn ein Baby gestillt wird, schaut es das Gesicht seiner Mutter an, während sie ihm anlacht und es belustigt. Deswegen hält ein Baby an seiner Muter fest, weil sie die Quelle der Liebe und Geborgenheit für es ist. Daher ist es aber angebracht, dass ein Kind sich für seine Mutter Mühe gibt, wie sie sich unbeschreibliche Mühe gab und noch gibt. Wie sie sich um ihr Kind kümmerte, sollte es sich um seine Mutter kümmern. Wie sie ihr Kind trug, als es klein war, sollte es sie tragen, wenn sie alt wird. Ein Kind soll seiner Mutter die Last im Leben abnehmen und sie nicht mit seinen Problemen belasten. Es soll ihr allzeit für alles dankbar sein.

       Man erinnert sich daran, wie Christus, der Herr, seine jungfräuliche Mutter liebte und ihr die Treue hielt. Im Evangelium nach dem Heiligen Apostel Lukas liest man, dass er ihr gehorsam war (Lk.2:51). Die Heilige Jungfrau Maria gab sich auch große Mühe für ihren Sohn. Wegen ihm, nahm sie an, eine Mutter zu werden. Wegen ihm lebte sie als Fremde in Ägypten, in dem sie dreieinhalb Jahre verbrachte. Sie kümmerte sich um ihren Sohn, bis er heranwuchs. Nicht zu vergessen, ist ihr Halten an dem Gesetz, als sie Jesus gebar, weil er quasi ihr Erstling ist. Sie opferte für ihn ein Paar Turteltauben, wie das Gesetz vorschrieb (Lk.2:22-24). Deswegen ist die Heilige Jungfrau Maria die Erste, die wir am Muttertag ehren.

       Das erste Wunder, welches der Herr zum Beginn seines Dienstes wirkte, war bei der Hochzeit in Kana. Er wirkte dieses Wunder, weil seine Mutter ihn darum bat, obwohl er seine Gottheit zu dieser Zeit nicht offenbaren wollte. Auf die Bitte seiner Mutter schenkte er diesen Leuten, was ihnen fehlte (Joh.2:1-11). Sie folgte ihm überall nach, und zwar bis zum Kreuz. Beim Kreuz stand sie weinend und sagte: „Die Welt frohlockt, weil sie das Heil empfängt, aber mein Schoß erglüht, wenn ich dich am Kreuz sehe, was du, mein Sohn und Gott, duldest“. Dies kündigte ihr Simeon, der Greis, an: „Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen“ (Lk.2:35).

       Am Kreuz sagte Christus, der Herr, sieben Worte! Zwei davon bezogen sich auf seine Mutter. Während seiner Kreuzigung dachte er an sie und wollte für sie sorgen. Zu seiner jungfräulichen Mutter sagte er: „Frau, siehe, dein Sohn“ – und zu seinem Jünger Johannes sagte er: „Siehe, deine Mutter“ (Joh.19:26,27). Der Heilige Apostel und Evangelist nahm sie bei sich auf. Die Heilige Jungfrau Maria begleitete ihren Sohn, bis er begraben wurde. Zu seinem Grab ging sie in der Frühe und erlebte seine Auferstehung. Und wie sie dem Herrn – nach der Menschheit – eine Mutter war, war sie dem Evangelisten Johannes, den anderen Aposteln und der ganzen Kirche eine spirituelle Mutter. Daher nennen wir sie: „Unsere Mutter und Herrin“.
       Wie wir die Heilige Jungfrau Maria als unsere Mutter ehren, tun wir dasselbe mit der Heiligen Kirche. Einer unserer Väter sagte: „Wer die Kirche nicht als Mutter hat, kann Christus nicht sein Vater sein“. Die Kirche gebar uns in dem Taufbecken durch das Wasser und den Heiligen Geist. Aus ihrer Brust bekamen wir die Lehre Christi und den aufrichtigen Glauben. Wenn sie nicht wäre, wären wir keine Christen gewesen. Sie schenkt uns alle die Heiligen Sakramente: Sie tauft uns und schenkt uns den Heiligen Geist. Durch den Mund des Priesters schenkt sie uns die Absolution und die Vergebung. Sie schenkt uns die Heilige Kommunion. Das Sakrament der Ehe heiligt sie durch ihre Gebete, und wenn ein Gläubiger entschläft, wird in ihr für ihn gebetet. Die Kirche begleitet den Verstorbenen bis zum Himmel und gedenkt seiner.

       Am Muttertag ehren wir auch unsere Mutter „Eva“. Bedauerlich haben viele nur den Fall unserer Mutter Eva im Sinn, wenn man sie erwähnt. Was ist das denn für Undankbarkeit? Gott, der Herr, erschuf sie nach seinem Abbild und segnete sie. Zu ihr und zu unserem Vater Adam sagte Gott: „Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwirft sie euch“ (Gen.1:28). Unsere Mutter Eva war sehr einfach und naiv (im positiven Sinn). Die Schlange nutzte ihre Reinheit und Schlichtheit aus. Sie belog Eva und legte sie rein. Eva kannte damals weder Lügen noch Hinterlist, und sie hatte keine Ahnung von der List der Schlange. Dennoch bestrafte Gott sie. Zugleich sagte er, dass ihr Nachkommen den Kopf der Schlange zermalmt (Gen.3:15). Selbstverständlich ist Eva die älteste Großmutter Christi; möge Gott ihrer Seele die ewige Ruhe in seinem Himmelreich gönnen. Wenn sie nicht wäre, gäbe es keinen von uns.

      Sie wurde sehr traurig, als Gott sie tadelte und sie aus dem Paradies verbannte. Trauer erfuhr sie auch, als ihr Sohn Kain seinen Bruder Abel tötete. Jedoch gebar sie später Set (Setzling), dem ein Sohn namens Enosch geboren wurde: „Damals begann man den Namen des Herrn anzurufen“ (Gen.4:26). Ihre Kinder wurden damals die „Gottessöhne“ genannt (Gen.6:2).

Fortsetzung folgt

 

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