kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Breaking News: Neue Kirche … neue Unruhen 13. März 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 15:28

Das tätowierte Kreuz ist ein rotes Tuch

In der Stadt Matrouh (Nordküste) versammelte sich ein Mob aus Beduinnen und radikalen Moslems nach dem Gebet am frühen Abend vor einem Gebäude, welches die koptische Kirche für soziale Dienste errichten will. Die wütenden Fundamentalisten schafften es mit ihren Rufen, Hunderte der dort lebenden Moslems um sich zu sammeln: „Es gibt keinen Gott außer Allah – Mohamed ist der Gesandte Allahs – Allah ist groß – auf zum Dschihad“. All diese aufgebrachten Moslems waren Minuten zuvor in der Moschee von dem Bezirk „Reifya“, wo der Imam „Khamis“ sie dazu aufforderte, die „Feinde Allahs“ zu bekämpfen. Dies äußerte Pater „Mathias Zakaria“ gegenüber den koptischen Menschenrechtsorganisationen im Ausland, welche den ganzen Abend die Unruhen verfolgten. Der Mob, dessen Zahlen minütlich stiegen, umzingelte das neue und noch nicht fertiggestellte „Gebäude der Dienste“. Abgesehen von den Beleidigungen gegen den christlichen Glauben, die Kirche und das Kreuz hagelte es von Steinen, wofür die Beduinnen wie die Palästinenser bekannt sind. Dann wurde das Gebäude gestürmt, in dem sich über 400 Kopten (die meisten Frauen und Kinder) aufhielten. Sie schlugen auf jede und jeden ein, wodurch viele ernsthaft verletzt wurden, wie Pater Schenuda Gabra, Hirte der Kirche der Heiligen Jungfrau Maria, am Telefon meldete. Bei all dem schritt die Polizei nicht ein, obwohl die Polizeistation Katzensprung davon liegt und alles mitbekam.

       Wiederholtes Szenario muss doch seinen Lauf nehmen! Wie bei allen Unruhen darf eines nicht fehlen: Die Kopten in Angst und Schrecken zu versetzen und alles zu demolieren, was ihnen, den verwünschten Ungläubigen, gehört. 18 Häuser wurden niedergebrannt, fünf Werkstätten und kleine Betrieben total verwüstet und zehn Autos in Brand gesteckt, unter denen das Auto Paters Schenuda Gabra, der vor genau drei Tagen in diesem Auto von einem Moslem überfallen wurde, der mit einem Stock auf die Windschutzscheibe eingedroschen hat.

       Die Schäden und Zahl der Verletzen, welche im Krankenhaus wegen Messerstichen, Prellungen und tiefen Wunden liegen, bestätigte seine Eminenz Metropolit Pachomius. Er hat ebenso darüber berichtet, dass die Kirche ein Grundstück von 180 Metern neben dem Gebäude kaufte und einzäunte, damit keiner es wie üblich besetzt. Seine Eminenz bedauerte die Hetze des Imams Khamis und die Gewalt der Moslems, die sie unbegründet zeigten. Bedauerlich ist vielmehr für den koptischen Metropoliten, der für Matrouh und die fünf westlichen Städte zuständig ist, die Abwesendheit der Polizei und die Sicherheitskräfte, was dazu führte, dass die Unruhen bis zu den späten Stunden andauerten. Die Zahlen der Polizisten waren viel zu gering für diese ungeheuerlichen Zahlen der Demagogen. Außerdem war ihr Handeln zu lasch.

       Pater Mathias berichtete am Telefon über die Angriffe der Moslems Matrouh, die in den Straßen „Gamal Abd Elnasser“, „Almatar – Flughafen“ und „Ghout Rabha“ anfingen. Der Erzpriester erwähnt, dass dasselbe Gebäude im September 2009 von dem Rathaus und der Polizei dem Boden gleich gemacht wurde, obwohl alle Kaufverträge und Baugenehmigungen vorhanden waren. Anlässlich des Drucks der Kopten im Ausland gaben die Verantwortlichen nach, und so durfte die Kirche das Gebäude noch mal bauen. Gestern überfielen uns diesmal die muslimischen Bewohner Matrouhs. In diesem Gebäude werden soziale Dienste angeboten; wie eine Klinik, Kindergarten und Klassen für Analphabeten, und zwar für Christen und Moslems. Die Straße wurde asphaltiert und mit Bäumen und Blumen geschmückt, wodurch sie zivilisierter auswirkte. Das Gebäude „Barmherziger Erzengel Michael“ dient 300 koptischen Familien und wird auch für alle Moslems offen sein, wie alle Kirchen und Klöster Ägyptens!   

 

4 Responses to “Breaking News: Neue Kirche … neue Unruhen”

  1. Sr, Katharina OP Says:

    Ich finde es gut, dass die Kopten trotz allem ihre sozialen Dienste auch den Msolems anbieten
    Sr Katharina

  2. siwla Says:

    Einfach erschütternd!

  3. guenterjaeger Says:

    Ich kann mich noch an die euphorischen Berichte in ganz Europa erinnern, als das Mubarak Regime gestürzt wurde, das jetzt an die Macht geputschte Faschistenregime der Muslimbrüder ist weder demokratisch, es toleriert keine Andersdenkenden, oder andere Religionen, noch friedlich. Sehr deutlich sind hier Parallelen zu den Nazis im Deutschland der 30-er Jahre zu erkennen, auch dort hat es gegen die Juden so begonnen. Von Appellen oder Aufrufen zum Frieden halte ich hier nichts. Der latenten Gewaltbereitschaft die der Isalm als Religion allen Andersgläubigen entgegenbringt kann nur durch härtere Gangart begegnet werden, auf allen Ebenen. Manchmal muß man für Frieden und Freiheit auch kämpfen!!


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