kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Frankreich: Protest gegen Anti-Islam-Plakat der Front National 12. März 2010

Filed under: Nachrichten — Knecht Christi @ 01:32

 (Die Presse vom 09.03.2010)

Eine verschleierte Frau, sieben Minarette und eine algerische Landkarte prangen auf einem Plakat der rechtsextremen, französischen Front National. Algerien protestiert gegen die „Verunglimpfung“.

Ein Anti-Minarett-Plakat prägt den Regionalwahlkampf der rechtsextremen Front National in Frankreich. Es erinnert frappant an das Plakat, mit dem die Schweizer Volkspartei für ein „Nein“ zu Minarettbau warb. Nun hat es neben Rassismus-Vorwürfen auch den Zorn der algerischen Regierung auf sich gezogen. Über dem Bild einer verschleierten Frau und sieben Minaretten in Raketenform prangt die Aufschrift „Nein zum Islamismus“. Eine Landkarte Frankreichs ist mit einer algerischen Flagge bedeckt. Diese soll Ausdruck der angeblichen Überfremdung Frankreichs durch die einstige nordafrikanische Kolonie und deren Emigranten sein. Algerien hat nun offiziell Protest eingelegt. Der französische Staat müsse einschreiten, wenn Symbole anderer Länder verunglimpft würden, erklärte der algerische Außenminister Mourad Medelci am Montag. Zuvor hatte bereits die internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus (Licra) Klage gegen das Plakat eingereicht und der Front-National-Jugend eine „antimuslimische Kampagne“ vorgeworfen. Die Partei wurde jedoch aus formellen Gründen freigesprochen. In Frankreich leben schätzungsweise fünf Millionen Muslime und damit mehr als in jedem anderen westeuropäischen Land. Die Hafenstadt Marseille ist das Eingangstor für viele Einwanderer aus Nordafrika.

 

Jeder zweite Österreicher sieht Islam als Bedrohung

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 01:13

Martina Salomon (Die Presse vom 28.02.2010)

Laut einer aktuellen IMAS-Studie sind 59 Prozent der Österreicher „eher gegen“ den Bau von Minaretten. Zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung besteht eine große Kluft.

       Nur mehr jeder fünfte Österreicher bezeichnet sich als religiös. Vor 35 Jahren waren es noch fast 30 Prozent. Gleichzeitig grenzt sich die heimische Bevölkerung deutlich von der muslimischen Bevölkerung ab. 54 Prozent der Österreicher – Männer etwas mehr als Frauen, Ältere mehr als Junge – glauben, dass der Islam eine „Bedrohung für den Westen ist“. Die Befragten haben aber zunehmend das Gefühl, über solche Ansichten nicht wirklich offen reden zu können. Das ergibt eine große Studie des Linzer Meinungsforschungsinstituts Imas. zum Thema „Religion und Freiheit“ im Auftrag des Internationalen Instituts für Liberale Politik. Sie liegt der „Presse“ exklusiv vor. Demnach wäre es nur vier Prozent recht, wenn ein enges Familienmitglied einen Moslem heiraten würde. Bei drei Prozent der Befragten ist das allerdings schon der Fall, überdurchschnittlich häufig übrigens in Wien. Auch die Akzeptanz von Minaretten in Österreich wurde abgefragt. Ergebnis: 59 Prozent sind „eher dagegen“. 51 Prozent finden, dass der Bau von Moscheen und das Tragen islamischer Kopftücher überhaupt verboten sein sollte (In der Schweiz stimmten im Vorjahr 57,5 Prozent für ein Bauverbot). (more…)