kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Stoßgebet – schlimmer als jede Vernichtungswaffe! 17. März 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 16:54

Verhängnisvolles Freitagsgebet

Bei einer Szene des Films „Terror und Kebab“ vom berühmten Komödianten „Adel Imam“ sieht man den Innenminister, während er mit dem Terroristen verhandelte, der in einem behördlichen Gebäude einige Menschen in seinem Gewahrsam als Geiseln hielt. Als der Moazen zum Gebet rief, gingen der Innenminister – wie jeder gläubige Moslem – und seine Assistenten zur Moschee in der Nähe. Während des Gebets richtete der Imam seine Gebete zu Allah. Unter anderem sagte er: „Bestrafe uns nicht wegen dem, was die Toren unter uns anstellten“.

       Dabei wandte sich der Innenminister gekränkt zu seinem Assistenten zu, wobei er ihn fragte: „Wen meint dieser Mann“? Darauf antwortet sein Assistent: „Die Terroristen, auf jeden Fall … eure Exzellenz“! Die Mimik des Ministers aber verrät, dass er ja unüberzeugt ist.

       Letztes Jahr erteilte die Regierung den Imamen aller Moscheen ihre Anordnung, dass es untersagt ist, in den Gebeten die Verantwortlichen zu verwünschen. Bei einem Artikel aber wurde darüber berichtet, wie die Imame sich einen schlauen Trick einfallen ließen, und zwar dass sie keine Namen erwähnen, und dass sie ihre Gebete gegen die Tyrannen und Schurken äußern. Sicherlich wussten alle, wen die Imame damit meinten; auch die Verantwortlichen selbst wussten es! Jedoch wagten sie es nicht, jene Imame zu Rechenschaft zu ziehen, damit das nicht als ein Geständnis gelte, dass sie tatsächlich tyrannisch und widerrechtlich seien.

       Bekanntlich vermehrt sich jene Art von Anrufungen bei dem Abendgebet „Tarawih“ während Ramadan, weil man glaubt, dass Allah besonderes in diesem Monat die Erflehung erhört; vor allem in der „Kadr-Nacht“ (hat kein bestimmtes Datum in Ramadan), weil die Moslems diese Nacht für segensreicher als 1000 Monate (etwa 83 Jahre) halten (Sure Alkadr).

Darum schießen die Stoßgebete aus den Lautsprechern jeder Moschee durch die Gegend und in jede und alle Richtungen, welche wie die Massenvernichtungswaffen verlautbaren: „Möge Allah die Juden und Christen erniedrigen … sie entzweien und zerstreuen … ihnen wütende Orkane, starken Wind und zerstörerische Katastrophen schicken … den Islam und die Moslems zum Sieg verhelfen … den Mujahidien überall den Sieg schenken … wir bitten dich, Allah, Amerika und Israel und alle ihre Streitkräfte zu zerstören … vernichte sie alle, ohne einen Mann von ihnen übrig zu lassen … Mache ihre Frauen zu Witwen und ihre Kinder zu Vollwaisen“. Wie ein einziger Mann entgegnen die gläubigen Moslems dem Imam: „Amen, erhöre uns du Allah, der Herrscher aller Welten“!

       Gewiss bewirkten diese gehässigen Stoßgebete rein gar nichts gegen die sogenannten „Ungläubigen“. Allerdings schädigten sie das Image des Islam und der Muslimen. Sie zeigten ihren Hass und ihre terroristische Veranlagung. Ein gemäßigter Scheich aus Saudiarabien namens „Sulaiman Alawda“ rief alle Moslems dazu auf, am Ende des Freitagsgebets keine solchen Stoßgebete gegen die Ungläubigen zu äußern, weil das „haram – verboten“ ist, solange die Moslems keinen Schaden zu beklagen haben. Weiterhin schrieb „M. Elweschihy“ einen mutigen und lustigen Artikel mit dem Titel: „Die Wünsche der Scheichs a la Alkabone“.

Der tapfere Journalist kritisierte die Satteliten-Scheichs und forderte sie auf, dieses Jahr damit aufzuhören, den Christen das aller Schlimmste beim Gebet zu wünschen. Er schrieb: „Anstatt ihnen etwas Böses zu wünschen, betet für sie, wobei sie der Menschheit viele nützlichen Sachen schenken, während wir nicht einmal einen geringen Teil davon anzubieten vermögen. Unter ihnen befinden sich Wissenschaftler, Denker und Forscher, welche Gott fürs Wohl der Menschheit erschuf. Warum beten wir nicht zu Allah, dass er unsere Beziehung zu ihnen verbessert. Möge Allah ihnen helfen, Arzneien gegen Diabetes und Lähmung zu entwickeln“.

 

One Response to “Stoßgebet – schlimmer als jede Vernichtungswaffe!”

  1. Bazillus Says:

    Zitat: „Gewiss bewirkten diese gehässigen Stoßgebete rein gar nichts gegen die sogenannten “Ungläubigen”.“

    Leider haben diese öffentlichen Gebete Wirkung. Sie erhöhen den Hass und die Abscheu in den Herzen der Muslime, aber vielleicht auch in den Herzen der „Ungläubigen“, die durch solche Beleidigungen immer verkrusteter und verhärteter werden können. Jesus möge sie davor bewahren. Diese Gebete sind jedoch dem Koran nachempfunden, der in S. 3 V. 143 aussagt: “ Und damit der Gott des Islam die Gläubigen reinige und austilge die Ungläubigen. “ und
    47. S 9 V. 84. Und bete nie für einen von ihnen, der stirbt, noch stehe an seinem Grabe; sie glaubten nicht an den Gott des Islam und Seinen Gesandten, und sie starben im Ungehorsam.

    Der Koran ist hier sehr eindeutig: Sünden – hier geist(l)ig(che)e – begehen und das Gebet oder das Nichtgebet zu deren Ausführung benutzen. Sie beleidigen nicht nur das Gebet, also den heiligen Geist, sie beleidigen den wahren allliebenden Gott, allerdings ohne es zu wissen.

    Ich lern ja immer noch dazu: Kadr-Nacht = Wirkung von 1 000 Monaten Gebetserhörung durch den Gott des Islams. Da reicht aber schon ein starkes christliches Gebet von nur einem verfolgten koptischen Christen in Liebe gefühlt und gesprochen zur Gegenwehr aus, um die gleich starke gegenteilige Liebes-Wirkung wie das muslimische 1000-Monats-Hass-Gebet von vielen aufgehetzten Muslimen einmal im Jahr zu erzielen, und das täglich. Warum ist es so? Diesen Gott, den diese Gebete erreichen sollen, existiert nicht. Und darum richtet er auch nichts aus. Und weil das so ist, bleibt einigen muslimischen Scharfmachen nichts als das primitive Mittel der Gewalt. Wer nicht argumentieren kann, der verfolgt, mordet und diskriminiert aus einer Position der irdischen Stärke heraus.


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