kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Enteignung eines Kirchengrundstücks in Alexandria 26. Februar 2010

Filed under: Kirche Zu Hause — Knecht Christi @ 03:01

Weiter geht die Serie der Verweigerung bzw. Verhinderung, eine Kirche zu bauen oder sie zu renovieren. Diesmal trifft es sogar die Hafenstadt Alexandria, obwohl es nicht das erste Mal ist, nachdem der Sicherheitsstab und Geheimdienst ihre Gauner auf die Kopten des armen Stadtviertels „Karmuz“ losließen, was dazu führte, dass die Kirche geschlossen wurde.

       Es geht um unsere Kirche in dem Gebiet „Maamoura“. Im Jahr 1969, als dieses Gebiet noch fast unbevölkert war, wurde die Kirche ganz klein gestaltet. Als das Gebiet, das für seine schönen Strände bekannt ist, durch die Überbevölkerung Ägyptens geströmt wurde, bat das koptische Patriarchat das Rathaus Alexandrias darum, ein Grundstück zur Verfügung zu stellen, damit die Kirche dort ausgebaut werden konnte, weil die Zahl der Kopten zunahm.

       Elf Jahre später, und genau am 16 Januar 1980, wurde der Antrag genehmigt. Man stellte der koptischen Kirche in Maamoura ein Grundstück zur Verfügung, dessen Fläche 983 Meter betrug. Das Patriarchat erhielt am 02. Februar 1980 das amtliche Schreiben Nr. 119. Danach setzte der Bautenminister die Geschäftsstelle des Innenministeriums in Alexandria durch das Schreiben Nr. 831 in Kenntnis, nachdem etliche Komitees des Senats alles rechtlich überprüften. Die Gesellschaft der islamischen Gesetzgebung und Fatwas bestätigte, dass der Bau der Kirche alle Kriterien erfüllt, und dass die Schenkung des Grundstückes einwandfrei ist.

      Nichtsdestotrotz kam es von 1982 bis 2000 nicht dazu, dass die Kirche das Grundstück bekam. Darum stellte die Kirche am 13. Januar 2000 einen Antrag, in dem sie darum bat, das Grundstück zu bekommen, welches ihr bereits gehört. Genehmigt wurde der Antrag, und zwar am 19. Februar 2000. Kurz danach bat die Kirche die lokalen Behörden um die Errichtung einer Mauer, die ein Meter hoch ist. Am 18. Juli 2001 wurde sogar dieser Antrag genehmigt.

       Nachdem die Kirche endlich das Grundstück in Besitz nahm, wurde sie aber damit überrascht, dass der staatliche Baukonzern von Maamoura ausgerechnet dieses Grundstück unter den Nagel riss und es in eine Baumschule verwandelte. Der Baukonzern behauptet den Besitz des Grundstückes, welches seiner Behauptung nach nicht dem Rathaus gehört. Um den werten Leser mit den weiteren Einzelheiten nicht zu langweilen, lüften ich die Intrigen der ägyptischen Regierung. Wenn die Kopten es nicht durch Bürokratie aufgeben, jahrelang einer Baugenehmigung hinterher zu laufen, dann wird irgendein Problem erschaffen, damit der Bau noch etliche Jahre verhindert wird. Jetzt muss sich das koptische Patriarchat mit dem Konzern herum schlagen, um ja zu beweisen, dass dieses Grundstück der Kirche in Maamoura gehört.

 

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