kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Es hat sich doch ein Bisschen ausgezahlt 4. März 2010

Filed under: Kirche Zu Hause — Knecht Christi @ 02:18

Weltweit demonstrierten die Kopten, Kirche und Volk, gegen das Blutbad von Naag Hamady! In Ägypten demonstrierten die mutigen Kopten – überwiegend Jugendliche – und vergaßen die Furcht vor den Löwen, mit denen sie im Käfig festsetzen, was auf die Kopten im Ausland nicht zutrifft, die sich vielleicht nicht getraut hätten, ihren Ärger herauszuposaunen, wenn sie in Ägypten wären. Deswegen war ich erstaunt und zugleich sehr stolz, als ich die sehr häufigen Demos verfolgte, welche sogar im Herzen Kairos stattfanden. Pausenlos gab es und wird es Demos geben, und zwar nicht in dem Dom des Heiligen Markus zu Kairo, sondern vor dem Parlament und den diversen Ministerien. Man wird doch fragen: Was brachte das alles?

       Vor drei Tagen wurden „sechs“ junge Kopten aus dem geheimen Kerker in „Elwadi Elgadid“ entlassen, vielleicht weil sie gesundheitlich angeschlagen sind, und zumal einige von ihnen an akuten Krankheiten leiden. Insgesamt wurden 15 junge Kopten verhaftet, als sich die aufgebrachten Kopten ein Tag nach dem Blutbad vor dem Leichenhaus in Naag Hamady versammelten, als man die Leichen sezierte und zum Bestatten nicht freigeben wollte. Anstatt zu versuchen, sie zu beruhigen und ihre Wut zu entziehen, schoss die Polizei auf sie mit Gummikugeln, die einige das Augenlicht kosteten (Videos liegen vor). Um die verzweifelten Kopten zu vertreiben, gab es Tränengas und Wasserschläuche. Jedoch darf eines nicht fehlen: Einige Kopten wie jedes Mal zu verhaften, und am Besten Jugendliche! Dadurch übt die ägyptische Regierung wie bei allen Unruhen den gewöhnten Druck auf die Kopten aus, deren Kinder bzw. Familienangehörigen ums Leben kamen. Es muss so aussehen, als ob Ganoven Amok liefen, und keine angeheuerten Terroristen oder Islamisten, die ihren Plan durchführten.

       Wer kann es übers Herz bringen, sein Kind leiden zu sehen? Weder die Familien noch die Kirche! Man sieht, dass sie misshandelt werden, und es kann nichts dagegen tun. Was bleibt uns anderes übrig, als uns in Versöhnungsrunden mit den Drahtziehern breit zu erklären, dass wir auf alle unsere Rechte verzichten. Zum Beispiel musste die koptische Diözese in Malawy auf alle ihre Rechte verzichten, nachdem über 60 Beduinen das Kloster des Heiligen Bane mit Maschinengewehren überfielen. Warum verzichtete Bischof Demetrious? Ganz einfach; um die zwei Kopten freizubekommen, die mehr als ein Jahr in einem geheimen Kerker verbrachten!

       Wael Milad Samuel ist einer der Entlassenen, den die Menschenrechtler von „Free-Copts“ anriefen. Er berichtete, dass er und noch fünf junge Kopten (Emad Onsy – Milad Marko – Hany Zaher – Johannes Massoud – Hany Nabil) entlassen wurden. Somit bleiben noch „neun“ inhaftiert. Wir beten zum Allmächtigen, dass er die neun Kopten im Gefängnis behütet und ihren Glauben befestigen, damit sie Zeugnis für ihn ablegen. Möge Christus sie auch aus dem Gefängnis führen, damit ihre Familien und Beichtväter wieder lächeln können.

       Eines noch brachten die unaufhörlichen Demos, und zwar die Ausschaltung eines der Drahtzieher. Die Rede ist von dem seit fast 40 Jahren Parlamentarier „Abd Elrehim Elghoul“, der die NDP (National Demokratische Partei – Partei von Mubarak und seinem Sohn) in eine Krise nach der anderen hineinritt. „Ahmad Ezz“ (eine führende Kraft in der NDP und enger Freund von Gamal Mubarak; früher ein Schlagzeuger in einem Kairoer Nachtclub) verpasste ihm Maulkorb, weil er sich durch seine Wutanfälle in mehreren Sendungen verplapperte. Bald werde ich ausführlicher über die Affäre „Elghoul“ aus den diversen Fernsehauftritten berichten.

 

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