kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Nigeria in der weltweiten Presse 9. März 2010

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 18:11

Kopten, Iraker, Nigerianer ... wer ist noch daran?

Der Spiegel – Online:
Drei christliche Dörfer von muslimischen Nomaden angegriffen

       Am Montag war bekannt geworden, dass bei den Unruhen weit mehr Menschen getötet wurden als zunächst angenommen. Muslimische Nomaden hatten in der Nacht zum Sonntag drei christliche Dörfer angegriffen. Dabei wurden binnen drei Stunden mehr als 500 Christen mit Macheten oder Äxten getötet und anschließend verbrannt, wie die Behörden mitteilten. Zunächst war von rund hundert Toten die Rede gewesen. „Die Menschen wurden mit Äxten, Dolchen und Macheten angegriffen – viele von ihnen Kinder, Alte und schwangere Frauen“, sagte ein Sprecher der Regierung. Mehr als 200 Menschen würden im Krankenhaus von Jos behandelt, der Hauptstadt des zentralen Bundesstaates Plateau. Ein Sprecher des Gouverneurs von Plateau, Dan Manjang, machte Hirten des muslimischen Nomadenvolks der Fulani für die Attacken verantwortlich. Die Behörden hätten 95 Menschen festgenommen. Einem Pressebericht zufolge waren es 300 bis 500 Angreifer. Nach Angaben von Überlebenden aus dem Dorf Dogo Nahawa stürmten die Angreifer mitten in der Nacht zum Sonntag die Ortschaft, brannten die Hütten nieder und töteten die Einwohner auf brutalste Weise. Flüchtende Dorfbewohner hätten sich in Tierfallen und Fischernetzen verfangen, die von den Angreifern aufgestellt worden seien. Zeitungen berichteten unter Berufung auf Augenzeugen, dass die muslimischen Bewohner per SMS vor dem dreistündigen Massaker gewarnt worden seien. Der Menschenrechtler Shamaki Gad Peter sprach nach einem Besuch in den drei Dörfern von einem „gut koordinierten Angriff“. Das Ausmaß der Zerstörung sei „enorm“, sagte er.

Schwere Vorwürfe gegen die Armee

„Sie drangen in die Häuser ein, riefen ‚Allah ist groß‘ und gingen mit Messern und Macheten auf die Bewohner los“, schilderten christliche Religionsführer den Angriff unter Berufung auf Augenzeugen. Sie erhoben auch schwere Vorwürfe gegen die Armee. In einer am Montag in der Zeitung „Guardian“ veröffentlichten Stellungnahme klagte der Rat christlicher Kirchenführer, die in Jos stationierten Truppen seien benachrichtigt worden, als das christliche Dorf Dogo Nahawa von muslimischen Nomaden belagert wurde. Die Soldaten seien jedoch erst Stunden später in dem fünf Kilometer entfernten Dorf eingetroffen. „Wir haben kein Vertrauen mehr in die Armee wegen ihrer Vorbehalte gegen Christen“, hieß es in der Erklärung.

Die Welt: Nigeria/Abuja – Die Täter konnten sich bisher weitgehend straffrei fühlen. Zwar kündigte der amtierende Präsident Goodluck Jonathan bereits im Januar an, keiner der Verantwortlichen für die religiöse Gewalt werde der Strafe entgehen. Doch selbst wegen des ersten großen Massakers mit mehr als tausend Toten im Jahr 2001 wurde bislang niemand angeklagt. Mit jeder neuen Gewalttat wächst der Hass. Auch die seit Januar geltende nächtliche Ausgangssperre und die Stationierung von Truppen in Plateau konnte das neue Massaker nicht verhindern. Kirchenführer warfen der Armee nun vor, erst Stunden nach dem ersten Alarm reagiert zu haben. Der Bundesstaat Plateau liegt an der Grenze zwischen dem christlichen Süden und dem muslimischen Norden des Landes. Beide Religionsgruppen sind in Plateau etwa gleich stark vertreten. Die in Jos ursprünglich heimischen Fulani-Hausa fühlen sich durch die christlichen Zuwanderer verdrängt. Wirtschaftlicher Erfolg, Konkurrenz um Wasser und Weide- oder Ackerland sind die eigentlichen Quellen des Konflikts.

Ö1 – ORF (Österreichisches Radiosender): Seit dem Einführen der Schariaa im Norden Nigerias kommt es zu laufenden Unruhen. Allein letztes Jahr kamen über 10,000 Menschen ums Leben. Muslimische Nomaden überfielen drei christliche Dörfer mit Gewehren, Äxten und Macheten. Die meisten der getöteten Christen sind Frauen und Kinder. Wer fliehen wollte, wurde einfach erschossen. Laut Angaben der örtlichen Behörden sind die Toten 500.

Der Tagesspiegel

Hunderte Tote bei Massaker in Nigeria: Die Täter kamen in der Nacht, mit Gewehren und Macheten. Mit dem Ruf „Allah Akbar – Allah ist groß!“ metzelten die Mitglieder der muslimischen Fulani-Hausa-Nomaden die Einwohner dreier christlicher Dörfer im zentralnigerianischen Bundesstaat Plateau nieder, berichteten Überlebende. Nairobi/Abuja – Mehr als 500 Menschen wurden nach Angaben der örtlichen Behörden Opfer der Gewalt, die einmal mehr nahe der Bergbaustadt Jos explodierte. Die meisten der Toten sind Frauen und Kinder. „Wann wird dieser Wahnsinn enden?“ titelte ein Kommentator der Zeitung „This Day“ am Montag über das Massaker, das in der Nacht zum Sonntag stattfand.

Eine Frau bedeckt die Leiche eines Kindes

Berliner Morgenpost

 

500 Tote – Brutales Massaker erschüttert Nigeria: Die Täter kamen in der Nacht, mit Gewehren und Macheten. Mehr als 500 Menschen haben nach Behördenangaben die blutigen Unruhen am Wochenende in Nigeria nicht überlebt. Die Täter brauchen in dem afrikanischen Land keine Strafe fürchten. Mit jeder neuen Gewalttat wächst der Hass zwischen Muslimen und Christen. Muslimische Nomaden töten mehr als 500 Christen: Bei Angriffen muslimischer Nomaden auf mehrere christliche Dörfer sind in Nigeria über 500 Menschen getötet worden. Die Unruhen ereigneten sich im zentralen Bundesstaat Plateau in der Nähe der Stadt Jos. Vertreter der Behörden sprachen von einer „schrecklichen“ Tat, viele der Opfer seien Frauen und Kinder.

 

One Response to “Nigeria in der weltweiten Presse”

  1. Bazillus Says:

    Sie riefen: „Allah ist groß“. Das ist die Anwort auf die These vieler Synkretisten und Kulturrelativierer: Wer diesen Schlachtruf im Munde führt und besinnungslos unter diesem Schrei solche mörderischen Verbrechen ausfürht, tut dies bewusst für den Gott des islams. Er hat sich sorgsam auf dieses Gräueltat vorbereitet und betäubt seine Sinne im Augenblick des Mordes von Kindern mit dem zitierten Schrei. Die sozialen und ethnischen Probleme mögen Anlass und Grund gewesen sein. Dass aber die Hemmschwelle so gering ist, diese Taten auszuführen, ist immer noch Folge der hassvollen und ausgrenzenden Ungläubigenverse als wörtliche Aussprüche des Gottes des Islam, in dessen Namen diese Taten ja auch ausgeführt werden. Ja, so schließt sich der Kreis.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s