kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kopten demonstrierten im Herzen Kairos 19. Februar 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 18:33

Alle die Demos, welche die Kopten überall in den verschiedenen Ländern der Welt veranstalteten, sind meiner Meinung nach nichts im Vergleich mit der Demo vom 14.02.2010. Die Kopten, die in demokratischen Ländern leben und sogar in ihnen eingebürgert sind, fühlten sich nicht bedroht, als sie auf den Straßen Berlins, New Yorks oder Melbournes liefen. Die Gemeinheiten einiger Botschafter Ägyptens, die mit allen Mitteln versuchten, die Demos zu verhindern, gingen nach hinten los. Niemand von den muslimischen Ägyptern konnte ihnen in die Quere kommen. Das alles haben die Kopten in Kairo nicht. Trotz der bekannten Gefahr, für ungewisse Zeit eingelocht zu werden, gingen 200 Kopten auf die Straßen Kairos und haben dem Löwen in den Rachen gespuckt. Komischerweise war der böse Löwe richtig paff.

       Von der amerikanischen Akademie bis zum Parlament sollte die Route der koptischen Demo sein. Jedoch wurden die Demonstranten von der Sicherheitsgarde umzingelt. Trotzdem schafften sie es, den größten Platz Kairos zu erreichen: „Altahrir“. Unterstütz wurden die mutigen Kopten von der „FÄP – Freiheitliche ägyptische Partei“, dem „MCHR – Million Center for Human Rights“ und der „Koptischen Bewegung für Ägypten“. Die Bilder, die von den diversen Zeitungen veröffentlicht wurden, lassen die Herzen aller Familien der Märtyrer von den vielen Massakern höher schlagen. Jeder Kopte war stolz auf den Mut, den die jungen Demonstranten zeigten. Auf ihren riesigen Plakaten stand Folgendes: „Du, der uns mit eiserner Faust regierst, man nahm uns das Fest weg – Nein zu den Versöhnungssitzungen – Nein zu der Vertreibung der Kopten aus ihren Häusern – Es ist eine Schande für jeden Ägypter, was gegen die Kopten Ägyptens getan wird“. An der Stirn sah man die Flagge Ägyptens und in den Händen die Orangen Fahnen. Die Kreuze waren auf den Gelenken tätowiert und auf den T-Shirts gedruckt. Ich zeige Ihnen die 9 Bilder, die ich aus Ägypten gemailt bekam, damit Sie den Mut der jungen Männer und Frauen sehen, obwohl sie von den Soldaten umzingelt waren. (more…)

 

Diskriminierung der Nicht-Moslems – Teil 1

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 18:23

Pakt Omar Ibn Elkhatab

Dhimma – das Ziel des Dschihad:

       Das Ziel des Dschihad (heiliger Krieg) ist es, das „Haus des Krieges – nicht-islamische Welt“ der Schariaa (islamisches Recht) zu unterwerfen. In der Schariaa sind die Moslems die Herren und die Anhänger anderer Buchreligionen (Schriftleute: Juden und Christen) die Unterworfenen oder wie in Islam „Dhimmy“. Dabei handelt es sich in der klassischen Zeit des Islam nicht um religiöse Minderheiten, sondern um gewaltige Mehrheiten. Der Koran, der sich als die Korrektur der von Juden und Christen – lügenhaft – verfälschten Bibel versteht, gesteht diesen nur Duldung zu (Sure Altauba – Buße:29), die mit hohen Steuern, rechtlicher Diskriminierung und einer endlosen Liste peinlich genau geregelter Demütigungen – bei ständiger Rechtsunsicherheit – zu erkaufen ist:

{1} Finanzielle Ausbeutung: Neben einer „Kopfsteuer – Geziah“ mussten die Dhimmys eine „Grundsteuer – Kharag“ zahlen. Ihr Grund und Boden ging ins Eigentum des muslimischen Staates über. Für die Nutzung mussten sie eine hohe Grundsteuer zahlen. Wer seine Steuern nicht zahlte, wurde getötet. Seine Frau und Kinder in die Sklaverei verkauft. Darüber hinaus wurden ihnen willkürlich beträchtliche Geldbeträge abgenötigt; meist durch Inhaftierung ihrer Würdenträger (Päpste und Bischöfe) und Androhung von Folter oder eines allgemeinen Massakers. Bis zur Entstehung der modernen Staaten war dies ständige Praxis im ganzen „Dar Al-Islam“.

{2} Ausschluss von öffentlichen Ämtern: Zahlreiche Stellen im Koran untersagen Nicht-Moslems, Autorität über einen Moslem auszuüben (z.B. die Suren: Alomran:28 / Alnisaa -Weiber:76-89-139-144 / Almeida – Tisch:51-57-81 / Alaaraf – Scheidewall:27-30). „O ihr, die ihr glaubt, nehmt nicht Juden oder Christen zu Gebietern. Denn Gebietern sind sie nur übereinander. Wer von euch sie als Gebieter nimmt, gehört er zu ihnen. Allah rechtleitet nicht das Volk der Frevler“ (Sure Almeida: Tisch:51). (more…)

 

Heiliger Paul, der erste Anachoret

Filed under: Heilige der koptischen Kirche — Knecht Christi @ 18:18

Im Jahr 229 n. Chr. wurde er in Theben (heute: die Stadt Luxor in Oberägypten) geboren. Sein Vater war sehr begütert und hatte nur zwei Söhne, die Petrus und Paulus hießen. Als ihr Vater verstarb, verteilten sie das Erbe unter sich, nachdem die Trauer zu Ende war. Petrus, der Ältere, nahm zwei Drittel und gab seinem jüngeren Bruder nur ein Drittel. Als die beiden Brüder sich nicht einigen konnten, entschieden sie sich zum Statthalter zu gehen, der zwischen den Beiden urteilen sollte. Auf dem Weg zum Statthalter sahen sie, wie eine übermäßige Menge von Menschen bejammernd einen Toten zum Grabe trug.

       Voller Neugier fragte Paulus einen der Trauernden, um wen sie dermaßen klagten? Dieser Mann entgegnete ihm: „Hör zu, mein Sohn! Wir beweinen einen Mann, der überaus reich war. Er besaß jede Menge Gold, Geld und umfangreiche Besitztümer. Dennoch verlässt er heute die Welt und begibt sich auf einem Weg, von dem es keine Rückkehr möglich ist. Mit sich vermochte er Nichts von seinem Reichtum mitzunehmen. Nun sollten wir, mein Sohn, den spirituellen Kampf aufnehmen. Denn wir werden nicht ewig in dieser vergänglichen Welt leben. Wohl dem, der sich von dieser Welt nicht faszinieren lässt. Die Stadt der Gerechten, das himmlische Jerusalem, übertrifft jegliche Vorstellung. Jeder wird gemäß seinen Werken belohnt“. Als Paulus diese Worte hörte, kam er zu sich und die Welt verlor ihre Pracht in seinen Augen. Während er noch mit seinem älteren Bruder auf der Straße lief, bog er in einen Seitenweg ein und verschwand. Daraufhin suchte sein Bruder nach ihm, und als er ihn nicht ausfindig machen konnte, trauerte er ihm lange nach. Unter vielen Tränen tadelte Petrus sich: „Warum stritt ich mich mit meinem Bruder des Geldes wegen“?

Zum Westen der Stadt ging Paulus – Paul – und auf seinem Wandern sah er eine Grabstätte. Er trat hinein und verbrachte beim Gebet und Lobpreis drei Tage und drei Nächte in ihr. Währenddessen dachte er an gar Nichts anderes, zumal ihn eine leuchtende Kraft drinnen umgab. Am vierten Tag schickte der Herr einen Engel zu ihm, der ihn zum Osten führte. Er verließ ihn an einem Ort, an dem es sich eine Wasserquelle und eine Palme befanden. Heiliger Paul fand dort eine Höhle, welche er behauste. Aus den struppigen Palmenfasern fertigte er sich ein Gewand an. Zu Christus betete er: „O mein Herr, Jesus Christus – lebendiger Sohn Gottes, errette mich von der Hand meines Feindes. Dein Erbarmen möge mich beschatten, damit ich mein Streben nach deiner Gunst zu vollenden vermag, und damit ich dadurch gestärkt vor dir stehe, O Du, König aller Zeiten. Denn Dein ist die Herrschaft, Kraft und Herrlichkeit; jetzt, jederzeit und in Ewigkeit“. Im Jahr 250 ging er in die östliche Wüste und verbrachte dort über 80 Jahre, während denen er gar keinen Menschen erblickte. (more…)

 

Ich war krank und ihr habt mich besucht (Mt.25:36)

Filed under: Kirche Zu Hause — Knecht Christi @ 18:12

Mit dem Schauspieler Ihab Sobhy

Einige der koptischen Schauspieler besuchten die Verletzten von Naag Hamady, die in dem Krankenhaus „Victoria“ in Alexandria behandelt werden, nachdem sie bei dem Blutbad vom 06. Januar 2010 schwer verletzt wurden. Unserem Korrespondenten zufolge riecht man in diesem Krankenhaus nicht den Geruch von Medikamenten und Krankheiten, sondern von Weihrauch und Trost. Das Krankenhaus gehört einem wohlhabenden koptischen Arzt, der den Zehnten und noch mehr gibt, indem er Priester, Mönche und Bedürftige bei sich kostenlos behandelt. Das ist Dr. Issa Ibrahim Gergis, den ich persönlich kenne. Ein noch koptischer Arzt namens Dr. Kamal Abdallah besitzt ein Krankenhaus in Zizinya (auch in Alexandria), bei dem der verstorbene und äußerst beliebte „Pater Andrawes Elsamuily“ behandelt wurde.

      In der koptischen Kirche gibt es seit Anfang der 90igern einen hervorragenden Dienst, von dem fast alle Kopten sowohl in Ägypten als auch im Ausland profitierten. Damit ist die Verfilmung der Heiligengeschichte gemeint. Die Darsteller sind koptische Schauspieler, die normale Rollen in den weltlichen Filmen verkörpern. Sie sind alle Profis, sehr begabt und noch dazu berühmt. Aus Liebe zu ihrer Kirche verkörpern sie die Heiligen (Hl. Georg, Hl. Mina, die Hl. Marina … usw.), was ein Segen für viele Kopten ist. Einer dieser berühmten Schauspieler ist Herr Ihab Sobhy, der mit der Rolle „Schweigsamer Mönch – Pater Justus Abba Antonius“ berühmt wurde. Dieser und noch viele Schauspieler (wie Samy Assem, der Produzent Victor Faruk, Maher labib, Farid Elnoarashy und der Direktor Maged Tawfik) besuchten unsere verletzen Kinder. Maged Tawfik sagte: „Ich habe das Gefühl, dass ich Christus besuche, dem ich dafür danke, dass er mir erlaubte, seine Kinder zu besuchen. Sie sind trotz den Kugeln sehr glücklich und spenden jedem Trost und Freude. Sie erteilten uns eine Lektion betreffend Beherrschung und Unbeugsamkeit. Durch den Glauben und Dank trotz allem bezwangen sie die Kugel“. (more…)

 

Koptische Priester werden angepöbelt und angegriffen

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 18:08

Auf den Straßen Ägyptens erlebt ein koptischer Priester oder Mönch jeden Tag ein blaues Wunder. Unsere Priester und Mönche tragen einen schwarzen Talar, langen Bart und sehr großes Kreuz an der Brust. Ein koptischer Priester bedeckt sein Haupt mit einem runden Hut und ein koptischer Mönch bedeckt sein Haupt mit einer Kapuze, welche mit 13 Kreuzen (Christus und seine 12 Apostel) gestrickt ist. Das heißt, dass sie auffallen und leider nicht zu übersehen sind. Leider? Ja, schon! Denn sie ähneln einem roten Tuch, das sich in einem Stall voller Bullen befindet. Wenn sie Glück haben, werden sie bloß schief angeguckt. Andernfalls werden sie mit den übelsten Worten beschimpft. Manchmal kommt es zu Handgreiflichkeiten.

       Pater Filopatier ist der Hirte der Kirche der Heiligen Jungfrau Maria und des Heiligen Merkorius in einem abgelegenen Ort in Kairo namens „Ezbet Alhagana“. In diesem Ort, der aus engen Gassen besteht, befindet sich die Kirche. Diese engen Gassen aber werden von Ganoven und Drogendealer beherrscht. Am 12.02.2010 und Katzensprung von der Kirche wollte der koptische Priester die Straße überqueren und in die Kirche gehen, als eine Kutsche ihm den Weg abschnitt und absperrte. Geduldig wartete Pater Filopatier, bis die Kutsche dann vorbeifuhr. Aus Trotz blieb „Ali Elsamak“ 15 lange Minuten stehen. Als Pater Filopatier sich nicht aufregte, wie dieser Moslem ihn provozieren wollte, fing er damit an, Pater Filopatier zu beleidigen. Ordinäre und überaus vulgäre Worte hörten alle Schaulustigen, die sich versammelten.

       Keiner mischte sich ein! Der Wachmann, der normalerweise von der Polizei postiert wird, war nicht auf seiner Bank vor der Kirche. Alle schauten zu, wo es ihnen gefiel, dass der Priester als „dreckiger Ungläubiger“ beschimpft wird. (more…)

 

Tröstende Worte eines gläubigen Menschen

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 17:59

Kleines Kind wurde gerettet

Im Internet ist so vieles publiziert unter „wie kann Gott das zulassen“? Hoffentlich hast DU einen trostreichen Artikel gefunden, der Dich persönlich angesprochen hat. Durch die Medien kann jedes Ereignis innerhalb von Minuten in alle Teile der Welt gelangen. Katastrophen und Elend, Tränen und Tod werden aber so auch omnipräsent in Zeitungen und TV. Davon kann man den Eindruck gewinnen, also ob alles negativ, schlecht und böse wäre!

       Danken wir jedoch genug für unser Leben, für die Gesundheit, für unsere Familie und Freunde, für das gute Essen, usw.? Jeden Tag lässt Gott die Sonne aufgehen! Jeden Tag werden viele gesunde Kinder geboren! Die Tier -und Pflanzenwelt gibt so viel Grund zur Freude. Niemand ist davon aber scheinbar angeregt, einen medialen Lobpreis an Gott anzustimmen. Alles läuft zu unserer Zufriedenheit. Dafür hätte sich der liebend Gott doch Lob, Preis und Ehre verdient! Wenn dann aber etwas Schreckliches hereinbricht, fragen alle, wo Gott dabei geblieben ist? Die Gläubigen schwanken und die Atheisten verunsichern alle!

       Mein Mitleid gilt allen Leidenden! Aber meiner Meinung und Erfahrung nach soll man bei jedem schrecklichen Ereignis nicht vergessen, dass jeder Betroffene – Kinder, Frauen und Männer – eine eigene Geschichte dabei hat. Jeder Einzelne erlebt die Katastrophe anders!

       In Haiti danken jetzt viele den allmächtigen Gott, dass er manche ihrer Angehörigen jetzt noch lebend finden und bergen ließ! Von außen sehen wir einen Riesen Trümmerhaufen! Aber ich glaube ganz fest daran, dass der himmlische Vater jedem Einzelnen beisteht! In welcher Form auch immer! (more…)

 

Om Almoaminin – ein unfairer Vergleich

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 17:51

Mutter Emanuela

Ihr Leben war von der Sorge um die Menschen in den Slums von Kairo geprägt. Mit 20 Jahren trat die spätere „Mutter der Müllmenschen“ in den Orden „Unsere Liebe Frau von Sion“ ein und unterrichtete zunächst Diplomatenkinder an Ordensschulen in Istanbul, Tunis und Alexandria. Später bat sie um ihre Versetzung an eine Armenschule. In den 70igern ging sie in die Rente und seitdem widmete sie sich ganz den Ärmsten. Inmitten der Slums in Kairo quartierte sie sich in einem Ziegenstall ein und arbeitete für die sogenannten „Müllmenschen“. Mit 77 Jahren begann sie sich um Kriegswaisen in der sudanesischen Hauptstadt Khartum zu kümmern. Erst 1993 kehrte sie nach Frankreich zurück. Die belgisch-französische Ordensfrau starb am 20.10.08; vier Wochen vor ihrem 100. Geburtstag. Das war doch Mutter Emanuela.

       Samira Jassin warb Frauen an und brachte sie dazu, Bomben zu zünden. Man nannte sie „Om Almoaminin – Mutter der Gläubigen“. Ein zweifelhafter Titel! Denn ihr Dienst für Allah sah so aus: Sie rekrutierte im Irak Selbstmordattentäterinnen und bildete sie aus. Mindestens 80 Frauen hat sie angeworben. 28 dieser Frauen haben ihre Mission erfüllt, sich in die Luft gesprengt und Dutzende Menschen mit in den Tod gerissen. Ende Januar ging die 51-järige Samira den irakischen Sicherheitskräften ins Netz. Die irakische Armee feierte ihre Verhaftung als großen Erfolg im Kampf gegen die stetig steigende Zahl an Frauen, die Selbstmordanschläge verüben. Diese Terroristin warb in Bagdad und Diyala Frauen für die islamistische Gruppierung „Ansaar Al-Sunna“ an. Sie suchte dabei systematisch nach Frauen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befanden, tief religiös oder Analphabetinnen waren. Samira berichtete auch von einer überaus besonders perfiden Strategie: der Vergewaltigung von Mädchen, denen anschließend die Verübung eines Anschlags als ein Ausweg aus der Schande angeboten wird. (more…)