kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Nicht das erste Mal am Heiligabend 16. Februar 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 11:38

Heiliger Georg

Sprengkörper am Heiligen Abend – 06.01.1980

       Zum Glück fand ich einen Alexandriner, der an diesem besagten Tag in dem Hof der Kirche des Heiligen Georg in dem Bezirk Sporting mit den anderen Kopten stand. Herr Raouf erzählte mir, was wirklich passierte. Laut seiner Schilderung geschah Folgendes: „Gegen 21 Uhr, und während wir im Hof der überfüllten Kirche des Heiligen Georg in Sporting die Weihnachtsmesse verfolgten, erschütterte uns eine ohrenbetäubende Explosion. Von der Seite des Sporting-Klubs, die bis jetzt düster und ruhig ist, warf ein Islamist eine selbst gebastelte Bombe auf den Hof der Kirche, welcher überfüllt war. Der Sprengsatz fiel auf den Fuß eines jungen Mannes, der bloß leicht an seinem kleinen Zeh verletzt wurde. Durch die Wucht der Detonation gerieten wir in Panik. Christus sei Dank hatte die Kirche vor kurzer Zeit das Glas der Kirchenfinster durch farbige Plastikscheiben ersetzt; vermutlich als eine Sicherheitsmaßnahme. Diese Scheiben wurden nach außen wie Pulver zerstreut. Somit wurde niemand verletzt! Wenn die Fensterscheiben aus Glas wären, hätte es sowohl in der Kirche als auch im Hof zahllose Opfer gegeben. Pater Mathäus unterbrach die Messe nicht. Jedoch kam Pater Lukas Sedaros auf uns zu, um sich zu erkundigen, was los wirklich war. Er suchte nach den Überresten dieser Bombe, damit die parteiische Polizei nicht wie jedes Mal auf die libyschen Terroristen schieben konnte. Die versammelten Jugendlichen beobachteten einen Polizisten dabei, wie er etwas mit dem Fuß unter ein Auto schob. Mit seinem priesterlichen Gewand wollte Pater Lukas unter das Auto gehen. Dabei griff dieser Polizist ihn am Arm, um ihn daran zu hindern. Schäumend packte Pater Lukas ihn am Hals und wies ihn zurecht. Pater Lukas gelang es das Ventil der Bombe zu finden, welches er vor allen Anwesenden hochhob“.

„Da herrschte lautes Jubel und vor lauter Freude, dass Christus seine Kirche und Kinder durch die Fürbitte des Heiligen Georg schützte, fingen alle zu klatschen an. Diejenigen, die in der Kirche waren, wussten nicht, was dieses Klatschen an sich hatte, bis Pater Lukas die Kirche betrat. Er hob das Ventil hoch und ging durch das Kirchenschiff, bis er die Ikonostase erreichte. Da klebte er das Ventil an die Ikone des Heiligen Georg und danach zelebrierte er die Heilige Messe mit Pater Mathäus, als ob gar nichts geschehen wäre. Bis jetzt kann man zwei Ventile besichtigen, die in der Kirche des Heiligen Georg in Sporting aufbewahrt sind.

       Das andere Ventil stammt von einer Bombe, welche der Hausmeister der Kirche entdeckte. Sie war zwischen zwei Bänken platziert, die übereinander gestülpt waren, was die Aufmerksamkeit des Hausmeisters erregte. Die Terroristen beabsichtigten, dass man die Bänke auseinander nehme, damit diese Bombe hochgehe. Die Priester wurden verständigt, welche die Polizei riefen. Dann kamen die Experten und entschärften sie. Dies geschah, als Saddat verkündete, dass er nach Israel gehen wollte, um Frieden mit den Israeliten zu schließen. Ich erinnere mich noch an die Molotowflaschen, welche die islamischen Terroristen von den Straßenbahngleisen auf das Haupttor der Kirche schleuderten. Das war im Jahr 1990. Als ob es eine unsichtbare Mauer gäbe, blieben die Molotowflaschen auf dem Bürgersteig. Somit entstanden keine Schäden! Im Gegenteil gelang es Pater Tadros Jakob, die Kirche zu betreten, der mit Pater Lukas durch die Regierung aus Ägypten verbannt wurden, weil sie in den Fußstapfen Paters Bischoy Kamel traten, der Konvertiten aufnahm und Revertiten zurückholte.

 

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