kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Koptisch-evangelischer Pastor und seine Frau werden geschlagen 19. März 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 04:12

Ehefrau des Pastors Mahrous Karam

Gestern war es im Norden (Matrouh) und heute im Süden (Luxor)! Auf Youtube kann man die Telefonate mit dem Pastor „Mahrous Karam“ und seiner Frau „Sabah Nady Hanna“ hören, welche einer der koptischen Menschenrechtler von „Free Copts“ führte. Ausführlich schilderten der Pastor und seine Frau die Demütigung und Entehrung der ägyptischen Polizei und Sicherheitskräfte. Pastor Mahrous sagte: „Ohne irgendeine Vorwarnung wurde um 9:00 an unsere Wohnungstür wüst gehämmert. Als ich aufmachte, forderten mich Männer in Zivil auf, die Wohnung zu verlassen, weil sie alles dem Boden gleichmachen werden. Entsetzt versuchte ich sie daran zu hindern. Darauf zerrten sie mich durch den Hof der Kirche. Sie schlugen und traten mich, sodass mein Hemd zerrissen und meine Brille zerschmettert wurde“. Frau Hanna aber sagte: „Als ich zusah, wie sie meinen Mann auf den Boden geschleift haben, schrie ich laut und hielt unseren Sohn fest. Sie nahmen mir mein Kind weg und drohten mir, ihn unter den Bulldozer zu stecken, wenn ich nicht die Wohnung verlasse. Als ich ihnen entkommen wollte, fingen sie an, mich zu ohrfeigen. Sie hielten mich an Brust fest und zerrten mich, wodurch mein Körper entblößt wurde, weil ich ein Hauskleid anhatte. Keiner konnte mir oder meinem Mann zu Hilfe eilen, weil unzählige Soldaten, Offiziere und Wachleute unsere Kirche von allen Himmelsrichtungen umzingelten. Sie gingen dann zum Kindergarten und schickten die kleinen Kinder in die Kirche, damit sie den Kindergarten zerstören, wobei sie auch die Erzieherinnen schlugen und verhinderten, dass die Eltern der Kinder hereinkommen dürfen“. (more…)

 

Mutter Dolagy, die Märtyrerin, und ihre vier Kinder

Filed under: Heilige der koptischen Kirche — Knecht Christi @ 04:00

Mutter Dolagy und ihre Kinder

In der Stadt Essna (Bundesland Kena) wuchs die Heilige Mutter Dolagy heran. Diese Stadt war der bischöfliche Sitz zur Ära des Bischofs Ammonius, des Märtyrers. Sie gilt als eine der bekanntesten Heiligen Oberägyptens. Ihr starker Glaube und die Weise, auf die sie den Märtyrertod erlitt, machte sie zur Schutzpatronin dieser Stadt und des ganzen Süden Ägyptens. Höchstwahrscheinlich war sie eine Witwe, die vier Kinder hatte: Sorous, Herman, Abanova und Schantas. Diese kolossale Frau lebte nach den Geboten der Heiligen Schrift, wo sie das Wort Gottes und die Liebe gegenüber allen Menschen in ihrem Herzen bewahrte. Zu sich und ihren Kinder war sie im Bezug auf den christlichen Glauben ehrlich und überaus entschlossen.

       Daher verzagten ihre Kinder nicht, als sie mit starkem Glauben und beispiellosem Mut vor dem Statthalter standen. Die Überlieferung berichtet uns darüber, dass sie wohlhabend war. Ihr ganzes Vermögen verteilte sie überzeugt unter den Bedürftigen, Witwen und Waisen.

       Diokletian, der Tyrann, schickte den Statthalter Arianus von Anssina (Dorf Scheich Ebadda bei Malawy – Minya) in den Süden Ägyptens, um alle Christen dort zu vernichten, und um ihre Priester und Mönche zu schlachten. Die Stadt Essna war sehr reich an ihren Heiligen, ob Klerus oder Laien. Als der Statthalter die Stadt betrat, die Christus anbetete und ihm die Treue hielt, traf er auf vier Jugendliche, welche eine mit Wassermelonen beladene Kutsche führten. Arsanius hielt sie auf, um zu prüfen, wie das Christentum in dieser Stadt verankert war. Da befiel er ihnen, sich vor die Götzen niederzuwerfen. Entschlossen lehnten sie alle das ab. Dabei bekannten die vier jungen Männer ihren christlichen Glauben. Jedoch versuchte er, sie durch alle möglichen Verführungen davon abzubringen, was doch misslang.

       Wütend schwor der Statthalter den vier Jugendlichen, sie erbarmungslos zu foltern und dann zu enthaupten. Trotzdem lehnten sie strengst ab, den Götzen zu huldigen. Beharrlich äußerten sie, dass sie den einen dreifaltigen Gott anbeteten. (more…)

 

Türkei: Erdogan droht 100.000 Armeniern mit Ausweisung

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 03:51

Was die Türken den Armenieern antaten!

(Die Presse vom 17.03.2010)

Die jüngsten ausländischen Resolutionen zu Armenien würden vor allem den Armeniern schaden, sagt der türkische Premier. Wenn es nötig sei, schicke er illegale Armenier eben zurück in ihr Land.

Nach dem Streit um neue Völkermord-Resolutionen hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan 100.000  Armeniern mit Ausweisung gedroht. In einem Interview mit dem türkischen Programm der BBC sagte der Regierungschef, die jüngsten ausländischen Resolutionen würden vor allem Armenien selbst schaden. Der Stockholmer Reichstag und der Auswärtige Ausschuss im US-Repräsentantenhaus hatten die Verfolgung der Armenier im Osmanischen Reich als Genozid bewertet und damit das Verhältnis zur Türkei belastet.

„Schauen Sie, in meinem Land leben etwa 170.000 Armenier. Davon sind 70.000 meine Bürger, die anderen 100.000 sind nur zeitweise in unserem Land“, sagte Erdogan in dem Interview, über das türkische Medien am Mittwoch berichteten. „Was werde ich machen? Wenn es nötig ist, sage ich diesen 100.000 los zurück in euer Land. Das werde ich machen. Warum? Sie sind nicht meine Bürger. Ich muss sie nicht in meinem Land dulden“.

Versöhnungsprozess gefährdet?

Kritiker der Resolutionen haben gewarnt, dass diese den Versöhnungsprozess zwischen Türken und Armeniern gefährden könnte. Nach unterschiedlichen Schätzungen kamen 1915/16 während des Ersten Weltkriegs zwischen 200.000 und 1,5 Millionen Armenier im Osmanischen Reich ums Leben. Der Vorwurf des Genozids wird von der Türkei allerdings vehement bestritten. Die christlichen Armenier hätten an der Seite des Kriegsgegners Russland gestanden, heißt es in der Türkei zur Begründung. (more…)