kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Zum Gedenktag des Papstes Kyrillos, des Sechsten – Teil I 4. März 2010

Filed under: Heilige der koptischen Kirche — Knecht Christi @ 03:40

       Im Jahre 1902 wurde Azer in der Stadt Damanhur geboren. In einer redlichen Familie wuchs er heran. Von klein an sehnte sich das Kind Azer nach dem Mönchsleben. Denn er hing an einem alten Mönch, der sein Vorbild war. Als Kleinkind fand er großen Spaß an Gebet und sogar dem Gang zur Kirche, von der er sich mühevoll trennte. Kein Wunder! Denn er war gewöhnt, dass sein Vater ihm und seinen beiden Brüdern täglich aus der Bibel etwas vorlas, aus den Heiligengeschichten erzählte und die liturgischen Gesänge beibrachte. Nach seinem Abitur arbeitete er für eine ausländische Firma, bei der er geschätzt war. Jedoch fühlte er sich zum Mönchtum hingezogen. Bevor er sich entschied, zu kündigen und ins Kloster zu gehen, führte er das Leben eines Mönches im Familienhaus. Regelmäßig ging er vor und nach der Arbeit zur Kirche und nahm an der Kommunion teil. Abends verbrachte er die Zeit bei Gebet und Studieren der Heiligen Schrift. Daher durfte keiner sein Zimmer betreten, weil er es für seine Zelle hielt. Über seine Familie wunderte er sich, und zwar wie sie ihre Zeit bei Quatschen und Amüsement vergeudeten? Einmal sagte er ihnen: „Ihr habt die Luft mit Wörtern überfüllt“! Öfters verwandelte er die Sitzung in Gespräch über spirituelle Betrachtung. Dies tat er, um ihre Seelen durch die Lehren Christi und der Hl. Apostel aufzubauen.

       Nach der Empfehlung des Metropoliten Youannes, von Behira und Menofiya, und der Kündigung von seiner Arbeit ging er zu Baramos-Kloster. Über sein Verhalten waren die Väter verwundert. Denn er benahm sich, als ob er als Mönch zur Welt gekommen wäre. Aus einem verkommenen Raum zauberte er eine geschmackvolle Zelle. Mit wenig Essen und gar keinem Kontakt zu den anderen Mönchen kam er aus und bestand die Zeit des Noviziates.

      Am 25. Februar des Jahres 1928 wurde er als Mönch geweiht. Ihn zeichnete seine Liebe zu Gebet aus. Er wusste, die Wirksamkeit des Gebets zu schätzen, und wie es den Willen Gottes und seine Allmächtigkeit zeigt. An das Gebot Christi dachte er unaufhörlich: „Betet allzeit und lasst darin nicht nach“ – „Betet ohne Unterlass“ – „Seid beharrlich im Gebet“ (Lk.18:1 / 1Thess.5:17 / Röm.12:12). Wegen seiner innigen Liebe zu seinem Fürbitter, dem Heiligen Mina – dem Wundertäter, trug er seinen Namen als Mönch und auch nach seiner Weihe zum Priester. Im Baramos-Kloster mühte er sich bei vielen Unternehmungen ab. Zum Beispiel verfasste er mehrere Jahre eine Zeitschrift namens „Erlösungshafen“. 50 Exemplare schrieb er von Hand jeden Monat, welche er an Geistlichen und Laien verschickte. Sie bestand aus 12 Seiten! Die Lehren und Aussagen der Kirchenväter reproduzierte er händisch mehrmalig; besonderes die Aussagen vom Heiligen Mar-Issak.

       Niemals besuchte er einen der Mönche, außer um ihm zu dienen. Er wusch die Gewänder der gebrechlichen Väter und brachte ihnen Wasser und Essen. Um die Post mit Hilfe eines Maultieres und Backen des Korbans kümmerte er sich. Außerdem diente er in der Küche und der Mühle. Bei all seinen Beschäftigungen vernachlässigte er sein Ziel keinesfalls, sondern er strengte sich in Gebet an. Fürs Studieren an der theologischen Hochschule der Mönche in Helwan wurde er vorgeschlagen. Trotz seiner Liebe zu Zurückgezogenheit gehorchte er und begann mit dem Studium der Theologie. Mit einem anderen Mönch zelebrierte er täglich die Heilige Messe, bis dies zu festem Programm der Hochschule wurde. Bei einer Vesper und der Anwesenheit Papstes Youannes (Nr.115) predigte er eine Stunde lang, woran der Papst Gefallen fand. Deshalb wollte der Papst ihn zum Bischof für Gharbya weihen, was er ablehnte. Nachher kehrte er zu Baramos-Kloster und entschied sich nach nur 5 Jahren im Mönchtum, als Eremit in einer Höhle außerhalb des Klosters zu leben.

 

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